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Steffen Bühler
BeitragVerfasst am: 23. Sep 2015 17:15    Titel:

JoGie_ hat Folgendes geschrieben:
Ich habe 9,725cm^2


Die Seiten des Dreiecks sind hier nicht in Zentimetern bemaßt. Eine Seite ist 22,2m/s "lang", die andere, wie Du ja nun korrekt berechnet hast, 3,7s.

Nun berechne die Fläche wie üblich.

Wie schon geschrieben: wenn die Geschwindigkeit gleichbleiben würde, könnte man auch einfach s=vt berechnen. Das wäre dann kein Dreieck, sondern ein Rechteck.

Daher die Anregung, zu überlegen, welcher gleichbleibenden Geschwindigkeit dieses Bremsen wohl entspricht. Dann brauchst Du nämlich weder mein v-t-Diagramm noch GvCs Formeln!

Also noch mal: wenn Du eine Stunde Auto fährst, zuerst mit 0km/h beginnst, immer schneller wirst und dann nach einer Stunde 100km/h draufhast, wie weit bist Du gekommen? Siehst Du: so einfach geht das.
JoGie_
BeitragVerfasst am: 23. Sep 2015 17:02    Titel:

Steffen Bühler hat Folgendes geschrieben:

Siehst Du Deinen Lapsus?

Upps, du hast natürlich vollkommen recht... smile

Steffen Bühler hat Folgendes geschrieben:

Hast Du Dir denn schon mal das v-t-Diagramm hingezeichnet? Also eine gerade abfallende Linie, die die v-Achse bei 22,2m/s schneidet und die t-Achse bei eben der berechneten Zeit? Wie gesagt, die Fläche dieses Dreiecks ist der Bremsweg.

Das verstehe ich noch nicht ganz... Ich habe 9,725cm^2.. Aber das ist bestimmt der falsche Ansatz.. (Weil der Maßstab diesen Wert ja stark beeinflusst) grübelnd

Steffen Bühler hat Folgendes geschrieben:

Man kann's auch so ausdrücken: Du fährst während dieser Zeit zuerst mit 22,2m/s, zum Schluss mit Null. Dabei nimmt die Geschwindigkeit gleichmäßig ab. Das ist dasselbe, als ob Du diese Zeit mit welcher Geschwindigkeit gefahren wärst? Na?

Ich habe für deltaT ~3,7sek raus. Die Strecke bis zum Hindernis: 65m
also ~17,57m/s ? o_O
Steffen Bühler
BeitragVerfasst am: 23. Sep 2015 16:17    Titel:

Aber nein:





Siehst Du Deinen Lapsus?

Hast Du Dir denn schon mal das v-t-Diagramm hingezeichnet? Also eine gerade abfallende Linie, die die v-Achse bei 22,2m/s schneidet und die t-Achse bei eben der berechneten Zeit? Wie gesagt, die Fläche dieses Dreiecks ist der Bremsweg.

Man kann's auch so ausdrücken: Du fährst während dieser Zeit zuerst mit 22,2m/s, zum Schluss mit Null. Dabei nimmt die Geschwindigkeit gleichmäßig ab. Das ist dasselbe, als ob Du diese Zeit mit welcher Geschwindigkeit gefahren wärst? Na?
JoGie_
BeitragVerfasst am: 23. Sep 2015 16:06    Titel:

Steffen Bühler hat Folgendes geschrieben:
JoGie_ hat Folgendes geschrieben:


Wenn ich hier nach deltaT auflöse, bekomme ich -0,27 raus.


Ich nicht. 22,2 durch 6 ist im Bereich von 3. Rechne noch mal nach.

Ich dachte, ich muss die Gleichung nach deltaT auflösen... Also |:22,2m/s
dann steht dort doch:
oder liege ich dort falsch?

Ganz nebenbei: Was bringt es mir, wenn ich DeltaT raushabe? Eigentlich brauch ich den Wert doch nicht, da ich s suche?

Komme ich wie GvC geschrieben hat, ohne das Weg-Zeit-Gesetz und das Geschwindigkeits-Zeit-Gesetz nicht weiter?

Ich stecke irgendwie gerade fest :o
Steffen Bühler
BeitragVerfasst am: 22. Sep 2015 19:12    Titel: Re: Gleichförmige Bewegung (negative Beschleunigung)

JoGie_ hat Folgendes geschrieben:


Wenn ich hier nach deltaT auflöse, bekomme ich -0,27 raus.


Ich nicht. 22,2 durch 6 ist im Bereich von 3. Rechne noch mal nach.

Was das Vorzeichen betrifft: die Beschleunigung ist ja Geschwindigkeitsunterschied durch Zeitunterschied. Ersterer ist negativ, die Endgeschwindigkeit ist ja kleiner als die zu Anfang.

Die Paralleldiskussion zum "negativen Bremsweg" habe ich hierher ausgelagert.
JoGie_
BeitragVerfasst am: 22. Sep 2015 18:15    Titel:

GvC hat Folgendes geschrieben:
JoGie_ hat Folgendes geschrieben:
Leider hatten wir das Weg-Zeit-Gesetz und Geschwindigkeits-Zeit-Gesetz noch nicht...


Das glaube ich nicht. Denn ohne beispielsweise die Geschwindigkeits-Zeit-Gleichung könntest Du gar kein v-t-Diagramm zeichnen, was aber zur Lösung nach Steffen notwendig ist.


Du hast wohl Recht, aber ich habe die Gleichung in dieser Art noch nicht gesehen.. Aber was solls Hammer
GvC
BeitragVerfasst am: 22. Sep 2015 18:06    Titel:

JoGie_ hat Folgendes geschrieben:
Leider hatten wir das Weg-Zeit-Gesetz und Geschwindigkeits-Zeit-Gesetz noch nicht...


Das glaube ich nicht. Denn ohne beispielsweise die Geschwindigkeits-Zeit-Gleichung könntest Du gar kein v-t-Diagramm zeichnen, was aber zur Lösung nach Steffen notwendig ist.
JoGie_
BeitragVerfasst am: 22. Sep 2015 18:00    Titel: Re: Gleichförmige Bewegung (negative Beschleunigung)

Steffen Bühler hat Folgendes geschrieben:


JoGie_ hat Folgendes geschrieben:
Jetzt habe ich versucht, in die Formel a= deltaV/deltaT die bekannten Werte (a und v) einzusetzen und nach t umzustellen.


Prima. Was ergibt t?


Wenn ich hier nach deltaT auflöse, bekomme ich -0,27 raus... Macht das Sinn?? o_O

@GvC Leider hatten wir das Weg-Zeit-Gesetz und Geschwindigkeits-Zeit-Gesetz noch nicht... Ich gehe deshalb lieber auf Steffens Lösung ein...
GvC
BeitragVerfasst am: 22. Sep 2015 17:13    Titel:

Manche tun sich mit zeicherischen Lösungen etwas schwerer als mit rechnerischen.

Die gleichmäßig beschleunigte (verzögerte) Bewegung wird durch zwei Gleichungen beschrieben:

Weg-Zeit-Gesetz:

und
Geschwindigkeits-Zeit-Gesetz


Im vorliegenden Fall sind a=6m/s², v0=80km/h, v=0 und s0=0 gegeben. Dann bleiben in den beiden Gleichungen insgesamt 2 Unbekannte übrig. Nur eine davon, nämlich der Weg s soll bestimmt werden. Die Zeit t ist nicht gefragt. Deshalb braucht man sie auch nicht zahlenmäßig auszurechnen.

Hier würde ich die zweite Gleichung nach t auflösen und in die erste Gleichung einsetzen. Da kommt dann raus



was sicherlich ganz leicht auszurechnen ist, oder?
Steffen Bühler
BeitragVerfasst am: 22. Sep 2015 16:48    Titel: Re: Gleichförmige Bewegung (negative Beschleunigung)

Willkommen im Physikerboard!

JoGie_ hat Folgendes geschrieben:

s1 (Reaktionsweg, bis der Fahrer die Bremsung einleitet)=17,7m


Richtig.

JoGie_ hat Folgendes geschrieben:
Jetzt habe ich versucht, in die Formel a= deltaV/deltaT die bekannten Werte (a und v) einzusetzen und nach t umzustellen.


Prima. Was ergibt t?

JoGie_ hat Folgendes geschrieben:
Dann hatte ich vor, t in die Formel s=v/t einzusetzen


Die Formel ist falsch. Wenn, dann s=v*t. Aber das gilt nur für gleichbleibende Geschwindigkeit. Hier nimmt v aber gleichmäßig ab. Was ist also zu tun?

Ein v-t-Diagramm hilft hier ungemein. Die Fläche ist dann der Weg.

Viele Grüße
Steffen
JoGie_
BeitragVerfasst am: 22. Sep 2015 16:28    Titel: Gleichförmige Bewegung (negative Beschleunigung)

Meine Frage:
Hallo liebe Physiker,
irgendwie stecke ich gerade etwas fest, deshalb habe ich im Moment Probleme mit dieser (eigentlich recht simplen) Aufgabe:

Ein PKW fährt mit einer Geschwindigkeit von 80km/h. Der Fahrer bemerkt, dass sich in 65m ein Hindernis befindet. Nach einer Reaktionszeit von 0,8sek bremst er mit einer negativen Beschleunigung von -6,0m/s^2 ab.
Kommt sein Fahrzeug rechtzeitig zum Stehen?

Meine Ideen:
Folgendes habe ich bereits (versucht):
gegeben: v=80km/h a=-6,0m/s^2
gesucht: s=?

s1 (Reaktionsweg, bis der Fahrer die Bremsung einleitet)=17,7m
s2 (eigentlicher Bremsweg)=?

Jetzt habe ich versucht, in die Formel a= deltaV/deltaT die bekannten Werte (a und v) einzusetzen und nach t umzustellen. Dann hatte ich vor, t in die Formel s=v/t einzusetzen, um die Strecke herauszubekommen.

Liege ich hiermit richtig? Ich habe t=-0,27 herausbekommen, was irgendwie keinen Sinn macht..

Danke im Vorraus

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