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Verständnisproblem Kondensator
 
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tritium



Anmeldungsdatum: 29.08.2012
Beiträge: 34

Beitrag tritium Verfasst am: 23. Sep 2012 21:48    Titel: Verständnisproblem Kondensator Antworten mit Zitat

Hey, wenn ein Kondensator an einem Stromkreis angeschlossen ist, fließen die Ladungen erstmal zu einer Kondensatorplatte. Durch die Spannung erhöht sich nun die Anzahl der Ladungenen auf der Kondensatorplatte. Dadurch entsteht eine elektrische Feldstärke, welche die Ladungen auf der anderen Seite der Kondensatorplatte abstößt und es zu einem "Stromfluss" kommt.

Nun verstehe ich nicht ganz, wie and der Kondensatorplatte, die direkt mit der Spannungsquelle verbunden ist, so viele Elektronen aufnehmen kann. Die Elektronen wandern ja von der Spannungsquelle auf den Kondensator, stoßen dort die gegenüberliegenden Ladungen ab und dadurch kommt es wieder zu einem Gleichgewicht, weshalb wiederum mehr Elektronen von der Spannungsquelle zum Kondensator fließen. Aber irgendwann muss ja mal Schluss sein, da doch die Elektronen nicht wirklich fließen ( da ja zwischen den Kondensatorplatten ein Abstand ist) und somit auch irgendwann kein Platz mehr dafür im Material ist !

Worin liegt nur mein Denkfehler?
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 23. Sep 2012 21:59    Titel: Antworten mit Zitat

1. Es sind beide Kondensatorplatten an die Spannungsquelle angeschlossen, eine an den Plus-, die andere an den Minuspol.

2. Die Spannungsquelle wirkt als Ladungsträgerpumpe. Sobald sie an die Kondensatorplatten angeschlossen ist, "pumpt" sie Elektronen von der einen Platte auf die andere (Stromfluss). Dann bleibt auf einer Platte positive Ladung übrig, auf der anderen befindet sich ein negativer Ladungsüberschuss. Die Ladungen auf beiden Platten sind betragsmäßig gleich groß.

3. Der Ladungstransport hört auf, sobald das Fassungsvermögen (Kapazität) des Kondensators erreicht ist: C=Q/U
tritium



Anmeldungsdatum: 29.08.2012
Beiträge: 34

Beitrag tritium Verfasst am: 23. Sep 2012 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

1. Ok, das hört sich alles schon mal logisch an und mir scheint es auch langsam einzuleuchten. Es könnte zum Beispiel sein, dass ein Kondensator nach 5s " voll " ist und es zu einem Blitzschlag kommt, falls die Spannungsquelle nicht entfernt wird bzw. der Stromkreis nicht unterbrochen wird richtig?

2. Im Physik-Unterricht kam es mir immer so vor, als hätten die Lehrer gemeint, man könne bei einem Wechselstromkreis solange man will eine Spannungsquelle anlegen und es würde dann, solange man diesen Wechselstromkreis angeschaltet hat, ein Strom fließen ( solange man will, da sich ja die Ladungen zur Kondensator Platte hin und wieder zurückbewegen ). Aber dann müssten sich doch trotzdem die Elektronen auf einem Teil des Stromkreises ansammeln, weil sie ja nicht über den Kondensator fließen können, aber am Ende der Spannungsquelle die Elektronen die das Potential "neutralisieren". Somit sind dann an einem Teil des Stromkreises Elektronen zu viel und an dem anderen Elektronen zu wenig, weshalb es doch dann dennoch irgenndwann nicht mehr klappen sollte oder? ( zusammengefasste annahmen: wechselstromkreis, 1 kondensator )
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 23. Sep 2012 22:57    Titel: Antworten mit Zitat

Zu 1.
Ein Durchschlag passiert nur, wenn die anliegende Spannung die Spannungsfestigkeit des Kondensators übersteigt. Im Übrigen ist ein Kondensator nach 5s nur dann voll, wenn die Ladezeitkonstante tau=1s beträgt. Normalerweise sind die Zeitkonstanten deutlich kleiner.

Zu 2.
Bei Wechselspannung werden die Ladungen immer nur hin und her gepumpt, so dass jede Platte wechselweise mal positiv und mal negativ geladen ist. Was ist daran so ungewöhnlich? Bedenke, dass zu jedem Zeitpunkt die Beziehung Q=C*U gilt. Wenn die Wechselspannung gerade ihren Nulldurchgang hat, sie also Null ist, ist auch die Ladung auf den Kondensatorplatten Null.

"Durch" den Kondensator fließt zwar kein Ladungsträgerstrom, aber ein sog. "Verschiebungsstrom", der dieselbe Größe hat wie der Ladungsträgerstrom in den Zuleitungen. Er hat dieselbe wesentliche Eigenschaft wie der Ladungsträgerstrom; er ist nämlich ebenfals von einem Magnetfeld umgeben.
tritium



Anmeldungsdatum: 29.08.2012
Beiträge: 34

Beitrag tritium Verfasst am: 23. Sep 2012 23:25    Titel: Antworten mit Zitat

Nun verstehe ich aber nicht, wie es sein kann, dass bei der Spannungsquelle die Spannung ausgeglichen wird. Es gibt eine Anode und Kathode. Die Anodode nimmt die Ladungsträger auf, die im Stromkreis fließen. Wenn nun Spannung angelegt wird, müssen Anode und Kathode der Spannungsquelle also schließlich wechseln damit der Strom dennoch fließen kann ( bzw. Die Ladungsträger angepumpt werden, wenn bereits zu wenig ladung vorhanden ist auf der einen kondensator platte und abgepumpt wenn zu viel Ladung auf der anderen Kondensatorplatte vorhanden ist ). Ist das richtig?
Wie sollte z.B. eine Batterie ständig anode und kathode wechseln um Wechselstrom und somit einen Stromfluß in einem Stromkreis mit einem Kondensator erzeugen zu können ?

Vielen Dank bis jetzt! Es hat schon paar mal klick gemacht im Kopf ^^ Thumbs up!
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 24. Sep 2012 01:11    Titel: Antworten mit Zitat

tritium hat Folgendes geschrieben:
Wie sollte z.B. eine Batterie ständig anode und kathode wechseln um Wechselstrom und somit einen Stromfluß in einem Stromkreis mit einem Kondensator erzeugen zu können ?


Eine Batterie kann das nicht. Aber ein Wechselspannungsgenerator, so einer, der beispielsweise Deine Haushaltssteckdose speist, der kann das.
Wie.funktioniert.es



Anmeldungsdatum: 02.09.2012
Beiträge: 106

Beitrag Wie.funktioniert.es Verfasst am: 24. Sep 2012 01:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ist es eigentlich so, dass Eine Batterie nach und nach dem Stromfluss zum Minuspo erhöhenl muss, wenn der Pluspol schon zB halb voll mit Elektronen ist um die Spannung von zB 1,5 V zu erhalten?
_________________
.nicht
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 24. Sep 2012 02:30    Titel: Antworten mit Zitat

Wie.funktioniert.es hat Folgendes geschrieben:
Ist es eigentlich so, dass Eine Batterie nach und nach dem Stromfluss zum Minuspo erhöhenl muss, wenn der Pluspol schon zB halb voll mit Elektronen ist um die Spannung von zB 1,5 V zu erhalten?


Hä?

1. Die Elektronen werden vom Pluspol weggepumpt. Ich verstehe deshalb nicht, was Du mit "schon halb voll mit Elektronen" meinst.

2. Bei der Kondensatoraufladung sinkt der Strom im zeitlichen Verlauf von einem Maximalwert bis auf Null. Der Stromfluss wird also nicht erhöht.
Wie.funktioniert.es



Anmeldungsdatum: 02.09.2012
Beiträge: 106

Beitrag Wie.funktioniert.es Verfasst am: 24. Sep 2012 03:29    Titel: Antworten mit Zitat

häääää

steht doch da was ich meine.
Wenn eine Batterie kosnstant 1,5 v bringen soll und schon die Entladung weit fortgeschritten ist, dann müsste sie ja diesen Spannungsabfall zwischen den Polen ausgleichen indem sie die Ladung DIREKT am Elektronenloschickpol erhöht.

_________________
.nicht
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 24. Sep 2012 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

Wie.funktioniert.es hat Folgendes geschrieben:
... Elektronenloschickpol ...


grübelnd
Rmn



Anmeldungsdatum: 26.01.2010
Beiträge: 473

Beitrag Rmn Verfasst am: 24. Sep 2012 16:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ah lasst mich doch auch eine Frage einwerfen...
Welches E-Feld herrscht zwischen den Platten eines an eine Spannungsquelle angeschloßenen Kondensators?
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 24. Sep 2012 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

Rmn hat Folgendes geschrieben:
Ah lasst mich doch auch eine Frage einwerfen...
Welches E-Feld herrscht zwischen den Platten eines an eine Spannungsquelle angeschloßenen Kondensators?


Was soll denn diese triviale Frage? E=U/d. Es kommt also ganz auf den Elektrodenabstand d und die anliegende Spannung an, ob die Durchschlagfestigkeit des Dielektrikums erreicht wird oder nicht. Mit dem zeitlichen Ladevorgang, der zunächst nachgefragt war, hat das aber nur noch mittelbar etwas zu tun.
Rmn



Anmeldungsdatum: 26.01.2010
Beiträge: 473

Beitrag Rmn Verfasst am: 24. Sep 2012 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

GvC hat Folgendes geschrieben:
Rmn hat Folgendes geschrieben:
Ah lasst mich doch auch eine Frage einwerfen...
Welches E-Feld herrscht zwischen den Platten eines an eine Spannungsquelle angeschloßenen Kondensators?


Was soll denn diese triviale Frage? E=U/d. Es kommt also ganz auf den Elektrodenabstand d und die anliegende Spannung an, ob die Durchschlagfestigkeit des Dielektrikums erreicht wird oder nicht. Mit dem zeitlichen Ladevorgang, der zunächst nachgefragt war, hat das aber nur noch mittelbar etwas zu tun.
Ah ne, das sollte keine Andeutung oder Fangfrage sein, ich wundere mich einfach gerade über etwas triviales.
Das Feld ist also davon unabhängig, ob der Kondensator geladen oder entladen ist?
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 25. Sep 2012 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

Rmn hat Folgendes geschrieben:
Das Feld ist also davon unabhängig, ob der Kondensator geladen oder entladen ist?


Wie kommst Du darauf? Wenn der Kondensator ungeladen ist, ist die Spannung am Kondensator entsprechend U=Q/C=0/C=0 und demnach auch die Feldstärke E=U/d=0/d=0.
Rmn



Anmeldungsdatum: 26.01.2010
Beiträge: 473

Beitrag Rmn Verfasst am: 25. Sep 2012 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

Offensichtlich, mit U, der an dem Kondensator gemessener Spannung, nicht der Spannung der Spannungsquelle, in der Tat trivial. (Ich sollte den Widerstand nicht vernachlässigen)
Danke.

Was ich mir eigentlich überlege:
Wenn der Kondensator geladen wird, ist das Feld E~sigma. Das Feld im Leiter, mit dem Kondensator an die Spannungsquelle angeschloßen wird, geht dagegen gegen Null.
Beim Ladevorlang für t->0 ist das Feld im Kondensator E->0. Es gibt aber ein Feld im Leiter, der für die Bewegung der Ladungsträger zu den Platten sorgt. Das Feld beim Übergang ist D2=D1+sigma. Der Sprung im Feld ist also bedingt druch die Permittivitäten. Ich überlege mir gerade das Zustandekommen der Permittivität des Leiters.
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