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[quote="OkTennis"]Hallo zusammen, Fuer ein Teilchen mit endlicher Energie folgt aus [latex] E = m\gamma c^2 [/latex] [latex] m \to 0[/latex] fuer [latex]v \to c [/latex]. Die Masse des Photons ist daher Null. Die Energie [latex]h\nu[/latex] eines Photons ist gleich der relativistischen Energie eines freien Teilchens mit der Masse [latex]m=0[/latex]: [latex] h\nu = c \, |\vec{p}| \qquad (\mathrm{I}) [/latex] Der relativistische Impuls des Photons betraegt somit [latex] p = \frac{h\nu}{c} = \hbar k [/latex] Da die Richtung des Impulses des Photons mit der Ausbreitungsrichtung der elektromagneti-schen Welle uebereinstimmen muss, gilt [latex] \vec{p} = \hbar \vec{k} [/latex] De Broglie postulierte, dass diese Beziehung auch fuer materielle Teilchen gilt. Meine Frage ist nun, ob es sich dabei um den kinetischen oder den kanonischen Impuls handelt. Bei der obigen "Herleitung" dieser Beziehung im Falle von Photonen ist in Gleichung (I) das [latex] \vec{p} [/latex] der (relativistische) Impuls [latex] m\gamma \vec{v} [/latex] , wobei dieser Ausdruck auch der kanonische Impuls eines freien Teilchens darstellt. Vielen Dank fuer Eure Hilfe![/quote]
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Autor
Nachricht
TomS
Verfasst am: 04. Jun 2025 05:11
Titel:
Siehe auch der andere Thread zum Impulsoperator.
Ein relativistisches freies Teilchen wird durch eine ebene Welle
beschrieben *, wobei
gilt.
Dabei folgt der Differentialoperator aus der relativistischen Quantenmechanik * oder bereits klassisch aus den Maxwellsche Gleichungen *.
Im Falle der
freien Klein-Gordon-Gleichung
kann argumentieren, dass
kinetischer = kanonischer Impuls
gilt.
Liegt nun
kein freies Teilchen
vor bzw. ist
kinetischer ≠ kanonischer Impuls
, so verliert die de-Broglie-Beziehung ihren Sinn, da die ebenen Wellen zwar Eigenfunktionen zu diesem
kanonischen Impulsoperator
darstellen, jedoch
1) weder Translationssymmetrie vorliegt, und dieser Impuls daher keine Erhaltungsgröße darstellt,
2) noch die so definierten ebene Wellen Eigenfunktionen des Hamiltonians sind
Man kann das auch so formulieren: die Idee, eine Wellengleichung mittels dieses Impulsoperators zu definieren, funktioniert auch in der relativistischen Quantenmechanik und auch für nicht freie Teilchen. Aber für letztere funktioniert die de-Broglie-Beziehung nicht mehr, da sie keine Lösungen der Wellengleichung liefert; bei diesen handelt es sich nicht mehr um ebene Wellen.
* wobei das nur bei der Klein-Gordon-Gleichung straightforward ist; bei der Dirac-Gleichung muss man die vier Komponenten eines Spinors einzeln betrachten, und im Falle der Maxwellschen Gleichungen gilt dies nicht in jeder Eichung, außerdem zunächst eben gerade nicht für ein Photon (QED) sondern nur für eine ebene elektromagnetische Welle, bei der man noch die Polarisation berücksichtigen muss
OkTennis
Verfasst am: 04. Jun 2025 04:10
Titel: De-Broglie-Beziehung
Hallo zusammen,
Fuer ein Teilchen mit endlicher Energie folgt aus
fuer
. Die Masse des Photons ist daher Null. Die Energie
eines Photons ist gleich der relativistischen Energie eines freien Teilchens mit der Masse
:
Der relativistische Impuls des Photons betraegt somit
Da die Richtung des Impulses des Photons mit der Ausbreitungsrichtung der elektromagneti-schen Welle uebereinstimmen muss, gilt
De Broglie postulierte, dass diese Beziehung auch fuer materielle Teilchen gilt.
Meine Frage ist nun, ob es sich dabei um den kinetischen oder den kanonischen Impuls handelt.
Bei der obigen "Herleitung" dieser Beziehung im Falle von Photonen ist in Gleichung (I) das
der (relativistische) Impuls
, wobei dieser Ausdruck auch der kanonische Impuls eines freien Teilchens darstellt.
Vielen Dank fuer Eure Hilfe!