| Autor |
Nachricht |
Physiker333 Gast
|
Physiker333 Verfasst am: 15. Aug 2014 14:42 Titel: Freier fall Aufgabe |
|
|
Meine Frage:
Hallo ich habe gerade bei einer Aufgabe probleme:
Ein Stein fällt in einen Brunnen. Nach 6 s
hört man den Aufschlag. Die Schallgeschwindigkeit
ist 345 m/s. Wie tief ist der Brunnen?
Meine Ideen:
t1 +t2 = 6s
t1 = 3s
t2 = 3s
s1 = ?
s = 1/2 *g*t1^2 +1/2*g*t2^2
Soll ich irgendwie so vorgehen ? |
|
 |
-Christian-
Anmeldungsdatum: 08.07.2006 Beiträge: 199
|
-Christian- Verfasst am: 15. Aug 2014 16:04 Titel: Re: Freier fall Aufgabe |
|
|
Hi Physiker,
| Zitat: |
Meine Ideen:
t1 +t2 = 6s
t1 = 3s
t2 = 3s
|
Die erste Formel ist schonmal eine gute Anfangsfeststellung. Die Zeit, die vergeht, bis der Beobachter den Aufprall des Steins hört sind . Und die 6 s setzen sich zusammen aus der Zeit, die der Stein zum Fallen braucht ( ) und der Zeit, die der Schall braucht, um vom Grund des Bodens zum Beobachter zu gelangen ( ). Also, wie du geschrieben hast:
Nun betrachte mal beide Prozesse nacheinander:
1.) Der Stein fällt und legt dabei als Weg die Brunnentiefe zurück. Das passiert in der Zeit
2.) Der Schall legt in der Zeit denselben Weg zurück. Die Schallgeschwindigkeit kennst du.
Wie rechnest du in 1.) aus und wie rechnest du in 2.) aus? (also welche Formeln brauchst du?) |
|
 |
franz
Anmeldungsdatum: 04.04.2009 Beiträge: 11583
|
franz Verfasst am: 16. Aug 2014 08:07 Titel: |
|
|
|
Kleines Rätsel: Wie oft wurde diese Frage (schätzungsweise und nur in diesem Forum) bereits gestellt und gelöst? :-) |
|
 |
-Christian-
Anmeldungsdatum: 08.07.2006 Beiträge: 199
|
-Christian- Verfasst am: 16. Aug 2014 10:27 Titel: |
|
|
|
Keine Ahnung. Aber eigentlich zählt auch nur, wie oft sie von "Physiker333" bisher schon gelöst wurde: Null mal. Und vielleicht will er die Aufgabe ja mit Tipps selbstständig lösen, anstatt eine Musterlösung abzuschreiben ... ;-) |
|
 |
franz
Anmeldungsdatum: 04.04.2009 Beiträge: 11583
|
franz Verfasst am: 16. Aug 2014 11:07 Titel: |
|
|
OT: Die Suchfunktion
Hallo Christian,
danke für Dein umfangreiches und qualifiziertes Engagement hier; durch solche Leute lebt das Forum!
Es ist grundsätzlich in Ordnung, ähnliche Fragen erneut und individuell anzugehen. Die Probleme der Fragesteller sind ja sehr unterschiedlich.
Trotzdem stellt man im Lauf der Jahre fest, daß häufig Standardfragen auftauchen (zig-fach und oft sogar identisch!), wo also ein kurzer Blick ins Archiv durchaus nützlich wäre. Das hat nichts mit "Musterlösungen" zu tun. Wenn ich meinetwegen sehe, daß man sich zum x-ten Mal am Schwerefeld innerhalb von Massekugeln abarbeitet, so finde ich es schade, daß dieses umfangreiche akkumulierte Wissen, diese Vorarbeit, kaum genutzt wird. Vielleicht kennen viele Nutzer diese Funktion auch garnicht beziehungsweise kommen damit nicht klar?
Mit einem freundlichem Gruß! :-)
Franz |
|
 |
-Christian-
Anmeldungsdatum: 08.07.2006 Beiträge: 199
|
-Christian- Verfasst am: 16. Aug 2014 12:06 Titel: |
|
|
Keine Sorge, franz. Ich habe deinen vorherigen Kommentar keinesfalls negativ aufgefasst. Ich versteh auch was du meinst und sehe es bei gewissen Typen von Fragestellungen genauso. Zum Beispiel wenn es um eine Frage zum qualitativen Verständnis eines physikalischen Sachverhaltes geht - wenn da schon gute Diskussionen im Forum bestehen, dann ist die Suchfunktion ein Segen.
Aber bei Übungsaufgaben habe ich einfach ein anderes Verständnis: Die sind zum Üben für denjenigen da. Und Gedankengänge anderer nachvollziehen ist weniger effektiv, als sich selbst Gedanken über das Problem zu machen. Frontalunterricht mit vorrechnen von Aufgabe, deren Lösungswege man nur noch nachvollziehen muss, hat derjenige im Schulunterricht schon genug. ;-)
Ich meine, es hat ja einen Grund, warum der Lehrer/Dozent seine Übungsaufgaben nicht gleich mit Musterlösung ausgibt ... und bei solchen Aufgaben auf die Suchfunktion zu verweisen, käme genau dem gleich, als hätte der Lehrer/Dozent das getan. |
|
 |
franz
Anmeldungsdatum: 04.04.2009 Beiträge: 11583
|
franz Verfasst am: 16. Aug 2014 12:43 Titel: |
|
|
| -Christian- hat Folgendes geschrieben: | | Frontalunterricht mit vorrechnen von Aufgabe, deren Lösungswege man nur noch nachvollziehen muss, hat derjenige im Schulunterricht schon genug. ;-) |
Ich habe übrigens aus DDR-Zeiten einen teilweise anspruchsvollen, leistungsfordernden Mathe-Unterricht in Erinnerung, "frontal" wie es heute heißt. Wen's interessiert, der sollte glegentlich mal in Schulbüchern dieser Zeit blättern: Grau und muffig, aber mit viel Text, Formeln und Zahlen, kaum Illustrationen und vor allen Dingen: Eine extreme Vielfacht ständig variierender Fragen, regelmäßig auch unlösbare und natürlich ohne Hinweise (den Blödsinn lernte ich später kennen).
Ach ja ...  |
|
 |
-Christian-
Anmeldungsdatum: 08.07.2006 Beiträge: 199
|
-Christian- Verfasst am: 16. Aug 2014 14:33 Titel: |
|
|
|
Ja, glaube ich ohne weiteres, dass es auch in der DDR guten Mathe-Unterricht gab. Und wenn man sich anguckt, wo sich die Lehrpläne heutzutage bezüglich des Mathematik-Unterichtes hin entwickeln, wird's immer gruseliger. Da wird ja mancherorts schon drüber nachgedacht, den Kindern nicht mehr beizubringen, dass es einen Kosinus gibt (kein Witz!) ... Dahingehend war zu deiner Schulzeit sicher vieles besser. |
|
 |
franz
Anmeldungsdatum: 04.04.2009 Beiträge: 11583
|
franz Verfasst am: 16. Aug 2014 20:02 Titel: |
|
|
Mit oder ohne Kosinus: Die Klarheit des Denkens, der Sprache und die notwendigen harten Forderungen und Urteile gehen den Bach runter.
Ich kann allen Eltern oder Großeltern nur ganz dringend raten, den Schulbetrieb ihrer Nachkommenschaft unauffällig und mit großem Mißtrauen zu beobachten (Da wird inzwischen Scheiße gebaut ohne Ende.) und selber dezent gegenzusteuern *). Junge Kinder sind außerordentlich neugierig, aufgeschlossen und kreativ, unsere Zukunft gewissermaßen
*) Nicht mit Lernstoff, sondern strukturellem Alltags-Denken, mit Mengenverhältnissen, Vermutungen, Begründungen, Versuchen und so weiter und so fort. Evtl. Privatschulen, Spezialgymnasien ... |
|
 |
-Christian-
Anmeldungsdatum: 08.07.2006 Beiträge: 199
|
-Christian- Verfasst am: 16. Aug 2014 21:31 Titel: |
|
|
| franz hat Folgendes geschrieben: |
Ich kann allen Eltern oder Großeltern nur ganz dringend raten, den Schulbetrieb ihrer Nachkommenschaft unauffällig und mit großem Mißtrauen zu beobachten |
Leider sind die Eltern zunehmend das Problem - gerade, weil sie die Schule als Erziehungsdienstleister sehen. Von haus aus bekommen die Kinder wenig Motivation und Disziplin mit, das sollen die Lehrer dann nachholen. Die dürfen aus rechtlichen Gründen das Kind aber kaum noch böse angucken, ohne die völlig erbosten Eltern auf der Matte stehen zu haben. Irgendwie scheint es auf beiden Seiten - Schulsystem und Elternhäuser - immer mehr bergab zu gehen ... |
|
 |
|