RegistrierenRegistrieren   LoginLogin   FAQFAQ    SuchenSuchen   
E-Feldkomponente Zylinder
 
Neue Frage »
Antworten »
    Foren-Übersicht -> Elektrik
Autor Nachricht
alterschwede
Gast





Beitrag alterschwede Verfasst am: 30. März 2013 16:50    Titel: E-Feldkomponente Zylinder Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Wieso hat ein geladener Zylinderkörper auf der z-Achse mit l>>>r im E-Feld nur eine r-Komponente?

Meine Ideen:
Mir leuchtet ein, dass es keine z-Komponente hat, weil das E-Feld normal wegzeigen soll. Aber wären dann ja sowohl r- als auch phi-Komponente, oder? Was da gemeint ist, wenn behauptet wird, dass die phi-Komponente aus Symmetriegründen wegfällt, kann ich nicht ganz nachvollziehen.
lampe16



Anmeldungsdatum: 21.03.2010
Beiträge: 319

Beitrag lampe16 Verfasst am: 31. März 2013 00:01    Titel: Antworten mit Zitat

Da es hier weder eine ausgezeichnete Umfangs- noch Axialkoordinate gibt, hängt das elektrische Potenzial nur von r ab. Damit liegt fest, dass die Äquipotenzial-Flächen koaxiale Zylinderflächen sind - und dass der Gradient ~ nur eine Radialkomponente hat.
_________________
Herzliche Grüße, Lampe16

_________________________________________
Hard work beats talent if talent doesn't work hard.
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8762

Beitrag jh8979 Verfasst am: 31. März 2013 07:32    Titel: Antworten mit Zitat

Du kannst das auch ohne Umweg über das Potential sehen (auch wenn das eleganter ist):
Die Anordnung ist symmetrisch bezüglich Reflexionen an jeder Ebene, die die z-Achse enthält. Darum kann E nicht von phi abhängen.
lampe16



Anmeldungsdatum: 21.03.2010
Beiträge: 319

Beitrag lampe16 Verfasst am: 31. März 2013 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

Du kannst auch vom Volumenintegral für den Feldstärkevektor her argumentieren. Es summiert die Beiträge Du kannst dabei nach Wahl eines Aufpunkts die Volumenelemente so in Paaren oder Quartetten sortieren, dass sich die Umfangs- und die Axialkomponenten ihrer Beiträge auslöschen.

Fast überflüssig zu sagen: Auch beim schlanksten Zylinder gilt alles nur für den Axialbereich, den der Zylinder überdeckt und der genügend viele Durchmesser von den Stirnebenen entfernt liegt.

_________________
Herzliche Grüße, Lampe16

_________________________________________
Hard work beats talent if talent doesn't work hard.
alterschwede1
Gast





Beitrag alterschwede1 Verfasst am: 31. März 2013 13:19    Titel: Antworten mit Zitat

So ist es mir jetzt klar (es kann nicht von phi abhängen, weil es ja symmetrisch ist), aber kann man das mathematisch nachweisen? Gibt es da einen Trick, wo man aus solchen Konstruktionen das herausliest? Hatte da bei anderen Konstruktionen schon meine Probleme, mir das vorstellen zu können, dass die Winkelkomponente einfach wegfällt.
lampe16



Anmeldungsdatum: 21.03.2010
Beiträge: 319

Beitrag lampe16 Verfasst am: 31. März 2013 15:34    Titel: Antworten mit Zitat

Tricks kenne ich nicht, aber das Folgende könnte ein nützliches Verfahren sein; Motto: Rezept eines faulen Numerikers, pardon, Numerikers mit Mußepräferenz

    Das felderregende, symmetriebehaftete Objekt "ordentlich" in Volumen-, Flächen- oder Linienelemente einteilen.

    Klarheit verschaffen, welchen Feldbeitrag das Element an einem Aufpunkt erzeugt (Komponenten und Werte).

    Am Aufpunkt eine Komponentenrichtung auswählen (hier z. B. axial) und versuchen, Elemente in Gruppen von zwei oder mehr zu organisieren, so dass sich die Beiträge kompensieren. Wenn das mit jedem Aufpunkt geht und alle Elemente erfasst sind, kann für diese Komponente die Rechenmaschine kalt bleiben.

    Bei Körpern mit endlicher Ausdehnung kommt noch die Bereitschaft hinzu, ab einem bestimmten Abstand der Gruppenelemente zum Aufpunkt alle Feldkomponenten zu vernachlässigen.


Im Fall des sehr schlanken Zylinders könntest Du gleich auf Linienelemente übergehen, was die Sache vereinfacht. Nur ins Innere einer Linienladung sollte man nicht treten.

_________________
Herzliche Grüße, Lampe16

_________________________________________
Hard work beats talent if talent doesn't work hard.
Jayk



Anmeldungsdatum: 22.08.2008
Beiträge: 1450

Beitrag Jayk Verfasst am: 01. Apr 2013 11:45    Titel: Antworten mit Zitat

alterschwede1 hat Folgendes geschrieben:
So ist es mir jetzt klar (es kann nicht von phi abhängen, weil es ja symmetrisch ist), aber kann man das mathematisch nachweisen? Gibt es da einen Trick, wo man aus solchen Konstruktionen das herausliest? Hatte da bei anderen Konstruktionen schon meine Probleme, mir das vorstellen zu können, dass die Winkelkomponente einfach wegfällt.


Genügt das Symmetrieargument nicht? Spiegele den Körper und du bekommst denselben Körper nochmal. Wenn du eine phi-Komponente ungleich null des elektrischen Feldes annimmst, bekommst du für denselben Körper zwei verschiedene elektrische Felder, also kann sie nur null sein. Die "phi-Komponente" ist ja nichts anderes als der tangentiale Anteil, die "r-Komponente" ist der radiale Anteil.
alterschwedex
Gast





Beitrag alterschwedex Verfasst am: 01. Apr 2013 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

OK, also kann ich allgemein sagen, dass alle E-Feld-Systeme, die rotationssymmetrisch bezüglich einer Achse sind, keine phi-Komponente haben?
lampe16



Anmeldungsdatum: 21.03.2010
Beiträge: 319

Beitrag lampe16 Verfasst am: 02. Apr 2013 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, nur r- und bei endlicher Länge auch noch z-Komponenten!
_________________
Herzliche Grüße, Lampe16

_________________________________________
Hard work beats talent if talent doesn't work hard.
Neue Frage »
Antworten »
    Foren-Übersicht -> Elektrik