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[quote="EinsteinFan"]1) Bin kein Experte, aber womöglich ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass die Formel E=mc² für den Massendefekt verantwortlich ist. 2) Falsch-->E=mc² bedeutet, dass Energie und Masse äquivalent sind (dasselbe sind) bzw. der Zusammenhang zwischen relativistischer Masse und Energie. Richtig--> Eigentlich bedeutet es, dass Ruheenergie und Ruhemasse äquivalent sind.[/quote]
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TomS
Verfasst am: 15. Mai 2013 11:24
Titel:
jh8979 hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
B) für ein geladenes Teilchen in WW mit einem
dynamischen
Feld ist das Atom wg. Ausstrahlung von el.-mag. Wellen explizit instabil.
Dieses Problem löst die QM
nicht
; sie adressiert es nicht einmal, da sie kein dynamisches E.-Feld enthält. Prinzipiell benötigt man dazu Methoden der QED.
Natürlich loest die QM das Problem: Es gibt keinen Zustand mit kleinerer Energie, also kann das Elektron keine Energie abstrahlen
Sie löst das Problem nicht, sie kann es nicht mal beschreiben. Der Hilbertraum mit el.-mag. Feld (eigtl. Fockraum der QED) ist ein andere als der in der QM.
jh8979 hat Folgendes geschrieben:
Ich denke nicht, dass dies Beispiel seinen Platz hat in der Liste der Irrtümer (im Gegensatz zu einigen anderen schon genannten ;) ).
Ja
jh8979 hat Folgendes geschrieben:
PS: Meiner Meinung nach ist der Hauptpunkt, dass die QM hier in sich konsistent ist, die klassische Edynamik nicht.
Ja
jh8979
Verfasst am: 15. Mai 2013 10:06
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
B) für ein geladenes Teilchen in WW mit einem
dynamischen
Feld ist das Atom wg. Ausstrahlung von el.-mag. Wellen explizit instabil.
Dieses Problem löst die QM
nicht
; sie adressiert es nicht einmal, da sie kein dynamisches E.-Feld enthält. Prinzipiell benötigt man dazu Methoden der QED.
Natürlich loest die QM das Problem: Es gibt keinen Zustand mit kleinerer Energie, also kann das Elektron keine Energie abstrahlen (mit oder ohne QED). Und Übergänge von höheren Zuständen zu niederenergetischen werden ja auch erklärt sobald man den Fockraum einführt (zugegeben nicht elegant und man sollte besser QED benutzen, aber das ist ja nicht der Punkt).
Ich denke nicht, dass dies Beispiel seinen Platz hat in der Liste der Irrtümer (im Gegensatz zu einigen anderen schon genannten
).
PS: Meiner Meinung nach ist der Hauptpunkt, dass die QM hier in sich konsistent ist, die klassische Edynamik nicht.
TomS
Verfasst am: 15. Mai 2013 09:50
Titel:
jh8979 hat Folgendes geschrieben:
Etwas vorsichtiger formuliert, könnte man vllt sagen "Die klassische Elektrodynamik widerspricht der Stabilität der Atome, die QM nicht."
Ja, so ist's schon besser.
Ich sag's mal so:
A) in der klass. E-Dyn. für ein geladenes Teilchen in einem
statischen
Feld ist ein beliebig kleiner Radius möglich, das Potential V(r) für das Elektron ist nach unten nicht beschränkt.
Die QM löst dieses Problem; es existiert ein stabiler Grundzustand; <V> ist nach unten beschränkt
B) für ein geladenes Teilchen in WW mit einem
dynamischen
Feld ist das Atom wg. Ausstrahlung von el.-mag. Wellen explizit instabil.
Dieses Problem löst die QM
nicht
; sie adressiert es nicht einmal, da sie kein dynamisches E.-Feld enthält. Prinzipiell benötigt man dazu Methoden der QED.
jh8979
Verfasst am: 15. Mai 2013 09:34
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Falsch: die QM erklärt die Stabilität der Atome - im Gegensatz zur klassischen Elektrodynamik
(Letztere führt auf eine Instabilität durch Abstrahlung von el.-mag. Wellen; die QM liefert zwar einen stationären Grundzustand, was eine notwendige Voraussetzung für die Stabilität ist, nicht jedoch hinreichend, da in der QM das el.-mag. Feld gar nicht diskutiert wird!! Streng genommen kann erst die QED diese Frage abschließend positiv beantworten. Kann sie das?)
Ich denke nicht, dass dies Beispiel ist falsch ist:
1. In der klassischen Edynamik wären prinzipiell beliebig kleine Radien für die Bahnen eines Elektrons möglich (und damit nach unten unbeschränkte Bindungsenergien). In der QM ist die Bindungsenergie nach unten beschränkt. Dies ist unabhängig davon ob EM-Wellen oder Photonen abgestrahlt werden. (Die EM-Kraft wird in beiden Fällen durch das Coulomb-Potential beschrieben.)
2. In der klassischen Edynamik ist bekannt, dass beschleunigte Ladungen EM-Wellen abstrahlen. Deswegen dürften Kreisbahnen des Elektrons um ein Atomkern nicht stabil sein. In der QM ist das ganze obsolet, da dort kein punktfoermiges Elektron um einen (mehr oder weniger) punktfoermigen Atomkern kreist, das ganze ist also in sich konsistent im Gegensatz zum klassichen Bild.
Insofern ist die Aussage "die QM erklärt die Stabilität der Atome - im Gegensatz zur klassischen Elektrodynamik" durchaus korrekt. Etwas vorsichtiger formuliert, könnte man vllt sagen "Die klassische Elektrodynamik widerspricht der Stabilität der Atome, die QM nicht."
TomS
Verfasst am: 15. Mai 2013 08:48
Titel:
Falsch: die QM erklärt die Stabilität der Atome - im Gegensatz zur klassischen Elektrodynamik
(Letztere führt auf eine Instabilität durch Abstrahlung von el.-mag. Wellen; die QM liefert zwar einen stationären Grundzustand, was eine notwendige Voraussetzung für die Stabilität ist, nicht jedoch hinreichend, da in der QM das el.-mag. Feld gar nicht diskutiert wird!! Streng genommen kann erst die QED diese Frage abschließend positiv beantworten. Kann sie das?)
TomS
Verfasst am: 13. Mai 2013 07:52
Titel:
MI hat Folgendes geschrieben:
- Ein Quantencomputer ist sehr viel besser als ein klassischer Computer.
- man könnte die Heisenbergsche Unschärferelation dazunehmen, weil's ziemlich viele komische Interpretationen gibt...
mehr fällt mir gerade nicht ein, aber ich denke noch mal drüber nach ;) .
Gruß
MI
Also gut: Die Heisenbergsche Unschärfenrelation besagt, dass Ort und Impuls nicht gleichzeitig scharf gemessen werden können (weil die Messung das System stört). Oder: sie besagt, dass der Ort eines Teilchens nie scharf definiert sein kann.
Weitere Fehlinterpretationen?
TomS
Verfasst am: 12. Mai 2013 20:38
Titel:
Das statische Coulombfeld besteht aus virtuellen Photonen
TomS
Verfasst am: 12. Mai 2013 18:54
Titel:
DrStupid hat recht, ich sollte das nicht vermischen.
Weiterer Punkt: vieles was mit Orbitalen zusammenhängt
frustudent
Verfasst am: 12. Mai 2013 17:13
Titel:
Weiterer Irrtum:
Die Erde dreht sich um die Sonne (oder Mond um Erde,... ), anstatt in sie hineinzufallen,
weil Zentrifugalkraft und Gravitationskraft sich gegenseitig aufheben.
DrStupid
Verfasst am: 12. Mai 2013 16:40
Titel:
Die Idee für so eine Sammlung ist gut, aber sie sollte auf Irrtümer beschränkt bleiben - also Aussagen, die in dem Kontext, in dem sie gemacht werden, wirklich falsch sind. Die von Dir aufgeführte relativistische Geschwindigkeitsabhängigkeit der Masse wäre beispielsweise nur dann ein Irrtum wenn sie sich auf die Ruhemasse bezieht, was aber üblicherweise nicht der Fall ist. Sowas könnte man vielleicht in eine separate Liste von physikalisch korrekten aber veralteten Konzepten aufnehmen.
Auf die Schnelle hätte ich folgende Vorschläge für verbreitete Irrtümer zu bieten:
- die Vorstellung, dass die dem Mond abgewante Tidenwelle durch die Zentrifugalkraft im Ruhesystem der Masseschwerpunkte von Mond und Erde zustande kommt und
- so ziemlich alle populärwissenschaftlichen Darstellungen des Treibhauseffektes sowie Interpretationen diverser Experimente zu diesem Thema
D2
Verfasst am: 12. Mai 2013 15:57
Titel:
Sehr oft versucht man Impuls- bzw. Drehimpulserhaltugsgesetz umgehen.
http://www.allmystery.de/themen/it64629
http://www.evert.de/eft371.htm
Es gibt(was ich überhaupt nicht verstehe) sogar patentierte Erfindungen!
http://www.patent-de.com/19921001/DE4207637A1.html
Mich persönlich wird interessieren ob man
1.schwarzes Loch mit genug Antimaterie sprengen kann, und wenn nicht,
2.kann man sich prinzipiell ein SL vorstellen, dass nur aus Strahlung besteht? Mir ist klar, das innere des SL keiner kennt, aber die 1. Frage soll zu beantworten sein, oder?
MI
Verfasst am: 12. Mai 2013 15:30
Titel:
- Ein Quantencomputer ist sehr viel besser als ein klassischer Computer.
- man könnte die Heisenbergsche Unschärferelation dazunehmen, weil's ziemlich viele komische Interpretationen gibt...
mehr fällt mir gerade nicht ein, aber ich denke noch mal drüber nach
.
Gruß
MI
TomS
Verfasst am: 12. Mai 2013 15:03
Titel:
Danke
Also
7)
für den Zusammenhang von Gesamtenergie E, Impuls p und Ruhemasse m
(Andere Begriffe sollten eigtl. nicht mehr verwendet werden)
EinsteinFan
Verfasst am: 12. Mai 2013 13:22
Titel:
1) Bin kein Experte, aber womöglich ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass die Formel E=mc² für den Massendefekt verantwortlich ist.
2) Falsch-->E=mc² bedeutet, dass Energie und Masse äquivalent sind (dasselbe sind) bzw. der Zusammenhang zwischen relativistischer Masse und Energie.
Richtig--> Eigentlich bedeutet es, dass Ruheenergie und Ruhemasse äquivalent sind.
TomS
Verfasst am: 12. Mai 2013 13:15
Titel:
Stichpunkte:
1) Verletzung der Energieerhaltung aufgrund der Energie-Zeit-Unschärfe
2) Entstehung des Universums aus einer derartigen Verletzung (Fluktuation)
3) Virtuelle Teilchen verletzen die Energieerhaltung
4) Rotverschiebung entfernter Galaxien entspricht einem Dopplereffekt
5) Masse in der RT ist geschwindigkeitsabhängig
6) Hawkingstrahlung entsteht durch Paarerzeugung am Ereignishorizont
Weitere?
TomS
Verfasst am: 12. Mai 2013 13:12
Titel: Weitverbreitete Irrtümer in der Physik
Hallo zusammen,
Ich wollte mal ein paar weitverbreitete Irrtümer (insbs. aber nicht nur) in populärwissenschaftlichen Darstellungen) sammeln bzw. euch dabei euch um Mithilfe bitten.
Ein zweiter Schritt wäre dann, diese aufzuklären bzw. zu korrigieren.
Ein dritter Schritt wäre, das evtl. in Wikipedia einzustellen ...