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derIng
Verfasst am: 25. Dez 2011 22:03
Titel:
Ich würde vorschlagen, den Motor auf einer Wippe zu befestigen, dass die Kippachse der Wippe parallel zur Drehachse des Motors liegt. Die Wippbwegung muss z.B. mit einer Federwaage verhindert und gleichzeitig damit die Kraft an dem definierten Hebelarm gemessen werden.
Das Ganze basiert auf dem Zusammenhang
Leistung = 2*pi*Moment*Drehzahl
[W]=2*pi*[Nm]*[1/s]
DrStupid
Verfasst am: 23. Dez 2011 00:58
Titel:
Chri21 hat Folgendes geschrieben:
Meinem Verständnis nach wird alles, was Strömung, Luftkompression, etc betrifft nur durch die eine gemessene Größe "kg" ausgedrückt, kann also in einer Formel vernachlässigt werden.
So einfach ist es leider nicht. Man kann z.B. die gleiche Masse heben, indem man mit kleinen Rotor wenig Luft stark beschleunigt oder aber mit einem großen Rotor viel Luft gering beschleunigt. Energetisch macht das aber einen gewaltigen Unterschied. Ebenso hängt die Leistung davon ab, ob man mit einem offenen Rotor die Luft in einem Wirbel aus der Bewegung heraus beschleunigt oder mit einem Impeller quasi aus der Ruhe. Und dann kommen noch diverse Strömungsverluste dazu.
Chri21
Verfasst am: 22. Dez 2011 22:17
Titel:
Hallo!
Richtig, die Motor/Propeller-Konstruktionen sollen in einem Helikopter Anwendung finden. Den Bodeneffekt habe ich minimiert, denn die Messvorrichtung befindet sich in nem guten Meter Höhe, da sollte das Phänomen nicht bzw. kaum auftreten.
Ich dachte auch, dass ich alle Faktoren ausschließen kann, die die Strömung beteffen, weil ich als Ergebnis ja das gemessene gehobene Gewicht abgreife. Meinem Verständnis nach wird alles, was Strömung, Luftkompression, etc betrifft nur durch die eine gemessene Größe "kg" ausgedrückt, kann also in einer Formel vernachlässigt werden.
Summa summarum geht es mir darum, diese kg in Watt umzurechnen mit den ebenfalls bekannten Größen Propellerfläche und Luftdichte.
Das muss doch irgendwie möglich sein...
DrStupid
Verfasst am: 21. Dez 2011 14:11
Titel: Re: Leistung aus Masse errechnen
Chri21 hat Folgendes geschrieben:
Ich möchte eine Datenbank aufbauen, wie der Wirkungsgrad pro Motor/Propellerkombination aussieht. Dazu brauche ich neben der leicht zu messenden elektrischen aufgenommenen Leistung noch die mechanische abgegebene Leistung.
Das wird nicht einfach. Es fängt ja schon damit an, welche mechanische Leistung Du meinst. Irgendwann soll die Konstruktion ja sicher Arbeit verrichten, indem sie Lasten hebt, oder beispielsweise ein Flugzeug durch die Luft zieht. Diese Art mechanischer Leistung tritt in Deinem Experiment aber gar nicht auf, weil die Waage fest steht. Die einzige Arbeit wird hier an der Luft verrichtet und das ist erstens eher ein Nebeneffekt und zweitens alles andere als trivial. Du hast ja schon gemerkt, dass Du mit dem Volumenstrom nicht weit kommst. Das liegt daran, dass sich um den Rotor ein torusförmiger Luftwirbel bildet. Die nach unten beschleunigte Luft strömt an der Seite wieder nach oben und trifft dann von oben wieder auf den Rotor. Deshalb muss die Luft nicht ständig aus dem Stand beschleunigt werden, sondern der Rotor gleicht lediglich die Strömungsverluste aus. Daraus ergeben sich prinzipiell zwei Möglichkeiten:
1. Da die an der Luft verrichtete Arbeit den Strömungsverlusten enstpricht, könnte man sie theoretisch ermitteln, indem man die Erwärmung der Luft misst. So ähnlich wurde ja ursprünglich auch die Äquivalenz von Arbeit und Wärme nachgewiesen. Praktisch dürfte das allerdings nicht so einfach sein, zumal die Luft ja auch von der Abwärme des Motors geheizt wird.
2. Du unterbrichst die Luftzirkulation, indem Du den Rotor in eine lange Röhre steckst. Allerdings wird Deine Waage dann eine deutlich höhere Kraft anzeigen, weil jetzt ein Impeller daran zieht.
Eine einfache Lösung kann ich Dir leider nicht anbieten.
Chri21
Verfasst am: 21. Dez 2011 02:02
Titel: Leistung aus Masse errechnen
Hallo zusammen,
ich glaub, ich hab einen Knoten im Kopf bei folgendem Problem:
Ich hab mir einen Prüfstand für Modellbau-Elektromotoren mit Propellern gebaut, dabei messe ich mit einer Feinwaage, wieviel Masse Motor + Propeller heben könnten, Ergebnis hier ist also kg. Ich möchte eine Datenbank aufbauen, wie der Wirkungsgrad pro Motor/Propellerkombination aussieht. Dazu brauche ich neben der leicht zu messenden elektrischen aufgenommenen Leistung noch die mechanische abgegebene Leistung. Und da setzts grad aus...
Ist es möglich aus der gehobenen Masse, der Luftdichte bei 20°C und dem Propellerdurchmesser die mechanische Leistung zu ermitteln?
Ich hätte es über den Volumenstrom probiert, bin aber gescheitert, da Wirkungsgrade über 1 rauskamen. Meine Messvorrichtung kann nicht die Fehlerquelle sein, geht auf 1,5% genau, die Eingangsspannungen und -ströme müssten auch genau sein, teuer genug war das Equipment jedenfalls.
Könnt ihr mir nen Tipp geben?
Meine Eingangsparameter sind z.B.
m=0,2kg; rho(Luft)=1,2041kg/m³; Propellerfläche=0,0506m²
Danke schon mal im Voraus und Grüße,
Christian