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DerPhysiknoob
Gast





Beitrag DerPhysiknoob Verfasst am: 11. Nov 2012 21:02    Titel: Trafo Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Kann ein Trafo außer mit Wechselspannung auch mit ständig ändernder Spannung betrieben werden?

Meine Ideen:
-
D2



Anmeldungsdatum: 10.01.2012
Beiträge: 1723

Beitrag D2 Verfasst am: 11. Nov 2012 23:50    Titel: Antworten mit Zitat

Im Prinzip ja, ich habe selbst Wechselspannung gerichtet und diese über zwei Gleichrichter an zwei Primärspulen eines Trafo geschickt, an der Sekundärseite habe ich fast normale Wechselspannung gehabt.
Um transformiert zu werden muss die Wechselspannung nicht unbedingt sinusoidale Form haben.

Und an was hast du selbst gedacht?
So lange Spannungshöhe sich ändert, kann mann solche Spannung transformieren. Keine Änderung-keine Transformation.

_________________
Lösungen gibt es immer, man muss nur darauf kommen.
ForenVenneNEU



Anmeldungsdatum: 09.11.2012
Beiträge: 8

Beitrag ForenVenneNEU Verfasst am: 12. Nov 2012 14:04    Titel: Antworten mit Zitat

Wie mein Vorredner schon gesagt hat, muss der Trafo nicht mit einer Sinusspg. betrieben werden.

Es darf aber keine Rechteckspg. sein. Denn die Spannung ergibt sich unter anderem aus der Geschwindigkeit mit dem sich die magnetische Flußdichte ändert. Bzw.: Uind=dB/dt

Vielleicht hilft das ein wenig weiter. Leider wissen wir ja nicht welche Spg. du an die Primärseite anlegen möchtest.

Gruß Mathias
Klugscheißerlein
Gast





Beitrag Klugscheißerlein Verfasst am: 12. Nov 2012 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

ForenVenneNEU hat Folgendes geschrieben:
Es darf aber keine Rechteckspg. sein. Denn die Spannung ergibt sich unter anderem aus der Geschwindigkeit mit dem sich die magnetische Flußdichte ändert. Bzw.: Uind=dB/dt
Das ist denn doch eine zu gewagte Behauptung, es wird ja ständig durchgeführt.
ForenVenneNEU



Anmeldungsdatum: 09.11.2012
Beiträge: 8

Beitrag ForenVenneNEU Verfasst am: 13. Nov 2012 09:01    Titel: Antworten mit Zitat

Klugscheißerlein hat Folgendes geschrieben:
ForenVenneNEU hat Folgendes geschrieben:
Es darf aber keine Rechteckspg. sein. Denn die Spannung ergibt sich unter anderem aus der Geschwindigkeit mit dem sich die magnetische Flußdichte ändert. Bzw.: Uind=dB/dt
Das ist denn doch eine zu gewagte Behauptung, es wird ja ständig durchgeführt.


Warum ist das eine zu gewagte Behauptung?

Die Spannung U ergibt sich aus dem Integral Eds
E ergibt sich aus -v x B
Dass heißt entweder muss sich die Spule in der Fläche des B-Feldes bewegen oder das B-Feld muss sich zetlich verändern, sonst "entsteht" keine Geschwindigkeit v.

Und bei einer idealen rechteckspg. haben wir keine sich zeitlich verändernde Spg. (da der Sprung in unendlich schneller zeit statt findet.
Bei einer realen Rechteckspg, mag dies ein wenig anders aussehen, da wir eine Anstiegszeit haben.
In dieser Zeit haben wir auch tatsächlich ein sich zeitlich veränderndes B-Feld. Aber in welchem Fall wäre es denn Interessant nur die Anstiegszeit zu transferieren?

Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren....
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 13. Nov 2012 11:08    Titel: Antworten mit Zitat

ForenVenneNEU hat Folgendes geschrieben:
Und bei einer idealen rechteckspg. haben wir keine sich zeitlich verändernde Spg. (da der Sprung in unendlich schneller zeit statt findet.


Hier widersprichst Du Dir selber, denn es findet ja offensichtlich eine Spannungsänderung statt.

Aber das ist nicht der Punkt. Die physikalische Ursache für eine induzierte Spannung ist ein zeitlich sich ändernder magnetischer Fluss. Ein zeitlich veränderlicher magnetischer Fluss setzt einen zeitlich veränderlichen Strom voraus. Wird eine Spannung an eine Spule gelegt, steigt der Strom nach der Funktion



Dabei sind L und R die Induktivität und der ohmsche Widerstand der realen Spule.

Der Strom ist also - zumindest für eine gewisse Zeit - zeitlich veränderlich, erzeugt also ein zeitlich veränderliches Magnetfeld, welches wiederum eine Spannung induziert. Liegt die Periodendauer deutlich unter der Zeitkonstanten L/R der Spule, wird eine nahezu sinusförmige Spannung induziert.
ForenVenneNEU



Anmeldungsdatum: 09.11.2012
Beiträge: 8

Beitrag ForenVenneNEU Verfasst am: 13. Nov 2012 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmt, ich habe nur die sekundärseite betrachtet und bin zu sehr von einer idealen Primärseite bzw. von einer entsprechend niedrigen Frequenz ausgegangen. Manchmal sehe ich die Dinge zu Einseitig ;-)

Achso, zu dem widerspruch, naja ob das nun ein widerspruch ist... ich habe doch geschrieben dass ich von einer idealen rechteckspg ausgehe. Ein Sprung würde natürlich kein "vernünftiges Ergebnis" in der Ableitung liefern)

Eine andere Frage: Deine Stromgleichung kann aber so nicht bei einem Trafo angewandt werden, oder? Da wir einen magnetischen Fluß haben welcher dem Strom entgegenwirkt und sich je nach Belastung auf der Sekundärseite ändert. Als Beispiel "keine Belastung", gegen null geht und nurnoch vom realen Widerstand der Spule abhängt. Oder liege ich auch hier falsch?

Fazit: Es ist also wie vieles Auslegungssache wie sehr man in das Detail geht und natürlich wichtig für aussenstehende die Zusammenhänge zu verstehen, damit nicht aussagen in dem Raum stehen bleiben dass man jede Spg. mit einem Transformator transformieren kann.
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