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Phasenverschiebung
 
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tyrann619
Gast





Beitrag tyrann619 Verfasst am: 24. Mai 2012 18:57    Titel: Phasenverschiebung Antworten mit Zitat

Hallo, wir haben zurzeit in der Schule die Phasenverschiebung bei einer Spule und einem Kondensator. Jedoch verstehe ich nicht wieso das passiert.
Das mit Formeln zu beweisen ist kein Problem, aber ich möchte mir das auch gerne "vorstellen" können und nicht einfach so hinnehmen.
Also klar ist, dass das Magnetfeld bei der Spule der Entstehung entgegenwirkt.
Damit wird die Stromstärke und die Spannung kurz behindert. Wird die Stromstärke mehr behindert als die Spannung oder wieso hat man da eine Phasenversch.?

Welche Eigendschaften sind beim Kondensator dafür ausschlaggebend?


Und wofür wird das in der Praxis verwendet?
Wofür braucht man ein(e)Strom/Spannung die eher/später ihr Maximum erreicht?
franz



Anmeldungsdatum: 04.04.2009
Beiträge: 11583

Beitrag franz Verfasst am: 24. Mai 2012 19:54    Titel: Antworten mit Zitat

Anschaulich vielleicht: Auf der Schaukel sitzt eine Person 1 und schaukelt mit einer bestimmten Frequenz und Phase (wann ist sie zum Beispiel "rechts"). Person 2 stößt Person 1 im gleichen Rhythmus an, aber in anderer Phase. Wenn 1 rechts ist, schiebt 2 schon nach links. Kann man auch schön als gegenseitige "Verrückung" zweier Sinusschwingungen darstellen.
tyrann619
Gast





Beitrag tyrann619 Verfasst am: 24. Mai 2012 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Antwort, aber das war nicht wirklich das was ich wissen will.

Spule: Wird die Stromstärke mehr behindert als die Spannung?

Kond.: Braucht die Spannung länger zum aufladen als die Stromstärke?

Ich weiß schon die das aussieht. Sowohl aus Sinuskurve als auch als Zeigerdiagram
D2



Anmeldungsdatum: 10.01.2012
Beiträge: 1723

Beitrag D2 Verfasst am: 24. Mai 2012 21:08    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht hilft dir Vergleich aus der Hydraulik.
Für el Spannung U wird als Vergleichsgröße Druck P stehen, und für el. Strom I Volumen in der Zeit also V/t.

Die Induktivität einer Spule soll man als eine träge Masse vorstellen die in einem Rohr beweglich platziert ist.
Schalte Wasser ein, der Druck(Spannung für die Spule) steigt, aber der Wasserstrom(el .Strom in der Spule) kann nicht sofort fließen, sondern braucht Zeit(Phasenverschiebung). Umgekehrt, wenn das Wasser nicht mehr fließen darf, dann steigt der Druck (Spannung) durch die Trägheit der Masse(Induktivität der Spule).

Der Kondensator soll man als eine praktisch massenlose Gummimembran vorgestellt werden.
Wenn das Wasser fließt, beginnt sofort der Wassersstrom(el .Strom im Kondensator) zu fließen, der Druck (el .Spannung)wird später aufgebaut, wenn die Gummimembran nach und nach beginnt zu spannen(Phasenverschiebung).
Was die Formel betrifft, dann sind diese schlüssig z. B Volumen V steht für Ladung Q.
Mit dem Vergleich kann man auch Transformator(hydraulische Presse) mit einem Ventil (Diode), mit einem doppeltem Ventil (Stabilitron), mit einem dünnen Rohr(Widerstand) dargestellt werden.
tyrann619
Gast





Beitrag tyrann619 Verfasst am: 26. Mai 2012 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

Gut, soweit hab ich das nun verstanden.
Wie ist das aber jetzt an der spule bzw. hat es was mit dem Magnetfeld zu tuen? Wenn ja was.





Und eine Frage ist auch noch nicht beantwortet: Was hat das in der Praxis für einen Zweck?
D2



Anmeldungsdatum: 10.01.2012
Beiträge: 1723

Beitrag D2 Verfasst am: 27. Mai 2012 19:11    Titel: Antworten mit Zitat

Was möchtest du über das Magnetfeld wissen?
Elektrisches Feld hat statische Natur, das magnetische dynamische.
Kondensator besitzt keine Trägheit und speichert el .Energie. Die Induktivität ist träge, kann Energie in einem Magnetfeld speichern. Denke an eine Supraleitung die im Kreis geschlossen und stromdurchflossen wird.

In der Praxis, erhöht man an einer Tageslichtlampe die Netzspannung mit Hilfe der LC Rheinschaltung so weit, dass die Lampe zündet(Spannungsüberhöhung).

Wenn man ein Motor betreibt, kann man mit Hilfe der LC Parallelschaltung
die Stromstärke in den Zuleitungen begrenzen(Stromkompensation).
Ohne unterschiedliche Phasenverschiebungen zw. Strom und Spannung
an der Spule und an dem Kondensator, wäre es nicht möglich gewesen eine
Resonanz ob parallel oder seriell zu erzeugen.
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