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Masseberechnung - Nachkommastellen
 
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die_myrna
Gast





Beitrag die_myrna Verfasst am: 20. Mai 2015 11:21    Titel: Masseberechnung - Nachkommastellen Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Aufgabe einer Physik-Arbeit Klasse 7: Berechne die Masse des Steines.
Gegeben sind die Erdbeschleunigung mit 10 m/s² (so vom Lehrer vorgegeben) und die Gewichtskraft mit 6,0 N.

Mein Kind rechnete 6,0 N : 10 m/s² = 0,6 kg

Ihr wurde ein halber Punkt abgezogen, da 0,60 kg richtig gewesen wären - auf Nachfrage kam die Antwort "In der Physik wird anders gerundet als in der Mathematik."
Kann mir das wer ordentlich begründen, vielen Dank.

Meine Ideen:
Ich habe keine eigene Idee, warum das so sein könnte, da für mich 0,6 und 0,60 identisch sind - zumal es sich hier um kein gerundetes Ergebnis handelt.
erkü



Anmeldungsdatum: 23.03.2008
Beiträge: 1414

Beitrag erkü Verfasst am: 20. Mai 2015 12:28    Titel: Re: Masseberechnung - Nachkommastellen Antworten mit Zitat

die_myrna hat Folgendes geschrieben:
...
Meine Ideen:
Ich habe keine eigene Idee, warum das so sein könnte, da für mich 0,6 und 0,60 identisch sind - zumal es sich hier um kein gerundetes Ergebnis handelt.

Eben nicht gerundet, aber mit zwei signifikanten Stellen. Zunge

Signifikante Stellen

_________________
Das Drehmoment ist der Moment, wo es zu drehen anfängt. :punk:
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8762

Beitrag jh8979 Verfasst am: 20. Mai 2015 13:00    Titel: Re: Masseberechnung - Nachkommastellen Antworten mit Zitat

die_myrna hat Folgendes geschrieben:

Ihr wurde ein halber Punkt abgezogen, da 0,60 kg richtig gewesen wären - auf Nachfrage kam die Antwort "In der Physik wird anders gerundet als in der Mathematik."

Mal ganz davon abgesehen, ob man dies Siebtklaesslern beibringen sollte oder nicht. Die Antwort ist natürlich grottenfalsch. Wenn man dieses (nicht ganz einfache) Thema also in der Schule macht, sollte man es auch ordentlich erklären:
Der entscheidende Punkt ist, dass Physiker mit der Angabe der Nachkommastellen gerne gleichzeitig eine Aussage darüber vermitteln wollen wir genau eine Größe bekannt ist, d.h.
1) 6,0N ~ Kraft ist auf +-0,05N bekannt.
2) 6,000N ~ Kraft ist auf +- 0,5mN bekannt.
Im ersten Fall macht es natürlich kein Sinn in Deiner Rechnung das Ergebnis als 0,6000kg anzugeben, da der Fehler durch den "Eingangsfehler sowieso +-0,005kg beträgt.
Im zweiten Fall würde man (bekannte) Genauigkeit "verlieren", wenn man das Ergebnis als 0,6kg statt 0,6000kg angibt.

PS: In diesem Beispiel ist das ganze natürlich nochmal viel sinnloser, das g=10m/s^2 von vornherein eine sehr schlechte Naehrung ist...
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