| TomS |
Verfasst am: 14. März 2014 17:19 Titel: |
|
Ganz allgemein berechnest du die Eigenzeit eines beliebigen Beobachters wie folgt:
Dabei bedeutet g eine beliebige Raumzeit-Metrik und C eine beliebige Weltlinie, die ein Beobachter zurücklegt.
Als nächstes nutzt du aus, dass die Schwarzschildmetrik diagonal ist und dass x° = t gilt. Damit folgt
mit
Du siehst zwei Beiträge unter der Wurzel, einmal den rein gravitativen Effekt aus der 00-Komponente der Metrik, sowie den aus der SRT bekannten Effekt in v², allerdings noch verziert mit den ii-Komponenten der Metrik.
Du verwendest, dass die Koordinatenzeit t (in Schwarzschildkoordinaten) mit der Eigenzeit des unendlich weit entfernten, statischen Beobachters übereinstimmt.
Dies folgt aus der Form Schwarzschildmetrik
die für r gegen Unendlich die Form
annimmt.
Für statische Beobachter ist außerdem
Die Eigenzeit eines anderen, ebenfalls statischen Beobachters bei Radius r findest du, in dem du wieder die v² - Terme (bzw. die Radial- und die Winkelterme) gleich Null setzt und nur die 00-Komponente behältst
Daraus folgt die Zeitdilatation ausgedrückt mittels der Eigenzeiten zweier statischer Beobachter
Natürlich kannst du auch zwei Beobachter i=1,2 bei Radien r1 und r2 betrachten:
Im Quotienten der beiden Eigenzeiten für i=1,2 kürzt sich dann die Eigenzeit des Beobachters im Unendlichen heraus. |
|