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Bruce
Verfasst am: 08. Jul 2013 15:31
Titel:
Wer hat dir gesagt, dass es in Fesktkörpern keine lokale Polarisation gibt?
Die Dipolmomente der Wassermoleküle sind nicht weg, wenn Wasser zu Eis gefroren ist!
Erst die Dipolmomente der Wassermoleküle sorgen dafür, daß Wasser bei Raumtemperatur
flüssig ist und unterhalb von 0 grad Celsius gefriert.
Edelgase können bei sehr tiefen Temperaturen fest werden. Die Wechselwirkung ist
hier durch die Van der Waals Kräfte gegeben, die letzlich durch zeitlich fluktuierende
Dipolmomente der Edelgasatome zustande kommen.
Die elektrostatischen Ladungen der Ionen eines Salzes bleiben im Salzkristall erhalten.
Was Du vielleicht meinst, ist eine außen messbare makroskopische Polarisation einer Festkörperprobe.
Die Elektronen in Festkörpern reagieren natürlich auf äußere elektrische Felder, wie z.B. durch die von dir angeführte lokale Polarisation bei Anregung durch eine elektromagnetische Welle. Auf einer Längenskala, die viel größer ist als die paar hundert Nanometer des Lichtes, mißt man dann aber keine resultierende Polarisation, da sich die einzelnen
Dipolmomente in der Summe wieder gegenseitig aufheben.
Wolltest Du vielleicht fragen:
Gibt es Festkörperproben, die ohne äußeren Einfluß wie z.B. ein
elektrisches Feld (elektromagnetische Welle) über einen längeren Zeitraum eine messbare
elektrische Polarisation aufweisen, ahnlich wie Permanentmagnete eine Magnetisierung haben?
Gruß von Bruce
Festkörperphysik_Gast
Verfasst am: 08. Jul 2013 06:04
Titel: Dipolmoment, Polarisation
Folgende Verständnisfrage aus der Experimentalphysik. Wenn ich einen Festkörper habe und mit elektromagnetischen Wellen bestrahle, werden die Elektronen zum Schwingen angeregt. Nun heißt es in meinem Skript, dass das Licht den Körper polarisiert. Polarisation ist ja nun ein Maß für die Stärke des Dipolmoments und das Dipolmoment ist wiederum definiert als die Ladungstrennung zweier gegengerichteter Ladungsträger im Abstand l.
.
Frage: Warum führt also erst das Bestrahlen mit Licht zu einer Polarisation? Warum herrscht nicht so schon Polarisation? Ladungstrennung hat man doch immer in Atomen (positive Protonen, negative Elektronen), ohne dass die Elektronen erst schwingen müssten?