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Herb
Verfasst am: 07. Jul 2012 16:05
Titel:
Vorab bedanke ich mich erstmal für die Antworten.
D2 hat Folgendes geschrieben:
Wie gross soll der Abstand zwischen Boden der Schalle und der Tischplatte sein?
Wie schwer soll die Schale mit Dingen sein?
Müssen es unbedingt Magnetfelder sein die keine zusätzliche Energie benötigen?
Muss es unbedingt eine Schale schweben?
Gebe in Google Bild "schwebende Bilderrahmen"ein.
Hallo, D2.
Der Abstand zwischen den Boden und der Schale sollte keine genau bestimmte Größe vorweisen, sondern nur eingrenzend so groß sein, dass man sieht, dass die Schale schwebt. Da es sich ja nur um ein Gedanke handelt, was ich als, soweit machbar zu realisieren, eine "neuartige" Dekoration sehe, sollte es keine keine große Last tragen können.
Es sollte unbedingt ein Magnetfeld sein, die keine zusätzliche Energie benötigt, weil es eine einfache, spaßige Dekoration sein soll.
Ich habe mir mal diese sogenannten "schwebenden Bilderrahmen" angeschaut, aber diese sind ja elektrisch, was ich bei meiner Idee nicht mit beinhalten möchte.
MI hat Folgendes geschrieben:
Antwort: Nein, kann man nicht - zumindest nicht stabil oder metastabil. Schwebephänomene sind nicht mit statischen Feldern möglich.
Der Grund ist, dass dafür das Objekt in einer Potentialmulde liegen müsste - dazu müsste es aber eine Senke im Feld darstellen, was zumindest für normalmagnetische (paramagnetische, also insb. magnetische Stoffe) nicht möglich ist, da elektrische und magnetische Felder divergenzfrei sind.
Das nennt sich übrigens auch Satz von Earnshaw.
Alternativen:
Du brauchst diamagnetische Stoffe, weil für diese obiges nicht gilt. Allerdings sind diamagnetische Effekte i.A. verdammt klein. Das Schweben eines Frosches (siehe Ig-Nobelpreis von André Geim) z.B. erforderte ein Magnetfeld von mehreren Tesla.
Jetzt kann man die Diamagneten auch anders einsetzen, um magnetisch schwebende Stoffe zu stabilisieren. Keine Ahnung, ob das in deinen Dimensionen machbar ist.
Alternativ benötigst du pulsierende Magnetfelder oder Supraleiter.
Hallo, MI.
Da ich mich mit den ganzen Fachbegriffen nicht auskenne, frage ich in diesem Forum. Mein Gedanke ist ja hierbei eine Mulde zu bilden. Dadurch dass sich die Pole mit zunehmender Entfernung an Stärke verlieren, müsste man bei fester Positionierung von mehreren Dauermagneten eine Mulde bilden können. Dabei ist mir nicht ganz schlüssig, wieso sie die Möglichkeit verneinen und mit der Divergenzfreiheit begründen.
Bei Gelegenheit werde ich mich nach diesen Begriff mal erkundigen, hilfreicher wäre natürlich, wenn sie dies kurz in anderen Worten noch erklären könnten, falls ich bis dahin noch keine Zeit dazu hatte, nachzuschauen (Auch nach den Satz von Earnshaw).
jarCrack hat Folgendes geschrieben:
Stichwort:
http://de.wikipedia.org/wiki/Earnshaw-Theorem
Hallo, jarCrack.
Danke für den Link, wie schon zum Vorposter geschrieben, werde ich mich bei Zeiten erkundigen.
Mit freundlichen Grüßen,
Herb.
jarCrack
Verfasst am: 01. Jul 2012 22:25
Titel:
Stichwort:
http://de.wikipedia.org/wiki/Earnshaw-Theorem
MI
Verfasst am: 01. Jul 2012 22:23
Titel: Re: Fragen zum Magnetismus und ihre praktische Anwendung
Herb hat Folgendes geschrieben:
Guten Tag, Physikerboard-Community.
Meine Frage:
Kann man durch
fixierte, mehrere Dauermagneten
eine
Schale in der Luft schweben
lassen, und zwar so, dass sich auf der Schale
Dinge abstellen
lassen, ohne dass die Schale runterfällt?
Antwort: Nein, kann man nicht - zumindest nicht stabil oder metastabil. Schwebephänomene sind nicht mit statischen Feldern möglich.
Der Grund ist, dass dafür das Objekt in einer Potentialmulde liegen müsste - dazu müsste es aber eine Senke im Feld darstellen, was zumindest für normalmagnetische (paramagnetische, also insb. magnetische Stoffe) nicht möglich ist, da elektrische und magnetische Felder divergenzfrei sind.
Das nennt sich übrigens auch Satz von Earnshaw.
Alternativen:
Du brauchst diamagnetische Stoffe, weil für diese obiges nicht gilt. Allerdings sind diamagnetische Effekte i.A. verdammt klein. Das Schweben eines Frosches (siehe Ig-Nobelpreis von André Geim) z.B. erforderte ein Magnetfeld von mehreren Tesla.
Jetzt kann man die Diamagneten auch anders einsetzen, um magnetisch schwebende Stoffe zu stabilisieren. Keine Ahnung, ob das in deinen Dimensionen machbar ist.
Alternativ benötigst du pulsierende Magnetfelder oder Supraleiter.
Gruß
MI
D2
Verfasst am: 01. Jul 2012 20:11
Titel:
Wie gross soll der Abstand zwischen Boden der Schalle und der Tischplatte sein?
Wie schwer soll die Schale mit Dingen sein?
Müssen es unbedingt Magnetfelder sein die keine zusätzliche Energie benötigen?
Muss es unbedingt eine Schale schweben?
Gebe in Google Bild "schwebende Bilderrahmen"ein.
Herb
Verfasst am: 30. Jun 2012 14:53
Titel: Fragen zum Magnetismus und ihre praktische Anwendung
Guten Tag, Physikerboard-Community.
Meine Frage:
Kann man durch
fixierte, mehrere Dauermagneten
eine
Schale in der Luft schweben
lassen, und zwar so, dass sich auf der Schale
Dinge abstellen
lassen, ohne dass die Schale runterfällt?
Gleichzeitig ist wieder die Frage, ist es
finanziell verkraftbar
, oder sprengt dies jegliche Vorstellung und wäre in der praktischen Anwendung viel zu teuer, also eher
ineffizient
?
Meine Ideen:
Wenn man die Dauermagneten so aufstellt, dass sie in einer schiefen Lage alle auf einen Punkt zeigen (sozusagen sich auf ein Punkt zentrieren, welcher sich bildet durch den Schnittpunkt der mehreren Achsen der Dauermagneten), sollte es möglich sein, dort eine Schale abzustellen. Ein genügend starkes Magnetfeld aufzubauen, was auch die Schale in der Luft hält, und dies demnach auch finanziell für den Zweck vertretbar wäre, ist mir ein Rätsel, da ich mich mit den Preisen auch nicht auskenne. Es geht um den Zweck, dass es dekorativ weit erkennbar ist, Dinge in der Schale abzulegen und dennoch zu sehen ist, dass die Schale in der Luft schwebt, als sozusagen Zweck einer normalen Schale mit einer spaßigen, dekorativen Funktion.
Mit freundlichen Grüßen,
Herb.[/u]