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VeryApe
Verfasst am: 03. Jan 2016 10:54
Titel:
das model würde schon passen.
Vielleicht wäre ein Ansatz, die Schwerpunktsgeschwindigkeit des Stabes in radial und tangential zu zerlegen, wobei die radiale Energie ja komplett im Stab absorbiert -> potentielle Energie Verformung und Zentrifugalpotential und dann wieder komplett frei gesetzt wird in entgegengesetzter Richtung, wenn sich der Stab gerade wieder vom Boden ablöst.
und die tangentiale Energie geht in Rotationsenergie um den Drehpunkt und in potentielle Lageenergie
Dabei hätte man noch das Problem das man nicht weiß unter welchen Winkel dann die Endgeschwindigkeit wirkt zum Ablösungzeitpunkt.
das müsste man mit dem Drehimpuls abschätzen
h.schrautzer@freenet.de
Verfasst am: 01. Jan 2016 21:48
Titel:
Ok ich frage deshalb, weil ich einen Vortrag über die Physik im Hochsprung halten soll. Bist du denn der Meinung, dass das Modell des Stabs für den Hochspringer nicht geeignet ist?
Gruß,
Hendrik
VeryApe
Verfasst am: 01. Jan 2016 21:27
Titel:
Zitat:
Das mit der Haftreibung und der festen Drehachse finde ich soweit plausibel. Trotzdem findet doch aufgrund der Impulserhaltung eine Reflektion des vertikalen Impulses statt, oder
Nimm eine Kugel her und wirf sie auf den Boden.
Eine Reflexion des vertikalen Impulses findet nicht aufgrund der Impulserhaltung statt. Die Impulserhaltung ist auch erfüllt wenn eine auf den Boden geworfene Kugel liegen bleibt.
Die Reflexion findet aufgrund der Energieerhaltung statt bei einem elastischen stoss..
Genau hier kannsd du das verwerfen, das gilt sicher nicht.
Weil der Stab nachher auch noch rotiert.
Meiner Meinung nach wird der Effekt falsch erklärt. Es wird davon gesprochen einen Stab schräg auf den Boden zu werfen.
Das reicht doch gar nicht.
Angenommen du hälst den Stab schräg und wirfsd ihn genau in Richtung schräge. dann hat er auf den Aufschlagpunkt keinen Drehimpuls.
Wie du richtig sagst hast du auf den Aufschlagpunkt ein resultierendes Drehmoment der Gewichtskraft.
Das würde bedeuten der Stab hat nachher einen Drehimpuls im Uhrzeigersinn.
Im Video hat er einen Drehimpuls gegen den Uhrzeigersinn.
Das würde nicht funktionieren.
Du mußt ihn also so aufwerfen das die Geschwindigkeit des Stabes flacher ist als die schräge des Stabes also mehr horizontal.
Im Video haut er doch den Stab auf den Boden und dreht ihn doch schon leicht vorher. Noch dazu zur nicht exakten Erklärung auch noch ein schlechter Wurf.
h.schrautzer@freenet.de
Verfasst am: 29. Dez 2015 17:55
Titel:
Danke erst mal für die Rückmeldung. Ich frag jetzt nochmal um sicher zu gehen dich richtig verstanden zu haben und hab dafür eine Skizze angehängt.
Das mit der Haftreibung und der festen Drehachse finde ich soweit plausibel. Trotzdem findet doch aufgrund der Impulserhaltung eine Reflektion des vertikalen Impulses statt, oder? Also:
Die Geschwindigkeit des Schwerpunktes
nach dem Stoß ist also:
Wenn ich jetzt den Auftreffpunkt als feste Drehachse betrachten kann, gilt also mit dem Trägheitsmoment I des Stabs bezogen auf diesen Punkt für einen Drehimpuls l:
Mit der Winkelgeschwindigkeit:
Ist das soweit richtig?
as_string
Verfasst am: 29. Dez 2015 11:32
Titel:
Hallo!
Der Stab wird am Boden durch die Haftreibung fast sofort gestoppt. Du kannst diesen Punkt als Drehachse betrachten, so lange er Kontakt zum Boden hat.
Du hast zwar Recht, dass durch die Schwerkraft ein Drehmoment in entgegen gesetzter Richtung wirkt, aber der Stab hat schon einen großen Drehimpuls in vorwärts gewandter Richtung, die genügt, den Schwerpunkt des Stabs recht ruckhaft nach oben zu beschleunigen.
Gruß
Marco
Hendrik S.
Verfasst am: 28. Dez 2015 19:34
Titel: Aufprallender Stab
Meine Frage:
Meine Frage bezieht sich auf folgendes Video:
https://www.youtube.com/watch?v=ltheVwdFTOw
Minute 2:00
Man sieht hier einen, schräg zum Boden hin, geworfenen Stab. Der Stab prallt ab und erfährt eine Drehung vom Werfer weg. Meine Frage ist nun: Warum tut der Stab dies? Gehen wir mal vom homogenen Stab aus.
Meine Ideen:
Im Video wird von aufrichtender Drehung gesprochen(klingt irgendwie nach Kreisel). In diesem Bezug habe ich hierzu jedoch nichts gefunden. Meiner Ansicht nach gibt es ein Drehmoment in die genau entgegengesetzte Richtung. Im Moment des Aufpralls wirkt die Normalkraft der Bodens auf die Spitze des Stabs nach oben und die Gewichtskraft auf den Schwerpunkt zum Boden hin. Dies müsste doch eigentlich ein genau entgegengesetztes Drehmoment erzeugen oder?