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[quote="Lutz"][b]Meine Frage:[/b] Hallo Leute, ich muss mich derzeit mit der Ausbreitung von Schallwellen und deren Reflexion beschäftigen und hätte dazu eine Frage. Geht um folgenden Aufbau (Vorsicht, billige Paint-Skizze) [URL=http://www.pic-upload.de/view-20505924/Skizze.png.html][img]http://www10.pic-upload.de/thumb/23.08.13/x9b8yp4623h7.png[/img][/URL] Ich habe einen Schallsender [latex]p_q[/latex] mit einer gewissen Richtcharakteristik, d.h. eine Membran mit gegebener Schnelleverteilung [latex]v_q(y,t)[/latex]. Das Quellenschallfeld [latex]p_q(x,y,t)[/latex], das von diesem Sender erzeugt wird, kann ich ja mit dem Rayleigh-Integral errechnen, indem ich die Anteile von allen infinitesimalen Membranstücken aufaddiere: [latex]p_q(x,y) = \frac{j\omega\rho}{2\pi}\int_{-\infty}^{\infty}\ v_q(y_q)\cdot \frac{e^{-jkr}}{r}\,dy_q[/latex] mit [latex]r = \sqrt{(x-x_q)^2+(y-y_q)^2}, \text{und } p_q(x,y,t) = \mathfrak{Re}\{p_q(x,y)e^{j\omega t}\}[/latex] Auch weiß ich, dass die Schallausbreitung selbst der Helmholtz-Gleichung gehorcht: [latex]\Delta p - \frac{\partial^2 p}{\partial t^2} = 0[/latex] Außerdem habe ich noch ein gegebenes, schallhartes Objekt O mit geg. Rand [latex]\partial O[/latex], was ich mit [latex]\frac{\partial p}{\partial n} = 0[/latex] auf [latex]\partial O[/latex] beschreiben kann, wobei n der Normalenvektor an der Stelle auf dem Rand ist. Worauf ich nicht komme, ist, wie in diesem Fall der analytische Ansatz zur Berechnung der reflektierten Welle [latex]p_r(x,y,t)[/latex] aussieht. Meistens wird eine analytische Lösung vermutlich nicht möglich sein - ich habe mir dazu eine Simulation mit der Finite-Differenzen-Methode gebastelt. Da funktioniert die Reflexion auch schon super. Nur möchte ich im Endeffekt die reflektierte Welle an einigen Punkten messen und daraus die Objektform rekonstruieren, da wäre ein grundlegendes Verständnis schon wichtig :) Aber wie kommt man auf eine analytische Lösung? Wie lautet überhaupt der Ansatz? Gibt es schon eine Formel dafür? Wäre klasse wenn mir jemand einen Anhaltspunkt geben könnte. [b]Meine Ideen:[/b] Ich gehe davon aus, dass ich wohl ähnlich dem Rayleigh-Integral ein Linienintegral über die Objektkontur machen muss, wo dann der Normalenvektor und der Abstand zur Quelle zum Tragen kommt. Wenn es jetzt eine ebene Welle wäre, könnte ich ja die Oberfläche in infinitesimal kleine Stücke aufteilen und jeweils die altbekannte Geschichte Einfallswinkel = Ausfallswinkel machen. Aber in Kombination mit der Richtcharakteristik komme ich auf keinen grünen Zweig.[/quote]
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Lutz
Verfasst am: 24. Aug 2013 19:56
Titel:
Aha, wieder was gelernt. Es gibt einen ganzen Zweig der Mathematik, der sich nur mit so etwas beschäftigt: Die Streutheorie. Mein Problemfall ist die Inverse Streutheorie. Schon unglaublich, wie lange man googlen kann, bis man überhaupt den Namen des Bereichs findet, um den es geht
Das Problem bleibt aber: Kennt sich jemand damit aus und kann die Streuung an der Kugel als einfaches Beispiel nennen?
Lutz
Verfasst am: 23. Aug 2013 18:49
Titel: Wellenreflexion an beliebig geformtem Objekt
Meine Frage:
Hallo Leute,
ich muss mich derzeit mit der Ausbreitung von Schallwellen und deren Reflexion beschäftigen und hätte dazu eine Frage.
Geht um folgenden Aufbau (Vorsicht, billige Paint-Skizze)
http://www10.pic-upload.de/thumb/23.08.13/x9b8yp4623h7.png
Ich habe einen Schallsender
mit einer gewissen Richtcharakteristik, d.h. eine Membran mit gegebener Schnelleverteilung
. Das Quellenschallfeld
, das von diesem Sender erzeugt wird, kann ich ja mit dem Rayleigh-Integral errechnen, indem ich die Anteile von allen infinitesimalen Membranstücken aufaddiere:
mit
Auch weiß ich, dass die Schallausbreitung selbst der Helmholtz-Gleichung gehorcht:
Außerdem habe ich noch ein gegebenes, schallhartes Objekt O mit geg. Rand
, was ich mit
auf
beschreiben kann, wobei n der Normalenvektor an der Stelle auf dem Rand ist.
Worauf ich nicht komme, ist, wie in diesem Fall der analytische Ansatz zur Berechnung der reflektierten Welle
aussieht. Meistens wird eine analytische Lösung vermutlich nicht möglich sein - ich habe mir dazu eine Simulation mit der Finite-Differenzen-Methode gebastelt. Da funktioniert die Reflexion auch schon super. Nur möchte ich im Endeffekt die reflektierte Welle an einigen Punkten messen und daraus die Objektform rekonstruieren, da wäre ein grundlegendes Verständnis schon wichtig :)
Aber wie kommt man auf eine analytische Lösung? Wie lautet überhaupt der Ansatz? Gibt es schon eine Formel dafür?
Wäre klasse wenn mir jemand einen Anhaltspunkt geben könnte.
Meine Ideen:
Ich gehe davon aus, dass ich wohl ähnlich dem Rayleigh-Integral ein Linienintegral über die Objektkontur machen muss, wo dann der Normalenvektor und der Abstand zur Quelle zum Tragen kommt. Wenn es jetzt eine ebene Welle wäre, könnte ich ja die Oberfläche in infinitesimal kleine Stücke aufteilen und jeweils die altbekannte Geschichte Einfallswinkel = Ausfallswinkel machen. Aber in Kombination mit der Richtcharakteristik komme ich auf keinen grünen Zweig.