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[quote="franz"]Von dieser Beschreibung oder Einteilung halte ich nichts. Vielleicht hat "klassische" Mechanik einen historischen Sinn, ansonsten gibt es nur die (meinetwegen) Theoretische Mechanik. Selbstverständlich auch zu Nichtlinearitäten, relativistischen Problemen - bis hin zu stochastischen Fragen. (Nebenbei: Warum fehlt eigentlich die Thermodynamik?) Linearität ist ein allgemeinerer (mathematischer) Begriff für den Zusammenhang zweier Größen, y = ax + b meinetwegen. In der Physik zum Beispiel Auslenkung einer Feder ~ Zugkraft. Solche Gleichungen lassen sich wesentlich besser beherrschen. Zu den Lokalen würde ich die Fachkraft mal selber fragen, möglicherweise ist die Ausbreitung von Feldern gemeint oder Multipolnäherungen für begrenzte Ladungsmengen. ?([/quote]
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TomS
Verfasst am: 07. Aug 2014 07:53
Titel: Re: Nichtlinearität der klassischen Mechanik
franz hat Folgendes geschrieben:
Zu den Lokalen würde ich die Fachkraft mal selber fragen ...
Dazu habe ich schon ein paar Ideen. Zunächst würde ich jede Theorie, die ausschließlich mittels DGLs definiert werden kann, als "lokal" bezeichnen. Dann trifft dies auf alle genannten Theorien zu. Allerdings gibt es durchaus Ausprägungen, wie dies nicht offensichtlich ist, z.b. bei selbstkonsistenten Näherungen in der ED oder der QM, wo Potentiale in den DGLs selbst wieder von Integralen über die Felder abhängen; diese Nicht-Lokalität ist dann jedoch eine Eigenschaft der Näherung. Dann gibt es in der QM eine Nicht-Lokalität, die erst auf der Ebene einer "realistischen Interpretation" ins Spiel kommt; der fundamentale, mathematische Formalismus ist weiterhin lokal.
Langer Rede kurzer Sinn: die Zusammenstellung ist wenig hilfreich.
TomS
Verfasst am: 07. Aug 2014 07:31
Titel:
Linearität bzw. Nichtlinearität beziehen sich auf die zu lösenden Differentialgleichungen. In der Mechanik lauten diese Bewegungsgleichungen i.A.
D.h. dass die Summe zweier Lösungen i.A. nicht wieder eine Lösung darstellt; das Superpositionsprinzip ist nicht gültig.
In der QM lautet die (zeitabhängige) Schrödingergleichung
D.h. dass die Summe zweier Lösungen wiederum eine Lösung darstellt; das Superpositionsprinzip ist gültig.
PS.: ansonsten stimme ich franz zu
franz hat Folgendes geschrieben:
Von dieser Beschreibung oder Einteilung halte ich nichts.
franz
Verfasst am: 07. Aug 2014 07:19
Titel: Re: Nichtlinearität der klassischen Mechanik
Von dieser Beschreibung oder Einteilung halte ich nichts. Vielleicht hat "klassische" Mechanik einen historischen Sinn, ansonsten gibt es nur die (meinetwegen) Theoretische Mechanik. Selbstverständlich auch zu Nichtlinearitäten, relativistischen Problemen - bis hin zu stochastischen Fragen. (Nebenbei: Warum fehlt eigentlich die Thermodynamik?)
Linearität ist ein allgemeinerer (mathematischer) Begriff für den Zusammenhang zweier Größen, y = ax + b meinetwegen. In der Physik zum Beispiel Auslenkung einer Feder ~ Zugkraft. Solche Gleichungen lassen sich wesentlich besser beherrschen.
Zu den Lokalen würde ich die Fachkraft mal selber fragen, möglicherweise ist die Ausbreitung von Feldern gemeint oder Multipolnäherungen für begrenzte Ladungsmengen.
zeycet
Verfasst am: 28. Jul 2014 11:32
Titel: Nichtlinearität der klassischen Mechanik
Hi Leute,
ich habe eine simple Verständnisfrage. In der Einleitung der E-Dynamik-Vorlesung hat der Prof folgende Punkte festgehalten:
klassische Mechanik:
- deterministisch
- nichtrelativistisch
- nichtlinear
Quantenmechanik:
- probabilistisch
- nichtrelativistisch
- linear
Elektrodynamik:
- relativistisch invariant
- linear (im Vakuum; Superpositionsprinzip)
- lokal (nur im Vakuum)
Alles schön und gut, ich verstehe nur einige Punkte darunter nicht. Was meint man genau mit der Linearität? Ich denke da meist an Superposition von Kräften, aber warum soll die klass. Mechanik nicht linear sein, die anderen aber doch
Und was meint man mit "lokal" ??