| PhyMaLehrer |
Verfasst am: 08. Dez 2010 14:59 Titel: |
|
Stell dir eine Schraubenfeder vor, an der ein Massestück hängt. Wenn du die Feder etwas dehnst und dann losläßt, schwingt sie frei mit einer Frequenz, die von dem Massestück und der Federkonstanten abhängt. Nehmen wir an, eine ganze Schwingung dauert genau 1 s. Damit ist die Frequenz 1 Hz. Dies ist die Eigenfrequenz des Systems Feder + Massestück.
Nun hältst du das obere Ende der Feder in der Hand. Die Feder sei in Ruhe. Wenn du nun nur kleine Bewegungen mit der Hand auf und ab machst, kannst du die Schwingung der Feder erregen. Wenn eine "Schwingung der Hand" auch 1 s dauert (entspricht einer Frequenz von 1 Hz), also die Erregerfrequenz gleich der Eigenfrequenz ist, genügen schon sehr kleine Handbewegungen, um große Ausschläge der Feder hervorzurufen. Das ist der Resonanzfall.
Wenn die Erregerfrequenz der Hand größer oder kleiner als die Eigenfrequenz von Feder + Massestück ist, bleiben die Ausschläge der Feder nur klein, da die Frequenzen nicht "zueinander passen" und die Handbewegungen den Schwingungen der Feder, die diese gern ungehindert ausführen würde, manchmal sogar entgegen wirken. |
|