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[quote="dermarkus"]Mit allen drei Antworten hier bin ich einverstanden, auch die beiden Aussagen von dir selbst liegen auf einer richtigen Fährte: [quote="Fex"] Ich denke es ist eine Bezeichnung, die die Länge eine Pulses aus EM Wellen bezeichnet.[/quote] Zunächst bezeichnet das natürlich erstmal den Winkel, um den der Blochvektor der Magnetisierung heruntergeklappt wird. Dieser Winkel ist umso größer, je weiter die Rabioszillation erfolgt. Bei passender Frequenz also, je größer die Intensität des Pulses und je länger die Zeitdauer des Pulses. Bei jeweils gleicher Pulsintensität wäre also zum Beispiel ein pi-Puls zeitlich doppelt so lang wie ein pi-Halbe-Puls. Insofern hat die Bezeichnung also durchaus auch etwas mit der Pulslänge zu tun :) [quote="Fexter"] Ein pi/2 Puls könnte also ein Puls sein, bei dem die Besetzungswarscheinlichkeit des Systems nach dem Puls genau gleichverteilt ist. Also 50:50 für die Zustände 1 und 2, in unserem Fall also Spin up und Spin down. [/quote] Damit bin ich einverstanden. Zusätzlich ist der so erreichte Zustand (wenn der pi/2-Puls auf den Ausgangszustand angewendet wird, in dem der Blochvektor noch nach oben in Richtung Ausgangzustand zeigt) nicht nur eine 50-50 Mischung der beiden Spinzustände, sondern obendrein eine kohärente Überlagerung dieser beiden Zustände. Nach so einem pi-Halbe-Puls ist die Magnetisierung also nicht einfach nur 50:50 "durchmischt", sondern könnte zum Beispiel mit weiteren Pulsen wieder kontrolliert zurück in den Ausgangszustand zurückgebracht werden, oder auch woandershin, je nachdem, was man mit der Pulssequenz konkret machen möchte.[/quote]
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Autor
Nachricht
dermarkus
Verfasst am: 19. Jul 2010 01:21
Titel:
Mit allen drei Antworten hier bin ich einverstanden, auch die beiden Aussagen von dir selbst liegen auf einer richtigen Fährte:
Fex hat Folgendes geschrieben:
Ich denke es ist eine Bezeichnung, die die Länge eine Pulses aus EM Wellen bezeichnet.
Zunächst bezeichnet das natürlich erstmal den Winkel, um den der Blochvektor der Magnetisierung heruntergeklappt wird. Dieser Winkel ist umso größer, je weiter die Rabioszillation erfolgt. Bei passender Frequenz also, je größer die Intensität des Pulses und je länger die Zeitdauer des Pulses. Bei jeweils gleicher Pulsintensität wäre also zum Beispiel ein pi-Puls zeitlich doppelt so lang wie ein pi-Halbe-Puls. Insofern hat die Bezeichnung also durchaus auch etwas mit der Pulslänge zu tun
Fexter hat Folgendes geschrieben:
Ein pi/2 Puls könnte also ein Puls sein, bei dem die Besetzungswarscheinlichkeit des Systems nach dem Puls genau gleichverteilt ist. Also 50:50 für die Zustände 1 und 2, in unserem Fall also Spin up und Spin down.
Damit bin ich einverstanden. Zusätzlich ist der so erreichte Zustand (wenn der pi/2-Puls auf den Ausgangszustand angewendet wird, in dem der Blochvektor noch nach oben in Richtung Ausgangzustand zeigt) nicht nur eine 50-50 Mischung der beiden Spinzustände, sondern obendrein eine kohärente Überlagerung dieser beiden Zustände. Nach so einem pi-Halbe-Puls ist die Magnetisierung also nicht einfach nur 50:50 "durchmischt", sondern könnte zum Beispiel mit weiteren Pulsen wieder kontrolliert zurück in den Ausgangszustand zurückgebracht werden, oder auch woandershin, je nachdem, was man mit der Pulssequenz konkret machen möchte.
Heisenbergs Erbe
Verfasst am: 18. Jul 2010 22:50
Titel:
- Puls:
Ein Zweiniveausystem wird mit resonanter (oder beinahe resonanter) elektromagnetischer Strahlung bestrahlt, bis genau eine halbe Rabioszillation verstrichen ist. Zu diesem Zeitpunkt ist die Anregungswahrscheinlichkeit maximal, bis zu 100%
Hagbard
Verfasst am: 10. März 2010 23:08
Titel:
Ein Pi/2 Puls Dreht die Magnetisierung bei NMR um 90°, wohingegen ein Pi Puls sie um 180° dreht.
NMR Uni Augsburg
Gruß
Fexter
Verfasst am: 10. März 2010 14:14
Titel:
Meine Frage zielt ja in folgende Richtung ab: Inwiefern sagt diese Bezeichung etwas über die Art des Elektromagnetischen (EM) Pulses aus, der in den Spinresonanzmethoden eingesetzt wird?
Ich hatte übrigens gerade selber eine Idee:
In den Spinresonanzmethoden befindet sich eine Probe in einem starken, homogenen Magnetfeld und wird mit EM Pulsen "beschossen" Dieser Beschuss erzeugt sogenannten Rabi-Oszillationen (hab ich bei Wikipedia gefunden):
http://de.wikipedia.org/wiki/Rabi-Oszillation
Diese können anscheinend in bestimmten Fällen durch einfache Cosinus Funktionen dargestellt werden. Hier macht dann der Begriff pi/2 Sinn (mir ist natürlich klar, dass das Bogenmass gemeint ist. Die Frage war ja eher in welchem Zusammenhang). Ein pi/2 Puls könnte also ein Puls sein, bei dem die Besetzungswarscheinlichkeit des Systems nach dem Puls genau gleichverteilt ist. Also 50:50 für die Zustände 1 und 2, in unserem Fall also Spin up und Spin down. Was sagt Ihr dazu?
Thomas
Verfasst am: 10. März 2010 14:02
Titel:
Das
ist hier im Bogenmaß zu verstehen, also ein Winkel, keine Länge.
Fex
Verfasst am: 10. März 2010 13:10
Titel: Was ist ein pi-Puls bzw. ein pi/2-Puls?
Meine Frage:
In den angewandten Spin Resonanz Methoden kommt dieser Begriff immer wieder vor. Zum Beispiel unter dem Begriff "Spin-Echo". Um ein solches zu erzeugen, muss man die Probe mit einer bestimmten Abfolge von pi-Pulsen bzw. pi/2-Pulsen bestrahlen.
Meine Ideen:
Ich denke es ist eine Bezeichnung, die die Länge eine Pulses aus EM Wellen bezeichnet.