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cos95
BeitragVerfasst am: 11. Mai 2015 23:15    Titel:

Wenn ich jetzt genauer darüber nachdenke zeigt deine Begründung den Fehler auf, allerdings ist es noch keine Begründung für wie die Bewegung überhaupt zustande kommen kann. Aber ich wurde durch den Beitrag auf eine mögliche Antwort gebracht.

Dabei sei hervorgehoben, dass meine Argumentation im "Kleinen" richtig zu sein scheint. Man stelle sich nämlich den Prozess nicht als eine fortwährende Bewegung, sondern als ein "Zusammentreffen und Abstoßen" vor. Wenn man ganz nahe an die Kontakstelle der Materie heranzoomen könnte, würde sich wahrscheinlich meine Argumentation bestätigen, in dem Sinne, dass der zweite Kasten tatsächlich erstmal ganz allein nach vorne beschleunigen würde, der Kontakt vom ersten Kasten abbricht und dieser dann wieder von mir nach vorn geschoben wird, bis er den zweiten Kasten wieder erreicht. Mit bloßem Auge würden wir aber dieses Abstoßen nicht wahrnehmen, stattdessen sieht es so aus als wären die Kästen ständig in Kontakt.

Mag jemand vielleicht dazu noch Stellung nehmen?
cos95
BeitragVerfasst am: 11. Mai 2015 23:05    Titel:

Clever, danke Augenzwinkern
jh8979
BeitragVerfasst am: 10. Mai 2015 21:25    Titel:

Der zweite Kasten kann nur eine Kraft auf den ersten ausüben (und umgekehrt), wenn sie sich berühren. Wenn nun also der eine wegbeschleunigen würde und der andere nicht, dann würden sich beide nicht mehr berühren und in dem Moment bricht Deine Argumentation zusammen.
cos95
BeitragVerfasst am: 10. Mai 2015 20:21    Titel:

Das beantwortet meine Frage aber nicht. Was genau ist falsch an dem Gedankengang? Dass Actio = Reaktio kein Kräftegleichgewicht ist, das ist hier nicht wirklich der Punkt oder? Vielmehr, wie kommt man durch theoretische Überlegungen dazu zu sagen, dass sich beide Kisten mit gleicher Beschleunigung bewegen müssen?
yellowfur
BeitragVerfasst am: 06. Mai 2015 13:11    Titel:

Du darfst das Gesetz Actio = Reactio nicht mit einem Kräftegleichgewicht verwechseln. Tatsächlich herrscht kein Kräftegleichgewicht, denn die beiden Kisten werden sich bewegen, wie du es schon beschrieben hast. Viel mehr meint Actio = Reactio, dass sich die zweite Kiste aufgrund ihrer Trägheit zunächst einmal gegen eine Beschleunigung stellt (Trägheit der Masse) und dass es somit die erste Kiste als Stoß braucht, um die zweite zu bewegen. Anders ausgedrückt muss eine irgendwie geartete Impulsänderung vorliegen, damit sich der Bewegungszustand eines Körpers im Vakuum ändert.
cos95
BeitragVerfasst am: 06. Mai 2015 12:52    Titel: Kontaktkraft beim Schieben

Folgendes Problem:

Es gibt zwei Kästen mit den Massen und , die sich berühren, sie stehen also in Kontakt miteinander. Wir fangen jetzt an den "vorderen" Kasten zu schieben und dieser wird auch den Kasten hinter ihm in Bewegung bringen, da sie ja in Berührung sind. Sei die Kraft mit der wir Schieben gleich .
Man kann nun ausrechnen, dass die Beschleunigung ist. Im Endeffekt kann man so tun, als ob man nur einen Körper mit der Masse von beiden Körpern schieben würde. Das kann man aber nur unter der Voraussetzung, dass beide Kästen die gleiche Beschleunigung erfahren. Genau dieser Umstand wirft aber einige Fragen auf. Warum darf man das voraussetzen?
Hierzu nämlich folgende Überlegung, der sicherlich ein Denkfehler oder eine fehlende Information zugrunde liegt:

Wir fangen also an den Kasten vor uns mit unserer Kraft zu schieben. Also wirken wir schonmal die Kraft Kasten Nummer 1. Dieser berührt aber Kasten Nummer 2. Somit müsste jetzt hier eine Kontaktkraft auftreten.[ Jetzt kommt ein Schritt, der falsch sein muss, aber es stellt sich die Frage warum?] Der Kasten Nummer 1 drückt also mit gegen Kasten Nummer 2. Aktio - Reaktio liefert zurück auf Kasten Nummer 1. Summa summarum heben sich und , die beide auf Kasten Nummer 1 wirken auf, und es bleibt auf Kasten Nummer 2, der praktisch meine ganze Schiebekraft abgekommt. Das Resultat müsste sein, dass Kasten 1 stehen bleibt, und Kasten 2 beschleunigt wird.

Wo ist hier der Denkfehler? Es ist, dass die Kraft die Kasten 1 auf Kasten 2 ausübt eben nicht gleich ist mit der Kraft, mit der ich schiebe. Aber WARUM?

Wenn ein Körper z.B. auf dem Tisch liegt, dann befindet er sich ja im statischen Gleichgewicht, weil seine Gewichtskraft wird vom Tisch ja wieder vollständig auf den Gegenstand reflektiert, also die Normalkraft ist betragsmäßig gleich aber der Gewichtskraft entgegengsetzt.
In meinem Beispiel ist die Normalkraft zwar auch entgegengesetzt, aber betragsmäßig ungleich. Das ergibt irgendwie keinen Sinn.

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