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Tapioca Gast
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Tapioca Verfasst am: 23. Aug 2024 11:03 Titel: Garagenparadoxon |
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Meine Frage:
Zum Garagenparadoxon habe ich mir folgendes Video angesehen: https://www.youtube.com/watch?v=C73UrWiJ530&t=409s
Die Erklärung leuchtete mir eigentlich ein, jedoch habe ich eine Sache nicht ganz verstanden. Im Video wird das Paradoxon folgendermassen aufgelöst: Für einen ruhenden Beobachter schliessen sich die beiden Schleusen gleichzeitig, für ihn pass das Raumschiff aufgrund der Längenkontraktion perfekt in den Hangar. Da sich der Beobachter im Raumschiff auf die 2. Schleuse (B) zu und von der 1. Schleuse (A) wegbewegt, scheint es für ihn, als ob sich B zuerst schliessen würde, da das Licht von B zum ihm einen kürzeren Weg zurücklegen muss als von A (für ihn sind beide Distanzen gleich lang). Deswegen muss dieser folgern, dass sich zuerst B und dann A schliesst). Somit würde das Raumschiff doch nicht zerstört werden, obwohl es aus der Sicht des Beobachters auf dem Raumschiff zu gross für den Hangar wäre.
Nun stellte sich mir die Frage, wie es denn für einen Beobachter wäre, wenn sich dieser ganz hinten im Raumschiff befände. Müsste dieser nicht folgern, dass sich A zuerst schliesst, da er sich doch auf A zu bewegt und das Licht von A zu ihm eine kürzere Distanz als von B zurücklegen muss?
Meine Ideen:
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DrStupid
Anmeldungsdatum: 07.10.2009 Beiträge: 5740
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DrStupid Verfasst am: 23. Aug 2024 11:08 Titel: Re: Frage zum Garagenparadoxon |
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| Tapioca hat Folgendes geschrieben: | | Nun stellte sich mir die Frage, wie es denn für einen Beobachter wäre, wenn sich dieser ganz hinten im Raumschiff befände. Müsste dieser nicht folgern, dass sich A zuerst schliesst, da er sich doch auf A zu bewegt und das Licht von A zu ihm eine kürzere Distanz als von B zurücklegen muss? |
Die Retardierung der Lichtsignale wird bei solchen Gedankenexperimenten üblicherweise nicht berücksichtigt. Am besten stellt man es sich so vor, dass alle Ereignisse im jeweiligen Bezugssystem lokal aufgezeichnet und dann später ausgewertet werden. |
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Qubit
Anmeldungsdatum: 17.10.2019 Beiträge: 1116
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Qubit Verfasst am: 23. Aug 2024 12:33 Titel: |
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In der SRT (die mathematisch recht einfach ist, aber dafür "anschaulich" um so schwerer zu verstehen ist) ist es immer gut, sich klar zu machen, dass man nie nur Raumpunkte oder Zeitpunkte miteinander vergleicht, sondern eben Raumzeit-Punkte, da Raum und Zeit miteinander verwoben sind.
Bei der "Längenkontraktion" andert sich materiell an den Objekten nichts, wie man auch im Ruhesystem des bewegten Beobachters sehen kann.
Sie ist auch kein "scheinbarer" Effekt, wie vielleicht zB. eine weiter entfernte Garage kleiner als das nahe Auto erscheint.
Sondern die "Längenkontraktion" bezieht sich auf die relativ bewegte Raumzeit selbst, mit der sich eben auch u.a. alle (relativ ruhenden) Objekte bewegen.
Und da ändern sich mit der Relativität der Gleichzeitigkeit eben auch die "Längenmaßstäbe" in Bewegungsrichtung relativ zum Laborbeobachter.
So kann dann auch zB. was 3m auf dem Längenmaßstab des bewegten Beobachters ist, eben nur zB. 1.5m auf dem Längenmaßstab des Laborbeobachters sein. Wichtig ist aber, dass bei den Betrachtungen die selben Raumzeitpunkte betrachtet werden. |
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Aruna
Anmeldungsdatum: 28.07.2021 Beiträge: 1610
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Aruna Verfasst am: 25. Aug 2024 16:50 Titel: Re: Garagenparadoxon |
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| Tapioca hat Folgendes geschrieben: |
Nun stellte sich mir die Frage, wie es denn für einen Beobachter wäre, wenn sich dieser ganz hinten im Raumschiff befände. Müsste dieser nicht folgern, dass sich A zuerst schliesst, da er sich doch auf A zu bewegt und das Licht von A zu ihm eine kürzere Distanz als von B zurücklegen muss?
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nein, er muss die kürzere Distanz in seinen Überlegungen berücksichtigen und kommt dann drauf, dass, obwohl das Licht von B später bei ihm ankommt, es früher gestartet sein muss |
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