RegistrierenRegistrieren   LoginLogin   FAQFAQ    SuchenSuchen   
Elektronenbündel dringt senkrecht in Magnetfeld ein - gesuch
 
Neue Frage »
Antworten »
    Foren-Übersicht -> Elektrik
Autor Nachricht
physikomanni
Gast





Beitrag physikomanni Verfasst am: 01. Jul 2011 20:32    Titel: Elektronenbündel dringt senkrecht in Magnetfeld ein - gesuch Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Ein durch eine Spannung von 1kV beschleunigtes Elektronenbündel trifft senkrecht auf ein homogenes Magnetfeld. Das Feld ist 4cm breit. Wie groß muss die magnetische Flussdichte sein, damit das Elektronenbündel um 60° aus seiner ursprünglichen Richtung abgelenkt wird?

Meine Ideen:
Also ich komm hier nicht mehr weiter. Mein Ansatz ist der, dass ich die Geschwindigkeit des Bündels ausrechne und schließlich über ein Kräftegleichgewicht von Radial- und Lorentzkraft irgendwie zu B komme. Allerdings weis ich nicht, wie ich den Winkel mit einbeziehe und die Breite des Magnetfeldes. Für eure Hilfe wäre ich sehr dankbar.
Chillosaurus



Anmeldungsdatum: 07.08.2010
Beiträge: 2440

Beitrag Chillosaurus Verfasst am: 01. Jul 2011 21:50    Titel: Re: Elektronenbündel dringt senkrecht in Magnetfeld ein - ge Antworten mit Zitat

physikomanni hat Folgendes geschrieben:
[...]Allerdings weis ich nicht, wie ich den Winkel mit einbeziehe und die Breite des Magnetfeldes. Für eure Hilfe wäre ich sehr dankbar.

Breite:= b, Winkel:=A, abgelenkter Weg:=y
tan(A)=2y/b -->y
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 02. Jul 2011 00:40    Titel: Antworten mit Zitat

Chillosaurus hat Folgendes geschrieben:
Breite:= b, Winkel:=A, abgelenkter Weg:=y
tan(A)=2y/b -->y


Das glaub ich Dir erst, wenn Du mir das anhand einer Skizze erläutert hast. Oder auch nicht. Das hängt ganz von Deiner Erläuterung ab.

Ich fürchte jedenfalls, dass Du eine Kreissehne betrachtet hast, wo Du eine Tangente hättest anschauen sollen. Denn die Richtung der Elektronen beim Verlassen des Magnetfeldes ist die der Tangente an die Kreisbahn, nicht die der Sehne zwischen Ein- und Austrittspunkt.
Chillosaurus



Anmeldungsdatum: 07.08.2010
Beiträge: 2440

Beitrag Chillosaurus Verfasst am: 02. Jul 2011 09:52    Titel: Antworten mit Zitat

GvC hat Folgendes geschrieben:
[...]
Das glaub ich Dir erst, wenn Du mir das anhand einer Skizze erläutert hast. Oder auch nicht. Das hängt ganz von Deiner Erläuterung ab.
[...]

Ich versuch es einmal aber ohne Skizze.
Zu zeigen: tan(A)=2y/b
Im Magnetfeld erhält das Teilchen nun die Beschleunigung:
a=e*B*v/m --> Geschwindigkeit e*B*v/m*t --> Endgeschwindigkeit: vE=e*B*b/m
Die Strecke y ergibts sich gemäß at²/2= eBb²/(2mv)
Nun suche ich den Wert für z, bei dem Gerade: y+vE*t' mit t'=(z-b)/v gerade 0 wird, da das Teilchen nach Verlassen des B-Feldes mit der Geschwindigkeit vE weiterfliegt (Tangente an der Stelle b).
Nach Ausklammern führt dies auf die Gleichung: 0=0,5 b²-b²+b*z
Wegen b>0 gilt also 0=0,5b-z und folglich z=b/2
Die Verlängerung der Geraden, auf der das Teilchen weiterfliegt schneidet also genau bei b/2 die waagerechte Achse. Der Winkel tan(A) ist dementsprechend:
tan(A)=y/z=2y/b.
physikmanni



Anmeldungsdatum: 01.07.2011
Beiträge: 2

Beitrag physikmanni Verfasst am: 02. Jul 2011 10:45    Titel: Antworten mit Zitat

Das erschließt sich mir leider nicht wirklich. Rauskommen sollten jedenfalls 2,31 mT. Aber vielleicht hat ja noch jemand anderes eine leichtere Erklärung.
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 02. Jul 2011 10:56    Titel: Antworten mit Zitat

Chillosaurus hat Folgendes geschrieben:
Im Magnetfeld erhält das Teilchen nun die Beschleunigung:
a=e*B*v/m --> Geschwindigkeit e*B*v/m*t --> Endgeschwindigkeit: vE=e*B*b/m


Irgendetwas stimmt da nicht. Die Beschleunigung im Magnetfeld ist senkrecht zur Bewegungsrichtung gerichtet. D.h. die Geschwindigkeit bleibt konstant, sie ist durch die Beschleunigung im elektrischen Feld vor Eintritt in das Magnetfeld bereits erreicht worden und nach Energieerhaltungssatz gerade . Bei Eintritt in das Magnetfeld werden die Teilchen senkrecht abgelenkt, d.h. sie beschreiben eine Kreisbahn, bis sie die Begrenzung des Magnetfeldes erreicht haben. Von dort fliegen sie tangential mit derselben Geschwindigkeit weiter, die sie beim Eintritt in das Magnetfeld hatten. Es handelt sich also um die Tangente an einen Kreis und nicht, wie es jetzt bei Dir auszusehen scheint, um die Tangente an eine Parabel. Wie gesagt, ohne Skizze kann ich Deine Argumentation nicht richtig nachvollziehen.
physikmanni



Anmeldungsdatum: 01.07.2011
Beiträge: 2

Beitrag physikmanni Verfasst am: 02. Jul 2011 11:03    Titel: Antworten mit Zitat

Waow i got it.

Also über Ekin=E*e habe ich v berechnet. Dann hab ich b durch sinus von 60° geteilt und so r erhalten und schließlich alles in den Endtherm Lorentzkraft=Radialkraft gepackt. Siehe da B ergibt sich zu 2,31 mT.
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 02. Jul 2011 12:18    Titel: Antworten mit Zitat

Genauso ist es! Chillosaurus hätte mit seinem Ansatz Schiffbruch erlitten.
Chillosaurus



Anmeldungsdatum: 07.08.2010
Beiträge: 2440

Beitrag Chillosaurus Verfasst am: 02. Jul 2011 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

Check, das lässt sich nicht so einfach vom E-Feld übertragen, da sich die waagerechte Komponente der Geschwindigkeit auch ändert.
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 03. Jul 2011 17:20    Titel: Antworten mit Zitat

Chillosaurus hat Folgendes geschrieben:
Check, das lässt sich nicht so einfach vom E-Feld übertragen, da sich die waagerechte Komponente der Geschwindigkeit auch ändert.


Ja, und die senkrechte Komponente auch. Beide zusammen (geometrische Summe) ergeben immer die Geschwindigkeit, mit der die Elektronen in das Magnetfeld eingetreten sind.
Neue Frage »
Antworten »
    Foren-Übersicht -> Elektrik