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ak!!53



Anmeldungsdatum: 12.01.2024
Beiträge: 125

Beitrag ak!!53 Verfasst am: 15. Aug 2026 14:46    Titel: Studienberatung Antworten mit Zitat

Guten Tag an alle Leser und Leserinnen von diesem Beitrag.
Ich werde im kommenden WiSe damit anfangen müssen mir zu Überlegen in welchen Bereich ich meine Bachelorarbeit schreiben möchte.
Generell sehe ich dies als würde man zwei Wege bestreiten können, einmal theoretisch einmal experimentell.
Klar liegts am Ende an mir was mir eher liegt und spaß macht, bzw. welches Thema mich in der Physik interessiert.

Ich hatte Mathe als Nebenfach und möchte anmerken, dass meine Schullaufbahn nicht Musterhaft verlaufen ist und ich das Abitur nachholte an einer Abendschule. Weiter hatte ich Privat sehr viel zu tun in den ersten 3 Semestern, sodass dies sich negativ auf die Uni ausgewirkt hatte und generell die Noten nicht die besten sind. Ich habe wenig Zeit in das Lernen investiert und war manchmal auch nur bestrebt die Lösung zu haben statt diese zu verstehen. Es dauerte auch eine Weile bis ich verstand wie das ganze Konzept von Skript/Büchern zum Verständnis beitragen und die Aufgaben dann das Verständnis in Kombination von Ideen fordern.

Ich habe nach dem ersten Semester mir auch die Frage gestellt ob das Nebenfach die richtige Wahl war, ob ein B.Sc. die richtige Wahl war oder ich es doch mit einem dualen Studiengang versuchen sollte.

Klar weiche ich hier etwas von der zentralen Frage ab aber für mich zählen diese Punkte. Für mich persönlich war es so, dass ich einige Aufgaben sehr spannend und sehr daran interessiert gewesen bin zb in der Elektrodynamik retardierte E und B Felder auswerten zu können oder jetzt in der Einführung in die Quantenmechanik fande ich das Rechnen zu einigen Aufgaben toll ?!? Big Laugh

Ich weiß halt leider nicht woran ich mich orientieren sollte bezüglich der Bachelor Arbeit. Auf eine kurze Frage an einen th. Teilchenphysiker hieß es, dass man vielleicht auch so viel Mathe sehen wird, dass man danach keine Lust mehr auf Mathe hat...

Nach Rücksprache mit einigen Kommilitone aus höheren Semestern und lesen einiger Beiträge ist es oftmals so, dass eine th. Bachelorarbeit eine Zusammenfassung verschiedener Paper ist. Und oder man zb eine Gleichung herleiten soll die ein Modell für eine Datenmenge repräsentiert. Ich habe auch einige Bachelorarbeiten versucht zu lesen die der th. Teilchenphysiker betreut hat.

Mir ist nur ein kleiner Einblick vielleicht gegeben durch 3 Bachelorarbeiten und mein Eindruck ist, dass diese von Studierenden gewesen sind die überaus Eifrig und Euphorisch an den Themen gearbeitet haben. Ich glaube auch gehört zu haben, dass wenn zb das Nebenfach zu schlecht ausgefallen ist, dass ein Prof einen nicht in die Arbeitsgruppe aufnimmt oder die Bachelorarbeit nicht betreuen möchte. Demnach kriege ich leicht das Gefühl nicht ambitioniert oder gut genug zu sein.

Resiginieren tue ich nicht, ich gehe lieber einmal in eine Nachklausur und lerne halt mit Literatur oder gezieltem Wiederholen von Aufgaben als aufzugeben. Wirkt etwas Stur beim erneuten Durchlesen.
Desweiteren bin ich halt auch bereit mich einzulesen oder versuchen ein tiefgründiges Verständnis mir aufzubauen durch Literatur/Wikipedia/Beiträge/Videos oder auch KI.


Kurz angemerkt möchte ich zugeben, dass die Forschung nicht der Weg meiner Karriere werden soll. Zwar ist es vermutlich interessant an einer Art Front des Wissens zu stehen und vermutlich die neuesten Erkenntnisse zu verstehen aber mein eigentliches Ziel durch das Studium war es unter anderem auch eine bessere Perspektive im Leben zu erhalten. Demnach wird es nicht die Forschung sein die einige erfüllt sondern eher Industrie/freie Marktwirtschaft mit größerer Tendenz zur freien Marktwirktschaft. Industrie könnte nett und cool auch sein aber wie ich einige Betreuende aus dem Praktika gefragt hatte möchte man Oft promovierte Physiker, Masterabsolventen sind auch sehr gern gesehen aber nur ein Bachelor reicht kein bisschen aus.
Für die abweichenden Berufe wird oftmals Arbeitserfahrung und oder auch Master verlangt.

Damit möchte ich auch einen Master machen, meine Noten aus den ersten Semstern machen mir etwas Sorge in Physik bin ich unter einer 2.7 aktuell die prozentuale Gewichtung habe ich noch nicht mit einbezogen. Die Note aus dem Nebenfach ist schlechte. Die Frage dann lautet in welchem Bereich ?


Im großen und ganzen habe ich das Gefühl nicht zu 100% geeignet zu sein für gewisse Bereiche weil diese einen sehr hohen Anspruch mit sich bringen und ich selbst wenig mit der Art Studenten gleich bin die so weit kommen. Auf anderer Seite bin ich bereit mich regelmäßig hinzusetzen, nachzufragen, zu einem Professor zu gehen und da nach Informationen fragen oder ein Vorgehen erläutern wenn ich dabei bin etwas nachzuvollziehen oder eine Aufgabe zu lösen.
Ich will damit nichts falsches in den Raum werfen aber manche kommen mir vor als würden die alles alleine und selbst schaffen und ich in dem Falle nicht. Ein Vergleich ist schädlich, ich weiß, Unterbewusst wird dieser Wahrscheinlich immer bestehen bleiben.


Wie empfinden andere Nutze, die ein Studium absolviert haben und auch evtl in Reihen der Akademie geblieben sind meinen Eindruck ?

Vielen Dank fürs Lesen
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21593

Beitrag TomS Verfasst am: 15. Aug 2026 15:24    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin zu lange aus Studium und Forschung und Lehre raus, um dir Ratschläge geben zu können, aber ich hätte eine Frage:

Welche Fachgebiete und Themen interessiert dich wirklich?

_________________
Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
Telefonmann



Anmeldungsdatum: 05.10.2011
Beiträge: 496

Beitrag Telefonmann Verfasst am: 15. Aug 2026 16:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bekomme bei deinem Text den Eindruck, dass du dir die Situation möglicherweise selbst schön redest. Tips diesbezüglich und zum weiteren Vorgehen würde ich bei Unsicherheiten mit einer Studienberatung vor Ort oder befreundeten Kommilitonen besprechen.
_________________
Freundliche Grüße, T.
ak!!53



Anmeldungsdatum: 12.01.2024
Beiträge: 125

Beitrag ak!!53 Verfasst am: 17. Aug 2026 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

Danke euch beiden für das Antworten auf meinen Beitrag.
@TomS Ich habe nach dem lesen der Frage mir die Arbeitsgruppen näher angesehen, dabei lässt sich die th. Physik in 2 Bereiche eingrenzen, die der Teilchenphysik und nicht linearen Physik.

Die Teilchen* Physik hatte Arbeitsgruppen die relativ kurz deren Forschungsgebiet in englisch formuliert haben.
Die Arbeitsgruppen aus der linearen theoretische Physik wirkten für mich als würden die alle Samt in dem Bereich von Kern und Teilchenphysik arbeiten bis auf eine Gruppe, die sich zusätzlich mit der Kosmologie beschäftigt. Was auch ganz spannend im kurzen Moment wirkte.

Die experimentellen Arbeitsgruppen luden ein auch sich einige Bachelorthemen anzusehen, die las ich mir durch und empfand diese ähnlich wie in einem Versuchsbericht aus dem Praktikum.
Zusätzlich fand ich es schwer die e. Arbeitsgruppen einzuordnen in welchen Bereichen die wirklich tätig sind, manche schrieben auf ihren Seiten ausführlicher, manche nicht.


Da ich bin zum Oktober Zeit habe mich das erste Mal auf ein Gespräch mit den Arbeitsgruppen einzulassen werde ich mir das noch gut überlegen. Ich habe auch vor ein kleines Buch zu kaufen und meine Gedanken/Ideen dort zu sammeln, sodass ich am Tag dann noch dazu Kommentare schreiben kann um eine gute Entscheidung zu treffen.


@Telefonmann
Ich wollte kurz einräumen, dass durch das Lesen über die Arbeit verschiedener Arbeitsgruppen ich weitere Bachelor/Masterarbeiten zum Lesen finden konnte.
Ich wollte natürlich nicht, dass Verbal so einfach wie einen Klacks darstellen lassen.
Einige th. Bachelorarbeiten sind in einem Umfang von 40 bis 100 Seiten geschrieben. Manche hatten ziemlich viele Quellennachweise, manche weniger.

Mit dem überfliegen und dem Einschätzen, dass die meisten oder nahezu alle th. Bachelorarbeiten am Ende nicht mit den Kenntnissen aus dem Grundstudium zu schreiben sind, nehme ich an, dass es sich etwas ähnlich verhalten wird wie in einem Versuchsbericht. Nur das die Anleitung nicht zb 10 Seiten Pdf sein wird mit einem Umfang von 10-30 Formeln sondern eher es richtige Paper sein werden aus dem Arxiv oder Literatur usw.
Darin die richtigen Verknüpfungen und evtl Herleitungen zu finden/schreiben dürfte mit unter anderem das schwierigste Manko sein.
Sonst sah ich in einer Masterarbeit das Pythonskript, davon wollte ich mich nicht abschrecken lassen. ... Big Laugh


Ich denke mal, dass die Studienberatung mehr weiß aber die Nutzer hier mehr Erfahrung haben. smile

Viele Grüße damit


Zuletzt bearbeitet von ak!!53 am 17. Aug 2026 16:19, insgesamt einmal bearbeitet
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21593

Beitrag TomS Verfasst am: 17. Aug 2026 10:34    Titel: Antworten mit Zitat

ak!!53 hat Folgendes geschrieben:
… dabei lässt sich die th. Physik in 2 Bereiche eingrenzen, die der linearen und nicht linearen Physik.

Die nicht lineare theoretische Physik hatte Arbeitsgruppen die relativ kurz deren Forschungsgebiet in englisch formuliert haben.
Die Arbeitsgruppen aus der linearen theoretische Physik wirkten für mich als würden die alle Samt in dem Bereich von Kern und Teilchenphysik arbeiten bis auf eine Gruppe, die sich zusätzlich mit der Kosmologie beschäftigt. Was auch ganz spannend im kurzen Moment wirkte.

Die Einteilung in lineare und nichtlineare Physik ist seltsam.

Mich haben Themenbereiche interessiert, also Plasmaphysik, Elementarteilchenphysik, Gravitation und Kosmologie … aber nicht ob das jetzt linear oder nichtlinear ist.

Bzgl. Theorie und Experiment ist es einfach eine Frage der persönlichen Neigung und auch Fähigkeiten. Das findet man heraus, indem man es probiert. Ich habe über die Zeit einfach festgestellt, dass ich weniger gern im Labor arbeite, dass man dabei oft wenig am eigtl. Problem arbeitet sondern an zig Themen außenrum (ich hätte eine Diplomarbeit in einem Forschungsprojekt zur Neutrinophysik machen können, das wären aber stochastische Methoden zur Simulation von Detektoren, nix mit Neutrinos …). Aber auch in der Theorie arbeitet man nicht gleich an vorderster Front sondern findet erst mal selbst raus, was andere schon viel früher rausgefunden haben.

Hast du nicht irgendwelche Themen, die dich wirklich interessieren, und die du bei diesen Arbeitsgruppen wiederfindest? Evtl. gibt es da Überlappungen, das wirst du im Gespräch herausfinden. Ich kann dir aber nicht sagen, was du spannend findest.

_________________
Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
ak!!53



Anmeldungsdatum: 12.01.2024
Beiträge: 125

Beitrag ak!!53 Verfasst am: 17. Aug 2026 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
Meine Unterteilung war Fehlerhaft, dies habe ich korriegiert.
Ja, dann muss man einfach mal schauen. smile
AlwinRabenfeld



Anmeldungsdatum: 21.08.2026
Beiträge: 1

Beitrag AlwinRabenfeld Verfasst am: 21. Aug 2026 16:37    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde die Einteilung auch nicht überbewerten. Gerade in der theoretischen Physik überschneiden sich die Gebiete ständig. Als ich damals an meiner Abschlussarbeit saß, habe ich gemerkt, wie stark sich Plasmaphysik und Kosmologie mathematisch ähneln, und um zu Hause die Lernphasen gut einzuteilen, hilft ein stilvolles Holz-Sanduhr-Modell für den Schreibtisch wirklich super als visuelle Hilfe ohne Bildschirme.
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