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[quote="Questionmark"]Cool vielen Dank! Hat mir sehr geholfen! Nur eins find ich noch komisch. Du sagst, die Elektronen werden quasi durch die Leitung gedrückt. Die Leitung, die drückt nennen wir mal Leitung1. Aber der Leitung 2 müssten doch durch den +Pol die Elektronen entzogen werden oder? Sprich die Metallatome der Leitung2 müssten doch alle positive Oxidationsstufen haben? Bzw. wenn das so ist, dann müsste doch auch folgendes stimmen: KURZ nachdem ich meine Lampe aus der Steckdose ziehe, sind in Leitung 2 noch frei bewegliche Elektronen "übrig" (durch das "Drücken" der Leitung1), d.h. die Atome der Leitung2 haben für nen kurzen Moment noch neutrale Oxidationszahlen, bevor die Oxidationszahlen der Atome durch den +Pol-Entzug des Kraftwerks positiv werden. Das bedeutet, die Atome der Leitung2 am Steckdosenloch haben alle positive Oxidationszahlen (ihnen wurden die Elektronen enzogen durch das Ziehen des Kraftwerks) und die Atome in Leitung1 haben neutrale (oder sogar negative?) Oxidationszahlen (durchs Drücken des Kraftwerks) Ist das alle so bisher richtig?? Wenn ja: Müsste man dann nicht von einem "Drücken" durch die Leitung sprechen ebenso wie von einem "Ziehen" ?[/quote]
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schnudl
Verfasst am: 28. Mai 2011 11:15
Titel: Re: pysik
IchStöbereHierBloss hat Folgendes geschrieben:
du darfst auch nicht vergessen, zur besseren erklärung es befindet sich gleichstrom in den steckdosen und der ist + wie - geladen.in der steckdose angeschlossene geräte haben in ihrem gerät etwas eingebaut um den strom sozusagen ein/zu filter gerät mit wiederständen und transistoren eingebaut. der strom wird dadurch auch heiß. und wie jeder weis befindet sich im keller oder in der wohnung ein stromzähler
IchStöbereHierBloss
Verfasst am: 27. Mai 2011 23:01
Titel: pysik
du darfst auch nicht vergessen, zur besseren erklärung es befindet sich gleichstrom in den steckdosen und der ist + wie - geladen.in der steckdose angeschlossene geräte haben in ihrem gerät etwas eingebaut um den strom sozusagen ein/zu filter gerät mit wiederständen und transistoren eingebaut. der strom wird dadurch auch heiß. und wie jeder weis befindet sich im keller oder in der wohnung ein stromzähler
Energetic
Verfasst am: 26. Apr 2011 09:29
Titel:
Das kann man so nicht sagen.
Der elektrische Strom hat keine ionisierende Wirkung. Das heißt, es wird keinem Atom ein Elektron geklaut.
Es gibt (in Metallen) wie ich schon sagte, diese frei beweglichen Elektronen. Und genau diese (oder nur diese) bewegen sich. Die Elektronen, die an die Metallatome im Leiter gebunden sind, bewegen sich nicht(man sagt auch: die Elektronen befinden sich im Valenzband).
Das heißt es werden keinem Atom Elektronen geklaut oder hinzugefügt, deshalb kann man auch nicht von positiven oder negativen Oxidationszahlen sprechen.
Questionmark
Verfasst am: 25. Apr 2011 21:19
Titel:
Cool vielen Dank!
Hat mir sehr geholfen!
Nur eins find ich noch komisch.
Du sagst, die Elektronen werden quasi durch die Leitung gedrückt.
Die Leitung, die drückt nennen wir mal Leitung1.
Aber der Leitung 2 müssten doch durch den +Pol die Elektronen entzogen werden oder?
Sprich die Metallatome der Leitung2 müssten doch alle positive Oxidationsstufen haben?
Bzw. wenn das so ist, dann müsste doch auch folgendes stimmen: KURZ nachdem ich meine Lampe aus der Steckdose ziehe, sind in Leitung 2 noch frei bewegliche Elektronen "übrig" (durch das "Drücken" der Leitung1), d.h. die Atome der Leitung2 haben für nen kurzen Moment noch neutrale Oxidationszahlen, bevor die Oxidationszahlen der Atome durch den +Pol-Entzug des Kraftwerks positiv werden.
Das bedeutet, die Atome der Leitung2 am Steckdosenloch haben alle positive Oxidationszahlen (ihnen wurden die Elektronen enzogen durch das Ziehen des Kraftwerks) und die Atome in Leitung1 haben neutrale (oder sogar negative?) Oxidationszahlen (durchs Drücken des Kraftwerks)
Ist das alle so bisher richtig??
Wenn ja: Müsste man dann nicht von einem "Drücken" durch die Leitung sprechen ebenso wie von einem "Ziehen" ?
Energetic
Verfasst am: 25. Apr 2011 20:53
Titel:
Man kann das sich das Ganze auch sehr kompliziert machen
Als elektrischen Strom bezeichnet man eine gerichtete Bewegung von Ladungsträgern. Das müssen nicht zwangsläufig Elektronen sein(z.B. Ionen).
Diese Bewegung kann mehrere Ursachen haben. Z.B. chem. Reaktionen in Batterien, Coulombkräfte in Kondensatoren oder eben auch Lorentzkräfte in Generatoren(also auch im Kraftwerk).
Diese genannten Kräfte bewirken dann eine Ladungstrennung. Beispiel Batterie: Durch die chem. Reaktion(Redoxreaktion) entsteht an einem Ende der Batterie ein Elektronenüberschuss(Minuspol). Am anderen Ende entsteht infolgedessen ein Elektronenmangel(Pluspol). Werden beide Pole miteinander verbunden, so fließen die überschüssigen Elektronen durch die Leitung zum Pluspol. Innerhalb diese Leitung sollte sich ein Verbraucher befinden (ansonsten: Kurzschluss), der die Elektronen abbremst(Stichwort Widerstand).
Zu deinem Kraftwerk-Beispiel:
Die Generatoren im Kraftwerk erzeugen eine Spannung. Diese entsteht dadurch, dass durch die im Generator auftretenden Lorentzkräfte die Ladungen getrennt werden. Es entstehen ein Elektronenüberschuss(Minuspol) und ein Elektronenmangel(Pluspol).
Bildlich könnte man nun sagen: An jeden Pol im Kraftwerk wird ein Kabel angeschlossen, dass den Pol mit einem Loch deiner Steckdose verbindet. Steckst du jetzt einen Stecker ein, so verbindest du beide Käbel miteinander; es kann Strom fließen.
Den Stromfluss kannst du dir so vorstellen:
In den Käbeln befinden sich frei bewegliche Elektronen. Genau das ist der Vorteil von Metallen, dass sich darin frei bewegliche Elektronen befinden. Das ist auch der Grund, warum man bspw. kein Holz als Leitung benutzen kann. In diesem befinden sich nämlich keine frei beweglichen Elektronen.
Die Elektronen vom Minuspol im Kraftwerk drücken nun gegen die Elektronen in deinem Kabel. Ein Elektron stößt das nächste an; es ensteht ein Strom von Elektronen durch dein Kabel. Diese Bewegungsenergie der Elektronen kannst du nun nutzen. Zum Beispiel indem du sie durch einen Glühdraht fließen lässt, den sie durch die Reibung zum Leuchten bringen. Haben sie den Verbraucher überwunden, so fließen sie zurück zum Pluspol im Kraftwerk. Nun müssen die dort ankommenden Elektronen wieder zum Minuspol befördert werden. Dies geschieht wieder per Lorentzkraft im Generator.
Nun befinden sich die Elektronen wieder im Minuspol und können erneut durch die Leitung fließen. Deshalb spricht man auch von einem Strom
kreis
.
Meine Güte, das ist doch ziemlich lang geworden
Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen
lg energetic
Questionmark
Verfasst am: 23. Apr 2011 22:47
Titel: Stromverständnis
Hi!
Ich brauch dringend Hilfe, ich lese viel aber komme trotzdem nicht so recht weiter. Ich hab das Gefühl überall stehen die selben groben Erklärungen ohne Tiefgang, ohne Detailerklärung.
Eine Spannung entsteht doch wenn Atomen die Elektronen entzogen werden, also eine Ladungstrennung vorgenommen wird oder? Dann ziehen die positiven Ionen die Elektronen an?
Wie funktioniert dann eine Steckdose?
Ich stelle es mir folgendermaßen vor:
Also in der Steckdose seh ich ja 2 Löcher.
Ich stell mir jetzt vor, dass im Kraftwerk bildlich gesprochen ein riesiger Behälter mit positiven Ladungen steht. Dieser Zieht Elektronen an. Die Elektronen kommen aus der Leitung, die quasi an den Behälter angeschlossen ist.
Also wird zuerst den Atomen, die in der Leitung ganz nah am Behälter sind die Elektronen entzogen. Diese sind dann positiv geladen und entziehen ihrerseits wieder den vom Behälter weiter entfernt liegenden Atomen die Elektronen.
Diese Kette setzt sich über die Hochspannungsleitung fort bis zu dem einen der beiden Löcher in meiner Steckdose.
Nennen wir dieses Loch mal Loch1. Dieses Loch ist positiv geladen, da im Kraftwerk durch diesen kettenmäßigen Effekt die Elektronen aus dieser Leitung rausgezogen werden wie oben beschrieben.
Wenn ich jetzt einen Stecker reinstecke (ein Stecker hat ja 2 Metallstäbe, sagen wir Stab1 steckt in Loch1), setzt sich die Kette weiter fort. Das heißt, dem Metallstab1 meines Steckers werden die Elektronen entzogen, dieser Metallstab1 wird dann positiv geladen und entzieht Metallstab2 die Elektronen. Metallstab2 wiederum zieht Elektronen aus Loch2 raus. Die Kette setzt sich über die Hochspannungsleitung fort bis ins Kraftwerk zurück, wo ein riesiger Behälter steht mit negativen Ladungen, der ständig Elektronen nachliefert.
IST DIESE VORSTELLUNG RICHTIG !?!?!?!
Falls ja, hab ich noch weiterführende Fragen, aber ich hab das Gefühl dass mein Grundverständnis von Strom irgendwie fehlerhaft ist.
Freu mich auf Antworten