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Wechselwirkungsgesetz
 
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ProKeylg
Gast





Beitrag ProKeylg Verfasst am: 08. Dez 2011 20:22    Titel: Wechselwirkungsgesetz Antworten mit Zitat

Hallo, Prost

hab eine kurze Frage zum Wechselwirkungsgesetz:

Wenn man auf einen Körper Druck ausübt, also zum Beispiel mit der Faust gegen eine Wand drückt, so wirkt ja zunächst einmal die actio in Richtung des Drückens mit einem bestimmten Betrag ansetzend an der Wand, so entsteht ja auch eine reactio.
Setzt nun in diesem Fall die reactio wieder an der Wand an, wirkt entgegengesetzt, also in Richtung des Drückers, und mit demselben Betrag wie gedrückt wird?
Wenn man ja zum Beispiel an einem Seil zieht, an welchem ein Körper befestigt ist, so wirken actio und reactio an unterschiedlichen Körpern, was bei der Ausübung von Druck nicht der Fall ist, oder?
Systemdynamiker



Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 594
Wohnort: Flurlingen

Beitrag Systemdynamiker Verfasst am: 09. Dez 2011 05:42    Titel: Zwei Körper Antworten mit Zitat

Im ersten Beispiel wirken Faust und Wand aufeinander. Zudem treten Actio und Reactio gleichzeitig auf. Die beiden Kräfte beschreiben die Stärke des gleichen Impulsstromes an der gleichen Stelle aber von zwei verschiedenen Systemen (Körper) aus.
_________________
Herzliche Grüsse Werner Maurer
DerDepp



Anmeldungsdatum: 17.11.2011
Beiträge: 21

Beitrag DerDepp Verfasst am: 09. Dez 2011 11:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hossa smile

Das Axiom von "actio=reactio" ist nichts anderes als die Forderung nach der Impulserhaltung: Die Summe der Impulse ist zeitlich konstant!

Sei die Kraft, die Körper 1 auf Körper 2 ausübt und sei die Kraft, die Körper 2 auf Körper 1 ausübt, dann gilt nach dem Axiom von "actio=reactio", dass beide Kräfte entgegengesetzt gleich groß sein müssen:



Nach dem zweiten Newton'schen Axiom gilt jedoch:



Dies in die Gleichung von zuvor eingestzt ergibt:



Integration beider Seiten nach der Zeit liefert die Impulserhaltung:



In Worten: Die Summe der Impulse bei einer Wechselwirkung ist konstant.

Wenn du mit der Faust gegen die Wand haust, übst du mit einer Masse m und der Geschwindigkeit v des Schalgs einen Impuls p=mv aus. Die Wand muss den entgegengesetzt gleich großen Impus aufbringen, damit die Summe Null bleibt. Also wirkt die Wand mit dem Impus p=-mv in entgegengesetzter Richtung, da die Wand im Allgemeinen nicht nachgibt. Auf deine Hand wirkt daher die doppelte Kraft deines Schlages... Das tut Aua!!!
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 09. Dez 2011 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

DerDepp hat Folgendes geschrieben:
Auf deine Hand wirkt daher die doppelte Kraft deines Schlages.


Diese Aussage solltest Du nochmal überprüfen.
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