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Gravitationskraftwerk
 
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burri21
Gast





Beitrag burri21 Verfasst am: 08. Jan 2015 16:42    Titel: Gravitationskraftwerk Antworten mit Zitat

Meine Frage:
bin auf folgendes Konzept gestoßen:
über dem Kolben der leichter als Wasser ist befindet sich eine größere Menge Wasser als darunter, dadurch wird der Kolben nach unten gedrückt.
Das verdrängte Wasser läuft über einen Überlauf auf die Kolbenrückseite.

Ist der Kolben in unterster Stellung werden Ventile im Kolben geöffnet, dadurch wird der leichte Kolben im Wasser (Auftrieb)aufsteigen und sich in seine Ausgaangsstellung begeben, dann werden die Ventile geschlossen der Kolben sinkt wieder ab, u.s.w...

Die Idee ist von einem Dipl. Ing. Peter Feger.

Warum kann das nicht funktionieren?
Wie kann ich ein Beispiel PDF anhängen

Meine Ideen:
die Idee dahinter ist ein Perpetuum mobile, dass dies nicht funktionieren kann ist klar. Mich intersessiert warum nicht.
burri21
Gast





Beitrag burri21 Verfasst am: 08. Jan 2015 16:55    Titel: Antworten mit Zitat

siehe Zeichnung

burri.lima-city.de/aukw.pdf
jh8979
Moderator


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Beitrag jh8979 Verfasst am: 08. Jan 2015 16:59    Titel: Re: Gravitationskraftwerk Antworten mit Zitat

burri21 hat Folgendes geschrieben:

über dem Kolben der leichter als Wasser ist befindet sich eine größere Menge Wasser als darunter, dadurch wird der Kolben nach unten gedrückt.

Das geht schonmal nicht, wenn er leichter ist als Wasser, dann steigt er auf und sinkt nicht, egal wieviel Wasser über oder unter ihm ist.
burri21
Gast





Beitrag burri21 Verfasst am: 08. Jan 2015 18:25    Titel: Antworten mit Zitat

wirkt Auftriebskraft obwohl der Kolben das Wasser ober- und unterhalb abdichtet?
jh8979
Moderator


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Beiträge: 8762

Beitrag jh8979 Verfasst am: 08. Jan 2015 19:07    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn er abdichtet, dann bewegt sich gar nichts, weil Wasser im wesentlichen inkompressibel ist.
burri21
Gast





Beitrag burri21 Verfasst am: 09. Jan 2015 09:13    Titel: Antworten mit Zitat

das Wasser wird über den Überlauf auf die Kolbenrückseite verdrängt!
as_string
Moderator


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Beitrag as_string Verfasst am: 09. Jan 2015 10:32    Titel: Antworten mit Zitat

Wieso sollte denn in den beiden Bildern oben das Wasser durch den Überlauf wieder über den Schwimmkörper gepumpt werden? Der Druck am Boden ist doch nicht groß genug, wenn der Schwimmkörper auch noch eine geringere Dichte hat als Wasser!

Anders: Was glaubst Du, wie hoch das Wasser in der linken Säule steigen würde in den Bildern oben? Antwort: Definitiv nicht so hoch wie der Wasserspiegel rechts, wenn die Dichte des Schwimmkörpers geringer ist als Wasser!

Gruß
Marco
burri21
Gast





Beitrag burri21 Verfasst am: 09. Jan 2015 10:53    Titel: Antworten mit Zitat

stell dir mal statt dem Wasser über dem Kolben ein massives Gewicht vor, sollte das Gewicht nicht das Wasser unter dem Kolben so weit im Überlauf nach oben drücken können, damit es auf die Kolbenrückseite gelangt?
as_string
Moderator


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Beitrag as_string Verfasst am: 09. Jan 2015 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ja aber wenn da ein massives Gewicht wäre, dann würde es doch in den beiden unteren Bildern eben gerade nicht mehr aufschwimmen können! Das ist doch gerade der Witz: entweder ist das Schwimmer und eventuell Gewicht Konstrukt so schwer, dass es das Wasser in den oberen beiden Bildern ausreichend hoch drücken kann, dann wird es nicht mehr in den unteren beiden hoch schwimmen können (Du kannst dann auch einfach einen "Schwimmer" mit höherer Dichte nehmen), oder es schwimmt zwar auf, ist dann aber nicht mehr schwer genug für die oberen beiden Bilder.

Gruß
Marco
burri21
Gast





Beitrag burri21 Verfasst am: 09. Jan 2015 12:21    Titel: Antworten mit Zitat

stell dir vor über den Kolben wären 100 liter Wasser und unter dem Kolben wären 10 liter Wasser, 100 kg sollten doch die 10 kg Wasser unterhalb nach oben verdrängen können?
jh8979
Moderator


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Beitrag jh8979 Verfasst am: 09. Jan 2015 12:44    Titel: Antworten mit Zitat

Es kommt nur auf die Höhendifferenz an, welchen Druck eine Wassersaeule ausuebt, nicht auf die Details der Wassersäule. Deswegen ist der Druck in 2m Tiefe in einem Schwimmingppol, derselbe wie in 2m Tiefe in einem Ozean.
as_string
Moderator


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Beitrag as_string Verfasst am: 09. Jan 2015 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

burri21 hat Folgendes geschrieben:
stell dir vor über den Kolben wären 100 liter Wasser und unter dem Kolben wären 10 liter Wasser, 100 kg sollten doch die 10 kg Wasser unterhalb nach oben verdrängen können?

Ja, das ist eben bei der Hydrostatik etwas anders: Da geht es in erster Linie um den Druck und der hängt nicht nur von der Masse der Wassersäule ab, sondern auch von ihrer Querschnittsfläche, effektiv dann nur von der Tiefe (schau mal nach "Hydrostatischem Paradoxon"!).

Wir können ja gerne ein Beispiel mal quantitativ durchrechnen zusammen, vielleicht wird es Dir dann deutlicher?

Gruß
Marco
jh8979
Moderator


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Beitrag jh8979 Verfasst am: 09. Jan 2015 14:24    Titel: Antworten mit Zitat

as_string hat Folgendes geschrieben:
burri21 hat Folgendes geschrieben:
stell dir vor über den Kolben wären 100 liter Wasser und unter dem Kolben wären 10 liter Wasser, 100 kg sollten doch die 10 kg Wasser unterhalb nach oben verdrängen können?

Ja, das ist eben bei der Hydrostatik etwas anders: Da geht es in erster Linie um den Druck und der hängt nicht nur von der Masse der Wassersäule ab, sondern auch von ihrer Querschnittsfläche, effektiv dann nur von der Tiefe (schau mal nach "Hydrostatischem Paradoxon"!).

Vllt meinst Du etwas anderes, aber der Druck hängt eben nicht von der Querschnittsflaeche ab, sondern nur der Höhe der Wassersäule.
burri21
Gast





Beitrag burri21 Verfasst am: 09. Jan 2015 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

aufgrund des "hydrostatischem Paradoxon" ist der Druck auf den beiden Kolbenseiten gleich hoch (obwohl weniger Wasser sich im unteren Teil befindet) und der Kolben wird deshalb sich nicht nach unten bewegen bewegen, sondern stillstehen.
Ist dies so korrekt?
burr21
Gast





Beitrag burr21 Verfasst am: 09. Jan 2015 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

weil die Höhe der Wassersäule für den Druck auf den Koben entscheidend ist und nicht der Durchmesser der Wassersäule
jh8979
Moderator


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Beitrag jh8979 Verfasst am: 09. Jan 2015 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

Da der Kolben nicht unendlich dünn ist, sondern eine endliche Dicke hat, ist der Druck an der Unterseite ein klein wenig größer (daher gibt es die Auftriebskraft). Je nach Dichte des Kolbens, sinkt, schwimmt oder steigt er also auf.
as_string
Moderator


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Beitrag as_string Verfasst am: 09. Jan 2015 14:54    Titel: Antworten mit Zitat

jh8979 hat Folgendes geschrieben:
Vllt meinst Du etwas anderes, aber der Druck hängt eben nicht von der Querschnittsflaeche ab, sondern nur der Höhe der Wassersäule.

Ich meinte, wenn eine Masse gegeben ist und damit eine Gewichtskraft in einer solchen Säule, dann hängt der Druck (entsprechend auch die Höhe) von der Querschnittsfläche ab.
OK, ich gebe zu, das ist noch verwirrender, als es ohne diesen Satz schon ist...

Gruß
Marco
burri21
Gast





Beitrag burri21 Verfasst am: 09. Jan 2015 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Danke,

ich denke ich habe verstanden, warum das Konzept nicht funktioniert.
burri21
Gast





Beitrag burri21 Verfasst am: 09. Jan 2015 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

der Erfinder Peter Ferger hat noch ein umgedrehtes wasserbefülltes Reagenzglas (Tortilli Rohr oder so ähnlich) mittels eines Schwimmers auf die Wasseroberfläche gesetzt,
wahrscheinlich um den Druck zusätzlich zu erhöhen.

burri.lima-city.de/aukw.pdf

Allerdings liefert ein umgedrehtes Reagenzglas mit Wasser keinen Druck da das Wasser aufgrund des Luftdruckes nicht ausläuft.

Seht ihr darin noch einen interessanten Aspekt?
as_string
Moderator


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Beiträge: 5797
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Beitrag as_string Verfasst am: 09. Jan 2015 16:13    Titel: Antworten mit Zitat

burri21 hat Folgendes geschrieben:
Seht ihr darin noch einen interessanten Aspekt?


Ähhm, ich hatte irgendwie den Eindruck, dass außer Dir eigentlich sonst niemand überhaupt hier irgendeinen interessanten Aspekt gesehen hätte. Wie meinst Du das?

Gruß
Marco
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