| dermarkus |
Verfasst am: 25. Jun 2008 12:36 Titel: |
|
Zum Teil ist das natürlich kein Zufall, dass eine Quantenmechanik-1-Vorlesung phasenweise so wirken kann, als ob das fast nur Lineare Algebra wäre.
Denn weil Zustände als Zustandsvektoren im Hilbertraum, Messungen als Operatoren, die auf diese Zustände wirken, und Messergebnisse als Eigenvektoren dieser Operatoren beschrieben werden, hat man in der Quantenmechanik oft ziemlich viel mit Vektorrechnung zu tun.
Auf der anderen Seite gibt es sicher auch Quantenmechanik-1-Vorlesungen, in denen man nicht so schnell den Eindruck bekommt, dass man außer "Linearer Algebra" nichts anderes zu sehen bekommt. Zum Beispiel, wenn die Vorlesung direkter mit konkreten Darstellungen (zum Beispiel der Ortsdarstellung oder der Impulsdarstellung) einsteigt und viele konkreten Aufgaben wie das Teilchen im Potentialtopf oder an der Potentialbarriere etc. direkt durch Lösen der Schrödingergleichung im Ortsraum mit den entsprechenden Randbedingungen angeht, und den Formalismus im Hilbertraum ein bisschen später anfängt. |
|