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[quote="MGB"][b]Meine Frage:[/b] Hallo, es geht um die Frage, ob bei einem ferromagnetischen Material eine Remanenz bleibt, wenn es von einem äußeren Magnetfeld umgeben wird. Ich habe in dem Zusammenhang auch ein Problem mit dem Verständnis der magnetischen Feldstärke. Ist es die Ursache oder die Wirkung? [b]Meine Ideen:[/b] Ich betrachte eine stromdurchflossene Spule mit einem Kern aus ferromagnetschem Material. Der Strom bewirkt eine bestimmte magnetische Feldstärke H, die sich berechnet aus: H=I*(N/L). Nach meinem Verständnis ist die magnetische Feldstärke jetzt die Urache für die Existenz des äußeren Magnetfeldes. Der Strom ist ja immer die Ursache für ein magnetisches Feld. Das Magnetfeld macht sich nach außen aber nicht durch die magnetsche Feldstärke, sondern durch die magnetische Flussdichte B bemerkbar: B=u_0*u_r*H Nicht die magnetische Feldstärke, sondern die magnetische Flussdichte ist ja auch ein Maß für die Stärke eines magnetischen Feldes: Sie bewirkt ja auch die Lorenzkraft F=IxB. B ist also die Wirkung des magnetischen Feldes. Ist das richtig? So, wenn ich jetzt von Null an den Strom in meiner Spule erhöhe, so steigt wegen des ferromagnetischen Materials die magnetische Flussdichte nichtlinear in der Nähe der Spule an. Wenn ich den Strom dann wieder auf Null herunterdrehe, bleibt immernoch eine restliche magnetische Flussdichte über (die Remanenz). Diese Flussdichte stammt nun aus dem Kern aus ferromagnetischem Material (die Weis-Bezirke sind immer noch so ausgerichtet, dass ein magnetfeld nach außen in Erscheinung tritt). Ist das prinzipiell richtig? So jetzt mein usprüngliches Problem: Ich betrachte wieder eine Probe aus ferromagnetischem Matrial. Wenn ich diese Probe in die Nähe eines magnetischen Feldes bringe, so werden die Magnetfeldlinien in der Nähe des Materials gebündelt: In dem ferro-magnetischen Material richten sich die Weis-Bezirke aus. Und wenn ich den ferro-magnetischen Körper wieder aus dem externen Magnetfeld entferne, so bleibt doch auch wieder eine Remanenz in diesem Körper über oder?[/quote]
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Nachricht
MGB
Verfasst am: 06. März 2012 11:34
Titel:
Ok, dann hab ichs wohl richtig verstanden:) Danke!
Steffen Bühler
Verfasst am: 06. März 2012 11:09
Titel:
Auch das ist richtig.
Viele Grüße
Steffen
MGB
Verfasst am: 06. März 2012 10:58
Titel:
Ja, möchte das gerne Schritt für Schritt machen.
Ok, ich habe da jetzt meinen Probekörper aus ferromagnetischem Material dort liegen und er ist nicht magnetisiert.
Jetzt möchte ich ein Magnetfeld erzeugen von dem ich weis wie stark es ist. Ich bringe einen Permanentmagneten in die Umgebung und messe mit einer Hall-Sonde die Stärke des magntischen Feldes. So, die Ausgangsspannung der Hall-Sonde
wird aufgrund der äußeren magnetischen Flussdichte B erzeugt: U_H=R_H*B*I/l. Wenn ich die Hallspannung messe, so kann ich damit auf die in dem Punkt herschende magnetische Flussdichte B schließen.
Wenn ich jetzt wissen will, wie sich mein Arbeitspunkt auf der Magnetisierungskennlinie (BH-Kennlinie) verschiebt, muss ich meine ermittelte Flussdichte B aber erstmal gemäß H=B/u_0 in die magnetische Feldstärke !im freien Raum! umrechnen, weil
ja die magnetische Feldstärke die Eingangsgröße bei der Magnetisierungskennlinie ist. Ist das richtig?
Steffen Bühler
Verfasst am: 06. März 2012 10:37
Titel:
Es ist alles richtig, was Du schreibst. Wo ist denn Dein Problem?
Viele Grüße
Steffen
MGB
Verfasst am: 06. März 2012 09:47
Titel: Remanenz bei ferromagnetischem Material
Meine Frage:
Hallo,
es geht um die Frage, ob bei einem ferromagnetischen Material eine Remanenz bleibt, wenn es
von einem äußeren Magnetfeld umgeben wird. Ich habe in dem Zusammenhang auch ein Problem mit
dem Verständnis der magnetischen Feldstärke. Ist es die Ursache oder die Wirkung?
Meine Ideen:
Ich betrachte eine stromdurchflossene Spule mit einem Kern aus ferromagnetschem Material. Der Strom
bewirkt eine bestimmte magnetische Feldstärke H, die sich berechnet aus: H=I*(N/L). Nach meinem
Verständnis ist die magnetische Feldstärke jetzt die Urache für die Existenz des äußeren Magnetfeldes. Der Strom
ist ja immer die Ursache für ein magnetisches Feld.
Das Magnetfeld macht sich nach außen aber nicht durch die magnetsche Feldstärke, sondern
durch die magnetische Flussdichte B bemerkbar: B=u_0*u_r*H
Nicht die magnetische Feldstärke, sondern die magnetische Flussdichte ist ja auch ein Maß für die Stärke eines magnetischen Feldes: Sie bewirkt ja
auch die Lorenzkraft F=IxB. B ist also die Wirkung des magnetischen Feldes. Ist das richtig?
So, wenn ich jetzt von Null an den Strom in meiner Spule erhöhe, so steigt wegen des ferromagnetischen Materials die magnetische Flussdichte nichtlinear in der Nähe
der Spule an. Wenn ich den Strom dann wieder auf Null herunterdrehe, bleibt immernoch eine restliche magnetische Flussdichte über (die Remanenz). Diese Flussdichte
stammt nun aus dem Kern aus ferromagnetischem Material (die Weis-Bezirke sind immer noch so ausgerichtet, dass ein magnetfeld nach außen in Erscheinung tritt). Ist das prinzipiell richtig?
So jetzt mein usprüngliches Problem:
Ich betrachte wieder eine Probe aus ferromagnetischem Matrial. Wenn ich diese Probe in die Nähe eines magnetischen Feldes bringe, so werden die Magnetfeldlinien in der Nähe des Materials gebündelt: In dem ferro-magnetischen Material richten sich die Weis-Bezirke aus. Und wenn ich den ferro-magnetischen Körper wieder aus dem externen Magnetfeld entferne, so bleibt doch auch wieder eine Remanenz in diesem Körper über oder?