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| Brillant |
Verfasst am: 23. Okt 2018 01:16 Titel: |
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Stelle dir ein Laufband mit konstanter Geschwindigkeit vor und lasse die Kugel im rechten Winkel zur Laufrichtung aufsetzen. Sie wird auf dem Band eine gerade, diagonale Linie abfärben. Warum? Weil die Geschwindigkeit der Unterlage in jedem Berührungspunkt mit der Kugel gleich ist.
Nun stelle dir vor, das Laufband beschleunigt, während die Kugel quert. Für einen außenstehenden Beobachter legt die Kugel nach wie vor eine gerade Strecke zurück und kommt an der gegenüberliegenden Seite vom Eintrittspunkt wieder raus. Aber die Farbspur auf dem Band wird nicht mehr geradlinig sein. Sondern?
Und wenn du nun eine Kugel über eine mit konstanter Geschwindigkeit rotierende Fläche laufen lässt, ist die Geschwindigkeit der Fläche unter der Kugel ständig eine andere. Wie auf dem beschleunigten Laufband. |
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| Myon |
Verfasst am: 21. Okt 2018 12:46 Titel: |
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Das Beispiel mit der Kugel, die auf einer sich drehenden Scheibe rollt, ist nicht ganz unproblematisch. Die Kugel bewegt sich -aus Sicht eines Inertialsystems- nur dann gleichförmig, wenn von der Scheibe keine Kraft auf die Kugel ausgeübt wird. Die Kugel müsste also auf der Scheibe gleiten.
Man kann die Bewegung und die Coriolisbeschleunigung rein rechnerisch herleiten. Anschaulich würde ich mir das Ganze anstatt mit der Trägheit eher dadurch erklären, dass man sich vorstellt, wie sich das Bezugssystem/Koordinatensystem unter der Masse, die sich gleichförmig bewegt, wegdreht. Du könntest Dir z.B. vorstellen, dass man mit einem Stift mit konstanter Geschwindigkeit entlang einer Geraden fährt, und darunter sich eine Scheibe dreht. In diesem Fall sollte anschaulich klar sein, dass auf der Scheibe die Figur einer Spirale entsteht. Daraus wird auch klar, dass die Bahn im rotierenden Bezugssystem nur zu Beginn (nahe beim Mittelpunkt) näherungsweise parabelförmig ist, wenn die Geschwindigkeit der Scheibe relativ zur Geschwindigkeit des Stifts klein ist und der Geschwindigkeitsvektor im rotierenden System praktisch in radialer Richtung zeigt. |
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| Bgthbvf |
Verfasst am: 20. Okt 2018 08:10 Titel: Corioliskraft |
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Meine Frage: Hallo , Ich habe mich in letzter Zeit etwas mit schrinkräften beschäftigt und kurz bevor ich mit der Corioliskraft angefangen habe hatte das auch wirklich alles Sinn gemacht für mich ! Damit meine ich , dass diese scheinkräfte durch die Trägheit der Massen verursacht wird , was zb bei der zentrifugalkraft erfahrungsgemäß und intuitiv richtig ist . Nun zur Corioliskraft : Sie tritt bei kreisförmigen Bewegungen im bezugssystem , dass sich mit im Kreis dreht , auf . Wenn man sich im Mittelpunkt einer rotierenden Scheibe befindet und der Beobachter sich in einem inertialsystem ( also er rotiert nicht ) und man lässt eine Kugel , die abfärbt und ihre Bahn somit deutlich macht , vom Mittelpunkt nach außen rollen , dann könnte der Beobachter im inertialsystem eine geradlinige Bewegung sehen . Dennoch ist die Farbspur der Kugel parabelförmig . Das liegt denke ich daran , dass die Kugel die rotierende Drehscheibe ( kein inertialsystem) eingefärbt hat . Der Beobachter im inertialsystem beschreibt diese Bewegung der Kugel indem er mit fug und Recht behaupten kann , dass der Mittelpunkt der Drehscheibe ( oder der , der die Kugel rollen ließ ) diese Parabel sieht , weil er sich von der Bahn der Kugel wegrotiert hat . Doch müsste ich nochmal erklärt bekommen wieso die Bahn jetzt ausgerechnet parabelförmig ist . Der rotierende Beobachter kann ja jetzt nicht auch sagen , dass er sich mit der Scheibe rotiert , da die Scheibe für in in Ruhe ist und die Kugel ihre Bahn ändert , das liegt dann an der Corioliskraft. Doch was hat das mit der Trägheit zu tun , durch die scheinkräfte sonst auftreten ? ich kann mir das nicht so recht vorstellen ..
Meine Ideen: Wenn jemand ein gedankenexperiment zum Vorstellen hat , wo man es eventuell besser versteht , würde ich mich sehr freuen , wenn man es mir schreiben würde . Schöne Grüße! |
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