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blurry333



Anmeldungsdatum: 03.01.2009
Beiträge: 82
Wohnort: Weiden

Beitrag blurry333 Verfasst am: 06. Dez 2010 01:00    Titel: Induktivität Antworten mit Zitat

Durch eine größere Induktivität wird eine größere Selbstinduktionsspannung induziert. Sie wirkt der anliegenden Spannung entgegen und verringert den Strom und damit den Widerstand. Eine höhere Frequenz bedeutet eine schnellere Änderung der Spannung bzw. des Stroms und führt wiederum zu einer größeren Selbstinduktionsspannung.

eine größere selbstinduktion verringert den Strom . Aber geringer Strom
bedeutet doch höherer Widerstand ?


Und was bedeutet folgendes:

Baut bei einer Stromänderung ein Magnetfeld, das eben dieser Stromänderung entgegenwirkt

Wie soll das Magnetfeld denn entgegenwirken ?? Wird dann der stromfluss kleiner oder was
dermarkus
Administrator


Anmeldungsdatum: 12.01.2006
Beiträge: 14788

Beitrag dermarkus Verfasst am: 06. Dez 2010 01:32    Titel: Re: Induktivität Antworten mit Zitat

blurry333 hat Folgendes geschrieben:

eine größere selbstinduktion verringert den Strom . Aber geringer Strom
bedeutet doch höherer Widerstand ?

Ich vermute, da meinst du den Fall mit Wechselstrom. Da ist die Stromstärke in der Tat kleiner, wenn man eine Spule mit größerer Induktivität in den Stromkreis einbaut.

Geringerer Strom bedeutet in der Tat dann in gewisser Weise einen höheren Widerstand. Dieser Widerstand ist hier ein sogenannter Blindwiderstand.

(Falls dir diese Begriffe teilweise bisher noch nichts sagen sollten, dann kommt das sicher noch detaillierter im Laufe deines zukünftigen Unterrichts oder so.)

Zitat:

Und was bedeutet folgendes:

Baut bei einer Stromänderung ein Magnetfeld, das eben dieser Stromänderung entgegenwirkt

Wie soll das Magnetfeld denn entgegenwirken ?? Wird dann der stromfluss kleiner oder was

Du weißt ja, dass eine Spule ein Magnetfeld machen kann, indem Strom durchfließt.

Wenn man nun versucht, das Magnetfeld, das durch die Spule durchgeht, zu vergrößern, dann wehrt sich die Spule dagegen, mit einer Induktionsspannung, die so gerichtet ist, dass sie versucht einen Strom in der Spule anzutreiben, der ein Magnetfeld in entgegengesetzter Richtung zum äußeren Magnetfeld erzeugt.

Wenn man versucht, das Magnetfeld, das durch die Spule geht, zu verkleinern, (zum Beispiel indem man einen Magneten von der Spule entfernt), dann wehrt sich die Spule dagegen, indem sie eine Induktionsspannung erzeugt, die einen Strom antreibt, der so gerichtet ist, dass er ein Magnetfeld durch die Spule erzeugt, das in dieselbe Richtung zeigt wie das äußere Magnetfeld.


Ganz kurz gesagt: so eine Spule mag keine Veränderungen (wenn sie die Stärke des magnetischen Flusses durch die Spule betreffen) und wehrt sich dagegen. Das nennt man Induktion. Die Waffen der Spule, mit denen sie "Induktion betreibt", sind Induktionsspannung und damit induzierter Strom und das davon in der Spule erzeugte Magnetfeld.
blurry333



Anmeldungsdatum: 03.01.2009
Beiträge: 82
Wohnort: Weiden

Beitrag blurry333 Verfasst am: 06. Dez 2010 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

erst mal danke.

Aber wieso reagiert die spule so ?
Beruht das rein auf Beobachtung ?

Und außerdem:

Sagen wir ich erhöhe den Strom von 4 A auf 6 A .

Die Spule erzeugt eine Gegenspannung. d.h. es fließen keine 6 A durch
sondern vielleicht nur 5A da ja die spule die Gegenspannung aufbaut.
Wie lange dauert es bis die 6 A dann endlich fließen ?
Gargy



Anmeldungsdatum: 24.11.2006
Beiträge: 1046

Beitrag Gargy Verfasst am: 07. Dez 2010 11:05    Titel: Re: Induktivität Antworten mit Zitat

blurry333 hat Folgendes geschrieben:
... und verringert den Strom und damit den Widerstand. ...


grübelnd

Erhöht das nicht den Widerstand?

_________________
Ich habe ins Blaue geschossen und ins Schwarze getroffen - Friedrich Dürrenmatt
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 07. Dez 2010 15:12    Titel: Antworten mit Zitat

@blurry333
Du solltest Dir die grundlegende Strom-/Spannungsbeziehung an der Spule verinnerlichen, nämlich (Induktionsgesetz)



bzw.



Dabei weisen u und i in dieselbe Richtung (Verbraucherzählpfeilsystem). Die induzierte Spannung (Erzeugerspannung) muss laut Maschensatz (Summe aller Verbraucherspannungen gleich Summe alle Erzeugerspannungen) natürlich gleich der an der Spule anliegenden Spannung sein.

blurry hat Folgendes geschrieben:
Sagen wir ich erhöhe den Strom von 4 A auf 6 A .


Das sagt noch gar nichts. Laut Induktionsgesetz (s.o.) kommt es auf die Stromänderung pro Zeit an. Die Stromänderung kann nicht spontan geschehen. Der Strom wird also mehr oder weniger langsam von 4A auf 6A ansteigen. Weshalb er bei 5A stehen bleiben oder gar spontan bei 5A beginnen sollte, ist entsprechend den obigen Gleichungen überhaupt nicht einzusehen.
blurry333



Anmeldungsdatum: 03.01.2009
Beiträge: 82
Wohnort: Weiden

Beitrag blurry333 Verfasst am: 07. Dez 2010 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

gilt denn die gleichung

u=L* di / dt

nicht allein für die Gegenspannung aber nicht für die tatsächliche
Spannung an der Spule ?
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