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Schallrichtung vorn / hinten orten
 
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Brillant



Anmeldungsdatum: 12.02.2013
Beiträge: 1973
Wohnort: Hessen

Beitrag Brillant Verfasst am: 20. Apr 2015 15:36    Titel: Schallrichtung vorn / hinten orten Antworten mit Zitat

Hallo,

mit zwei Ohren kann der Mensch ungefähr die Richtung wahrnehmen, aus der der Schall kommt. Mit "ungefähr" meine ich, dass die Schallquelle nicht genau zu orten ist. Ein Mensch mit verbundenen Augen wird kaum eine gurrende Taube abschießen können.

Erklärt wrd die Schallortung, weil die beiden Ohren, bzw. die nachgeschaltete Geräuscherkennung den Schall mit zeitlichem Versatz wahrnehmen.

Doch das erklärt nicht, warum ich Geräusche mit derselben Laufzeit zu beiden Ohren durchaus vor mir, über mir, hinter mir orten kann.

Wie macht "Mensch" das?
Steffen Bühler
Moderator


Anmeldungsdatum: 13.01.2012
Beiträge: 7462

Beitrag Steffen Bühler Verfasst am: 21. Apr 2015 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

Soviel ich weiß, funktioniert das hauptsächlich über die Ohrmuscheln. Die bewirken, dass sich eine Flöte von vorn anders anhört als von hinten. Zusammen mit reflektierten Geräuschen von der gegenüberliegenden Seite ist der Mensch dann in der Lage, die Flöte korrekt zu orten. Ein Mensch ohne Ohrmuscheln ist, glaube ich, nicht in der Lage, ein Geräusch zu orten, erst recht nicht auf freiem Feld, wenn die Reflexionen fehlen.

Aber das kann ein Mediziner sicher besser erklären.

Viele Grüße
Steffen
ML



Anmeldungsdatum: 17.04.2013
Beiträge: 3563

Beitrag ML Verfasst am: 21. Apr 2015 19:55    Titel: Re: Schallrichtung vorn / hinten orten Antworten mit Zitat

Hallo,

zur Erkennung der Richtung hast Du
a) die Laufzeitdifferenz, die aber m. W. n. eher eine Phasendifferenz ist und nicht im gesamten Frequenzbereich gleich gut funktioniert,
b) die Frequenzfilterung, die das Ohr durchführt; hierbei ist es günstig, wenn Du die Schallquelle schon kennst und weißt, wie sich das Schallsignal "in echt" anhört, und
c) kannst Du den Kopf auch hin- und herbewegen und dadurch die Ortung verbessern.

Wenn du genaueres nachlesen willst, solltest Du nach Büchern über Psychoakustik bzw. Veröffentlichungen über 3D-Audio bzw. Kunstkopfstereophonie schauen. In Medizinbüchern dürfte die Information eher rar sein.



Viele Grüße
Michael
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