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Nichtlinearität der klassischen Mechanik
 
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zeycet



Anmeldungsdatum: 27.08.2012
Beiträge: 16

Beitrag zeycet Verfasst am: 28. Jul 2014 11:32    Titel: Nichtlinearität der klassischen Mechanik Antworten mit Zitat

Hi Leute,

ich habe eine simple Verständnisfrage. In der Einleitung der E-Dynamik-Vorlesung hat der Prof folgende Punkte festgehalten:

klassische Mechanik:
- deterministisch
- nichtrelativistisch
- nichtlinear

Quantenmechanik:
- probabilistisch
- nichtrelativistisch
- linear

Elektrodynamik:
- relativistisch invariant
- linear (im Vakuum; Superpositionsprinzip)
- lokal (nur im Vakuum)

Alles schön und gut, ich verstehe nur einige Punkte darunter nicht. Was meint man genau mit der Linearität? Ich denke da meist an Superposition von Kräften, aber warum soll die klass. Mechanik nicht linear sein, die anderen aber doch grübelnd
Und was meint man mit "lokal" ??
franz



Anmeldungsdatum: 04.04.2009
Beiträge: 11583

Beitrag franz Verfasst am: 07. Aug 2014 07:19    Titel: Re: Nichtlinearität der klassischen Mechanik Antworten mit Zitat

Von dieser Beschreibung oder Einteilung halte ich nichts. Vielleicht hat "klassische" Mechanik einen historischen Sinn, ansonsten gibt es nur die (meinetwegen) Theoretische Mechanik. Selbstverständlich auch zu Nichtlinearitäten, relativistischen Problemen - bis hin zu stochastischen Fragen. (Nebenbei: Warum fehlt eigentlich die Thermodynamik?)

Linearität ist ein allgemeinerer (mathematischer) Begriff für den Zusammenhang zweier Größen, y = ax + b meinetwegen. In der Physik zum Beispiel Auslenkung einer Feder ~ Zugkraft. Solche Gleichungen lassen sich wesentlich besser beherrschen.

Zu den Lokalen würde ich die Fachkraft mal selber fragen, möglicherweise ist die Ausbreitung von Feldern gemeint oder Multipolnäherungen für begrenzte Ladungsmengen. grübelnd
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21469

Beitrag TomS Verfasst am: 07. Aug 2014 07:31    Titel: Antworten mit Zitat

Linearität bzw. Nichtlinearität beziehen sich auf die zu lösenden Differentialgleichungen. In der Mechanik lauten diese Bewegungsgleichungen i.A.



D.h. dass die Summe zweier Lösungen i.A. nicht wieder eine Lösung darstellt; das Superpositionsprinzip ist nicht gültig.

In der QM lautet die (zeitabhängige) Schrödingergleichung



D.h. dass die Summe zweier Lösungen wiederum eine Lösung darstellt; das Superpositionsprinzip ist gültig.

PS.: ansonsten stimme ich franz zu
franz hat Folgendes geschrieben:
Von dieser Beschreibung oder Einteilung halte ich nichts.

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Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21469

Beitrag TomS Verfasst am: 07. Aug 2014 07:53    Titel: Re: Nichtlinearität der klassischen Mechanik Antworten mit Zitat

franz hat Folgendes geschrieben:
Zu den Lokalen würde ich die Fachkraft mal selber fragen ...

Dazu habe ich schon ein paar Ideen. Zunächst würde ich jede Theorie, die ausschließlich mittels DGLs definiert werden kann, als "lokal" bezeichnen. Dann trifft dies auf alle genannten Theorien zu. Allerdings gibt es durchaus Ausprägungen, wie dies nicht offensichtlich ist, z.b. bei selbstkonsistenten Näherungen in der ED oder der QM, wo Potentiale in den DGLs selbst wieder von Integralen über die Felder abhängen; diese Nicht-Lokalität ist dann jedoch eine Eigenschaft der Näherung. Dann gibt es in der QM eine Nicht-Lokalität, die erst auf der Ebene einer "realistischen Interpretation" ins Spiel kommt; der fundamentale, mathematische Formalismus ist weiterhin lokal.

Langer Rede kurzer Sinn: die Zusammenstellung ist wenig hilfreich.

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