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[quote="Bruce"]Mach doch mal ein Experiment: Bau das Vorderrad deines Fahrrades aus, nimm es in die Hand und laß es rotieren. Dann verkippst du das drehende Rad und dann passiert das wesentliche: Das rotierende Rad weicht aus, wenn Du es verkippst. Diese Ausweichbewegung trägt beim rollenden Einzelrad genauso wie beim Fahrrad zur Stabilisierung in dem Sinn bei, das das Rad nicht einfach auf den Boden kippt. Aber hier geht probieren wirklich über studieren. Also, trau dich! Falls dein Vorderrad ne Scheibenbremse hat und/oder ein Nabendynamo: Paß auf die Kabel auf, nichts abreißen, sorgfältig ab und wieder dran montieren :teufel: Gruß von Bruce[/quote]
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Bruce
Verfasst am: 05. Jul 2013 16:37
Titel:
Hallo Kequazo,
falls Du hier noch mal einen Blick reinwirfst, könntest Du dir mal das Video
zu dieser Radiosendung anschauen
http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/kuechenexperimente/folge64.html
Wenn Du das Experiment nach machst, solltest Du das Rad aber auffangen
bevor es auf den Boden knallt, denn die Lagerung der Achse mag Stöße in
Achsrichtung überhaupt nicht!
Gruß von Bruce
Bruce
Verfasst am: 03. Jul 2013 07:40
Titel:
Es ist am besten, wenn Du das drehende Rad festhälst und dann verkippst.
Dann merkst Du nämlich, wohin das Rad beim verkippen ausweicht und dann
spürst Du vielleicht direkt, warum das rollende Rad nicht einfach umfällt
wie ein Baum. Wenn Du das ausgebaute Rad anschubst und frei herumrollen
läßt, könnte die Nabe oder die Bremsscheibe beim Aufschlag auf den Boden
beschädigt werden. Also halte das Rad besser fest.
Mir ist noch eine eigene Erfahrung wieder eingefallen:
Falls deine Vorderradnabe auch noch einen Nabendynamo hat, dann hast Du
im ausgebauten Zustand wahrscheinlich keinen nennenswerten Freilauf.
Dann macht das Experiment mit dem Vorderrad wenig Sinn, dann solltest
Du besser das Hinterrad nehmen. Im Fall einer Kettenschaltung ist der
Ausbau und Wiedereinbau einfach, im Fall einer Nabenschaltung leider
nicht.
Das Hinterrad ist in der Regel ekliger, wegen Schmutz und Schmierung
der Antriebsteile (Kette, Ritzel, Schaltwerk).
Aber laß dich von mich nicht dazu verleiten dein Fahrrad zu zerlegen, wenn
Du nicht ganz sicher bist, das Du das Rad auch wieder zusammenbauen
kannst. Ich kann deine Fertigkeiten als Fahrradmechaniker nicht
einschätzen!
Gruß von Bruce
Kequazo
Verfasst am: 03. Jul 2013 01:28
Titel:
ja hat scheibenbremse
meinst du mit verkippen die drehachse kippen, oder das rad rollenlassen und umstoßen ?
dass es von einem sich drehenden rad schwerer ist die drehachse zu verdrehen, als wenn es sich nicht dreht, klingt jetzt erstmal logisch, aber auf welchen gesetzen beruht das? gilt die drehimpulserhaltung auch für die achse??
Bruce
Verfasst am: 02. Jul 2013 22:06
Titel:
Mach doch mal ein Experiment:
Bau das Vorderrad deines Fahrrades aus, nimm es in die Hand und laß
es rotieren. Dann verkippst du das drehende Rad und dann passiert
das wesentliche: Das rotierende Rad weicht aus, wenn Du es verkippst.
Diese Ausweichbewegung trägt beim rollenden Einzelrad genauso wie
beim Fahrrad zur Stabilisierung in dem Sinn bei, das das Rad nicht
einfach auf den Boden kippt.
Aber hier geht probieren wirklich über studieren. Also, trau dich!
Falls dein Vorderrad ne Scheibenbremse hat und/oder ein Nabendynamo:
Paß auf die Kabel auf, nichts abreißen, sorgfältig ab und wieder dran montieren
Gruß von Bruce
Kequazo
Verfasst am: 02. Jul 2013 16:08
Titel:
hmm, ich frage mich grad was die neigung der gabel mit der stabilität zu tun hat
es ist mit beim fahrad zwar aufgefallen aber es bezog sich generell auf die rollbewegung wie zb von einem reifen den man wirft und der dann weiterrollt, wenn man ihn nur versucht hinzustellen wird man wohl kaum erfolgt haben
und es funktioniert sogar wenn er in die richtung aus der er kommt rollt aber sich in die andere richtung bewegt (backspin) und in dem fall habe ich keine radgabel, sondern quasi nur eine lauffläche
also könne eig nur die kreisekräfte dafür verantwortlich sein, aber wieso, sie wirken in alle richtungen gleich und schongarnicht seitlich in welche richtung das rad (der reif) stabilität benötig.
Bruce
Verfasst am: 02. Jul 2013 11:10
Titel:
Was willst Du jetzt betrachten?
Nur den rollenden Reifen oder das komplexere dynamische System Fahrrad?
Da Du eine Radtour angedeutet hast, nehme ich mal an, dass dich die Stabilität
gegen Umfallen eines langsam dahinrollenden Fahrrades wundert. Freihändig fahren
fand ich als Kind und Halbstarker ziemlich cool und habe mir nie Gedanken
darüber gemacht warum das überhaupt geht und das Fahrrad nicht einfach samt
Fahrer umkippt. Da fühlte sich der kleine Bruce gleich als Superheld, als er
freihändig um den Block radeln konnte.
Das hat aber nicht viel mit Können zu tun sondern wird durch die spezielle
Konstruktion der Jedermannfahrräder begünstigt.
Ein Fahrrad hat zwei Räder, deren Drehachsen über den Gabelschaft gegeneinander
verdreht werden können. Wenn Du dir die Gabel deines Fahrrades genau anschaust,
dann siehst Du wahrscheinlich die Biegung der beiden Gabelarme sowie den Neigungswinkel
des Gabelschaftes bezüglich der Vertikalen, den Lenkkopfwinkel. Das ist kein Zufall
und auch nicht Chic sondern hat handfeste physikalische Gründe. Hinzu kommen
die von dir bereits vermuteten Kreiselkräfte.
Um das jetzt genauer zu erklären müsste ich mich erst wieder einlesen.
Aber lesen kannst Du sicher selbst. Ich finde das Buch
Fahrradphysik und Biomechanik
von
Michael Gressmann (Delius Klasing Verlag)
recht aufschlussreich. Mit Abiturkenntnissen in Mechanik kann man das verstehen.
Wichtig für ein Verständnis sind auch Skizzen, die sich hier aber nur recht mühsam
wiedergeben lassen.
Aber wenn Du willst: Spekulier ruhig weiter und informiere uns über deine Ergebnisse.
Vielleicht gelingt es ja, auch hier die Physik des Radfahrens ein wenig zu durchleuchten
und verständlicher zu machen.
Gruß von Bruce
Kequazo
Verfasst am: 01. Jul 2013 22:17
Titel: gleichgewicht bei bewegten körpern
Meine Frage:
Ich hab mich eben nach meiner Radtour einfach gefragt was das entscheidente daran ist, das ein körper, ob fahhrad oder reif viel leichter im gleichgewicht bleibt wenn er sich bewegt
Da es bei nem fahrad ja auch klappt das gleichgewicht zu halten wenn man auf einem laufband fährt liegt es also nicht an der bewegung selber
Also dachte ich mir das es so ähnlich ist wie bei einem kreisel, wenn er sich dreht wirkt die zentrifugalkraft in alle richtungen gleich, allerding wenn er sich nicht dreht wirkt die kraft 0 auch in alle richtungen gleich
da das rad sich beim fahhard auch noch senkrecht zur oberflkäche auf der es sich dreht bewegt und damit auch die kräfte senkrehct auf die fläche wirken, kann ich mir schwer vorstellen das das der grund sein soll´, da die selben kräfte in alle richtungen wirken, also was übersehe ich?
Meine Ideen: