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Wechsestrom durch Spule
 
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Mickey_D_Blue



Anmeldungsdatum: 17.11.2011
Beiträge: 77

Beitrag Mickey_D_Blue Verfasst am: 06. Jul 2012 10:04    Titel: Wechsestrom durch Spule Antworten mit Zitat

Und wieder ein Problem,

Also die Aufgabe lautet wie folgt:
Aus einem Draht mit einem spezifischen Widerstand (Rho=0,5 Ohm*mm²/m) wird eine zylindrische Spule mit N=100 Windungen gefertigt.
Durchmesser der Spule D=50mm, Länge der Spule l=200mm.
Der Durchmesser des Drahtes besträgt d=1mm

Frage: Wie groß ist der Strom durch die Spule, wenn an den Klemmen der Spule eine Wechselspannung mit f=10kHz und U=2V anliegt?


Meine Überlegungen

1) Ersatzbild für Spule = Spule + Widerstand in Reihe

2)

3) U = Effektivspannung => U(max) = U/sqrt(2)

Aber so komme ich nicht ganz weiter, da ich mit R nichts anfangen kann, außerdem wird in der Lösung mit komplexen Zahlen gerechnet.
Ist das immer so, dass man bei Wechselstrom (bzw. Spule und dann auch Kondensator) und wie geht das dann genau?

Ihr seht: Viele Fragen, wenig Ahnung
Trotzdem DANKE im Voraus!

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franz



Anmeldungsdatum: 04.04.2009
Beiträge: 11583

Beitrag franz Verfasst am: 06. Jul 2012 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

R dürfte der Ohmsche Widerstand des Drahtes sein; ergibt sich aus den Werten ganz oben ... dann L. (Wobei ich den Gesamtwiderstand anders in Erinnerung habe.)
Mickey_D_Blue



Anmeldungsdatum: 17.11.2011
Beiträge: 77

Beitrag Mickey_D_Blue Verfasst am: 06. Jul 2012 10:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hmmm . . .

Ok, jetzt komm ich auf nen falschen Wert, wenn ich den Drahtwiderstand als R miteinbeziehe.

Laut Lösung Nr. C) funktioniert des so, aber warum?
http://imageshack.us/f/838/etaufgabe26.jpg/

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franz



Anmeldungsdatum: 04.04.2009
Beiträge: 11583

Beitrag franz Verfasst am: 06. Jul 2012 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

Schritt 1: R. Hast Du dafür einen Ansatz oder Ergebnis?
Schritt 2: L.
Schritt 3: X (gesamt) usw.
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 06. Jul 2012 11:02    Titel: Antworten mit Zitat

Mickey_D_Blue hat Folgendes geschrieben:
Laut Lösung Nr. C) funktioniert des so, aber warum?


Weil es hier um sinusförmige Wechselgrößen geht. Da addieren sich die Wirk- und Blindwidferstände geometrisch (Pythagoras).

Wirkwiderstand R
Blindwiderstand XL=wL=2*pi*f*L

Gesamtwiderstand (Betrag der Gesamtimpedanz)



Demzufolge ist der Betrag des Stromes



Wenn als Spannung angegeben ist U=2V, dann handelt es sich um den Effektivwert. Demzufolge ist das oben berechnete I ebenfalls ein Effektivwert. Oder solltest Du ebenfalls die Phasenverschiebung zwischen U und I bestimmen? Die ist

Mickey_D_Blue



Anmeldungsdatum: 17.11.2011
Beiträge: 77

Beitrag Mickey_D_Blue Verfasst am: 06. Jul 2012 11:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hmmm . . .

Ok, das ist jetzt Neuland für mich. Also mir ist klar, dass im Sinus eine Blindleistung und eine Wirkleistung stecken, aber hebt sich die Blindleistung nicht raus, indem man die Annahme u(t) = Usin(wt) mit U = U(eff)/sprt(2)?

Und (ich nehm des jetzt einfach mal so hin) aber dann wär immer noch nicht geklärt, warum ich denn Anfangs komplex rechnen muss. Du hast es ja eben auch nicht getan?



EXTRAFRAGE ZUR PHASENVERSCHIEBUNG:

Gilt die dann auch für den Kondensator: Analog quasi arctan(Xc/R)?


***~~~***~~~***

Ok, also mit dem was ich jetzt hier gelernt habe sehe ich das so:
Mit L und R bereits bekannt . . .



Damit komme ich aber nicht auf den gewünschten Wert der Lösung Nr c)

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Zuletzt bearbeitet von Mickey_D_Blue am 06. Jul 2012 11:31, insgesamt 2-mal bearbeitet
franz



Anmeldungsdatum: 04.04.2009
Beiträge: 11583

Beitrag franz Verfasst am: 06. Jul 2012 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt keine komplexen Größen (Zeiger) im Stromkreis. Das erleichtert nur (wie auch bei Schwingungen oder Wellen) bestimmte Herleitungen und wenn es nicht verlangt wird: Lösungsformeln nutzen und fertig.
Zu jedem Wechselstromkreis gibt es eine Phasenverschiebung, wo R, L und C reinspielen.

Wieweit bist Du mit R und L?
franz



Anmeldungsdatum: 04.04.2009
Beiträge: 11583

Beitrag franz Verfasst am: 06. Jul 2012 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

paar Formeln


Zwischenablage11.jpg
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GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 06. Jul 2012 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Mickey_D_Blue hat Folgendes geschrieben:
Und (ich nehm des jetzt einfach mal so hin) aber dann wär immer noch nicht geklärt, warum ich denn Anfangs komplex rechnen muss. Du hast es ja eben auch nicht getan?


Doch, ich habe es gedanklich getan:



und davon der Betrag



Es geht auch komplizierter:



Mit dem konjugiert komplexen Ausdruck des Nenners erweitern:



und davon den Betrag nehmen:



Du könntest auch im Zeitbereich rechnen, aber da kämest speziell Du in Teufels Küche. Auf keinen Fall darfst Du Zeitbereich und komplexe Ebene (selbst wenn du nur die Beträge betrachtest, Du befindest ich immer noch in der komplexen Ebene) vermischen, wie Du es vorschlägst. Und schon gar nicht, indem Du den Effektivwert durch sqrt(2) dividierst. Die Rechnung im Zeitbereich sähe so aus:





Da versuche mal, was draus zu machen. Hier wird besonders deutlich, was franz gemeint hat: Die Rechnung in der komplexen Ebene stellt eine große Vereinfachung gegenüber der Rechnung im Zeitbereich dar.

Mickey_D_Blue hat Folgendes geschrieben:
Gilt die dann auch für den Kondensator: Analog quasi arctan(Xc/R)?


Nein, da gilt dann



Da Du mit der komplexen Rechnung nun noch überhaupt nicht vertraut bist, erübrigt sich eine Erklärung. Da hilft erstmal nur, die Nase ganz tief ins Lehrbuch zu stecken und sich das Verständnis selber zu erarbeiten. Das kann Dir niemand abnehmen.
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