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Lagrange-Funktion: 3 verschachtelte Zylinder
 
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Vinterblot



Anmeldungsdatum: 05.09.2012
Beiträge: 21

Beitrag Vinterblot Verfasst am: 17. Jan 2014 12:54    Titel: Lagrange-Funktion: 3 verschachtelte Zylinder Antworten mit Zitat

Hallo!

Folgende Problemstellung
http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/854/p76l.png

Es geht hier vorallem um Teil a)

Meine Überlegungen:
Ich muss die Lagrange-Funktion auf Basis der Trägheitsmomente aufstellen. Also habe ich erstmal allgemein das Trägheitsmoment eines dünnen Hohlzylinders hergeleitet, welcher um seine Längsachse (z-Achse) rotiert. Das ist laut meiner Rechnung

Mit Innenradius ungefähr Aussenradius, d.h. ich habe r = R gesetzt und so genähert.

Die Lagrangefunktion ist wie gewohnt


Jetzt wird der Zylinder nicht festgehalten, sondern rollt. D.h. die kinetische Energie T setzt sich zusammen aus einem Anteil für die Translation und einem Anteil der Rotation.

Würde man nur einen Zylinder betrachten, dann wäre die die Energie der Translation die Energie der Schwerpunktsbewegung, d.h.

Und die Energie der Rotation wäre


Bis hier hin bin ich noch einigermaßen sicher, jetzt wo es aber darum geht, das ganze für 3 verschachtelte Zylinder umzusetzen wirds dann kompliziert.

Ich brauche hier die zündende Idee, von welcher Richtung ich daran gehe dass System zu beschreiben.

Vielen danke für eure Mühen

Vinterblot
Feucht von Lipwig



Anmeldungsdatum: 19.09.2013
Beiträge: 122

Beitrag Feucht von Lipwig Verfasst am: 17. Jan 2014 13:26    Titel: Antworten mit Zitat

Also die kinetische Energie der unteren Walze hast du nun gegeben



Drücke die Energie nun durch den Drehwinkel gemessen zur Vertikalen aus.

Für die untere Rolle verschwindet V.

Für die nächste Rolle musst du dann ebenfalls die kinetische Energie wie oben aufstellen unter Beachtung der translativen Bewegung der unteren Rolle, also bekommst du nun eine kinetische Energie , die Rotationsenergie wird nur durch gemessen zur Vertikalen ausgedrückt.

Für das Potential musst du die Änderung des Höhenunterschiedes in abhängigkeit des Winkels darstellen und die Masse der dritten Rolle mitbeachten, da sie mit angehoben wird.

Vielleicht reicht dir das schon um die Aufgabe vollständig zu lösen.
Vinterblot



Anmeldungsdatum: 05.09.2012
Beiträge: 21

Beitrag Vinterblot Verfasst am: 17. Jan 2014 13:37    Titel: Antworten mit Zitat

Ah Richtig, die Potentielle Energie. Darüber war ich gestern auch gestolpert, weil ich mir dachte, dass bei einer Bewegung über den Boden natürlich kein V vorhanden sein kann.

Aber müsste dass nicht für alle 3 gelten? Oder besitze ich durch die Rollbewegung des äusseren Zylinders noch ein V neben m*g*h für die inneren Zylinder?

Über den Rest muss ich mir erstmal Gedanken machen. Danke soweit smile
Feucht von Lipwig



Anmeldungsdatum: 19.09.2013
Beiträge: 122

Beitrag Feucht von Lipwig Verfasst am: 17. Jan 2014 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Für die untere Rolle verschwindet V.


Damit meinte ich, das die Gewichtskraft nicht zum Potential beiträgt bei einer Änderung von phi_1

Im Fall von 2 Rollen:

Wird aber der Schwerpunkt von Rolle 2 entlang der Waagerechten gegen den Schwerpunkt von Rolle 1 verschoben, so rollt Rolle 2 in Rolle 1 zwangsläufig "die Wand herauf", d.h. die innere Rolle gewinnt an potentieller Energie, die beachtet werden muss.
Vinterblot



Anmeldungsdatum: 05.09.2012
Beiträge: 21

Beitrag Vinterblot Verfasst am: 17. Jan 2014 16:15    Titel: Antworten mit Zitat

Das heißt, ich betrachte nicht den Schwerpunkt des Systems als ganzes, sondern differenziere noch zwischen den Schwerpunktsbewegungen der einzelnen Zylinder?
Feucht von Lipwig



Anmeldungsdatum: 19.09.2013
Beiträge: 122

Beitrag Feucht von Lipwig Verfasst am: 17. Jan 2014 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Jein.
Du könntest den Schwerpunkt des Gesamtsystems im Potential betrachten.

Aber das Aufstellen der Gesetzmässigkeit der Schwerpunktspunktsbewegung in Abhängigkeit der Winkel, sollte äquivalent zu den Einzelbetrachtungen sein.

Ich schlage vor du stellst die Lagrangegleichung zunächst für 2 Rollen auf um einen Einblick zu bekommen, danach erweiterst du das System um die dritte Rolle.
Vinterblot



Anmeldungsdatum: 05.09.2012
Beiträge: 21

Beitrag Vinterblot Verfasst am: 17. Jan 2014 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

Okay, mal sehen ob ich es nun korrekt zusammenkriege für 2 Zylinder:

Das Trägheitsmoment eines dünnen Hohlzylinders (R = r) beträgt ganz allgemein



Damit lassen sich nun Kinetische Energie T und Potentielle Energie V des äusseren Zylinders ermitteln, wobei



ist.
Die Energie der Translation ist die Energie der Schwerpunktsbewegung, also ganz allgemein



Die Energie der Rotation bestimmt sich aus dem Trägheitsmoment


Wofür sich für T ergibt


Jetzt will ich das (allgemeine) Omega aber noch durch die tatsächliche Winkelgeschwindigkeit ausdrücken. Der Zylinder führt eine Eigenrotation um Phi aus. Entsprechend vereinfacht sich die Formel für die Eigenrotationsgeschwindigkeit mit Eulerwinkeln



Und entsprechend


mit V = 0
------------------------------------------------------------------

Jetzt die Erweiterung zum zweiten Zylinder.
Die kinetische Energie bestimmt sich analog zum ersten Zylinder, wobei jedoch beachtet werden muss, dass sich die Translationsgeschwindigkeit des zweiten Zylinders zu dem des ersten addiert. Ausserdem ist natürlich der Radius ein anderer, nämlich R/2 Daher bekommen wir für
T



Wie du schon sagtest, haben wir nun aber ein V, nämlich m * g * h, wobei h von der waagerechten Schwerpunktverschiebung des zweiten Zylinders zum ersten abhängt => Er fährt am inneren des Zylinders die Wand hoch



Und daraus folgt für zwei Zylinder



Um das ganze jetzt auf 3 Zylinder zu erweitern wiederhole ich das ganze nochmal mit dem letzten Zylinder.

Ist das alles so tauglich oder hab ich noch etwas übersehen?
Feucht von Lipwig



Anmeldungsdatum: 19.09.2013
Beiträge: 122

Beitrag Feucht von Lipwig Verfasst am: 18. Jan 2014 18:43    Titel: Antworten mit Zitat

Also beim lesen deines Beitrages Gestern Abend habe ich mal etwas genauer über das Aufstellen der Gleichungen nachgedacht und mir sind dabei ein paar Schwierigkeiten aufgefallen, die mein spontanes bildlisches Vorstellungsvermögen überschreiten.

Ich bin leider noch nicht dazu gekomme mch mit eine Blatt hinzusetzen und mir das Problem mal genauer anzuschauen.

Ein Problem, das ich dabei gesehen habe ist folgendes:

Betrachtet man die innere Rolle in der äußeren Rolle als fest angeheftet und dreht man die äußere Rolle, dann hat man eine Schwerpunktsbewegung der inneren Rolle und zusätzlich eine Rotationsbewegung.

Da später ohnehin eine Kleinwinkelnäherung gemacht wird, kann man das möglicherweise sinnvoll nähern. Aber um darüber vernünftige Aussagen zu machen, muss ich mir die Geometrie dazu mal aufzeichnen. Ich hoffe ich finde morgen dazu Zeit.
Vinterblot



Anmeldungsdatum: 05.09.2012
Beiträge: 21

Beitrag Vinterblot Verfasst am: 19. Jan 2014 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

Das wäre nett, wenn an dieser Stelle noch Unklarheiten bestehen wäre es sinnlos weiter zu machen.
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