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dermeister



Anmeldungsdatum: 02.05.2011
Beiträge: 262

Beitrag dermeister Verfasst am: 01. Jun 2011 13:03    Titel: Resonanz Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Hallo zusammen,
ich hab hier so ne Aufgabe: Elektrische Resonanzkopplung (also eine Erregerspule und ein Schwingkreis, der dadurch angetrieben wird); wenn man jetzt die Eigenfrequenz des Schwingkreises hat, wie hängt die Phasenverschiebung der erregenden und der erregten Schwingung von der Erregerfrequenz ab???

Meine Ideen:
Hab mich schon mit Differentialgleichungslösung versucht, bin aber kläglich gescheitert. Mir fehlen die Mathematischen Grundlagen der Herleitung, bin erst 10. Klasse. Mich würde speziell interessieren, wie die Phasen verschoben sind, wenn die Eigenfrequenz 100MHz beträgt, und die Erregerfrequenz 60MHz; wenn es einer schafft, es mir sogar noch zu erklären, wie man das berechnet, wäre es genial!

Danke schonmal!
schnudl
Moderator


Anmeldungsdatum: 15.11.2005
Beiträge: 6979
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Beitrag schnudl Verfasst am: 01. Jun 2011 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht magst du mal erklären, worum es genau geht...
_________________
Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen (Goethe)
dermeister



Anmeldungsdatum: 02.05.2011
Beiträge: 262

Beitrag dermeister Verfasst am: 02. Jun 2011 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe eine Spule, an die eine Wechselspannung angelegt ist. Diese ist durch einen Eisenkern mit einer zweiten Spule verbunden. Zur zweiten Spule ist ein Kondensator parallelgeschalten (also einfach ein Schwingkreis, mit Widerstand R). wenn ich jetzt eine bestimmte Wechselspannung anlege, bekomme ich einen bestimmten Spannungsverlauf (diese Spannung soll einfach parallelgeschalten zum Kondensator gemessen werden) am Kondensator im Schwingkreis. Ich möchte wissen, wie bei einem realen Schwingkreis die Phasenverschiebung der beiden Schwingungen mathematisch dargestellt werden kann (also abhängig vom Widerstand, der Induktivität der Spulen, der Kapazität des Kondensators, der Erregerfrequenz, der Erregeramplitude etc.)
schnudl
Moderator


Anmeldungsdatum: 15.11.2005
Beiträge: 6979
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Beitrag schnudl Verfasst am: 02. Jun 2011 14:24    Titel: Antworten mit Zitat

Dazu musst du

1) den Trafo durch eine passende Ersatzschaltung modellieren und

2) die Übertragungsfunktion ausrechnen.

Mach dir daher zuerst klar, wie ein Trafo modelliert wird !

_________________
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dermeister



Anmeldungsdatum: 02.05.2011
Beiträge: 262

Beitrag dermeister Verfasst am: 02. Jun 2011 15:39    Titel: Antworten mit Zitat

Naja... ich versteh kein Wort; tut mir Leid Hilfe
schnudl
Moderator


Anmeldungsdatum: 15.11.2005
Beiträge: 6979
Wohnort: Wien

Beitrag schnudl Verfasst am: 02. Jun 2011 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ich fürchte dein Vorhaben wird komplexer als du denkst. Ich kenne deine elektrotechnische Vorbildung nicht, möchte aber gerne trotzdem erklären wie es geht:

Dafür musst du nämlich ein realistisches elektrisches Modell eines Trafos verwenden das durch folgende Parameter gebildet wird:

* Hauptinduktivitäten primär und Sekundärseitig
* Streuinduktivitäten primär und sekundär
* Wicklungswiderstände und primär uns sekundär

Je enger die Wicklungen magnetisch gekoppelt sind, desto kleiner werden die Streuinduktivitäten.

Nun überträgt (transformiert) man die sekundären Größen mittels Übersetzungsverhältnis u auf die Primärseite:

* Impedanzen transformieren sich mit dem Faktor u²
* Spannungen mit u und
* Ströme mit 1/u

Die transformierten Größen werden mit gestrichenen Symbolen gekennzeichnet.

Dabei ist



Bei vernachlässigbaren magnetischen Streufeldern kommt man zum vereinfachten Ersatzschaltbild b).

Sind dann auch noch die ohmschen Widerstände vernachlässigbar, landet man bei einem Parallelschwingkreis.

Man kann nun ausgehend von diesem Modell die Phasenverschiebung zwischen U2' und U1 ausrechnen. Natürlich darf man nicht vergessen, das Resultat U2' wieder auf die Sekundärseite U2 zu transformieren, d.h. durch u zu dividieren.



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Keplerfan



Anmeldungsdatum: 19.05.2011
Beiträge: 252

Beitrag Keplerfan Verfasst am: 02. Jun 2011 20:35    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist vielleicht einfacher, sich zunächst zu überlegen, was passiert, wenn man eine Wechselspannung der Frequenz f an den Schwingkreis anschließt (also z.B. 230 V, 60 Hz). Der Transformator ist vielleicht gar nicht nötig; wenn es nur um die Resonanz geht, ist ein anderes Modell vielleicht geeigneter.
dermeister



Anmeldungsdatum: 02.05.2011
Beiträge: 262

Beitrag dermeister Verfasst am: 03. Jun 2011 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,
erst mal danke für eure Antworten, aber leider versteh ich sie nicht. Meine elektrotechnische Vorbildung ist eher rudimentär, bin mehr so der Mechaniker.
Ihr würdet mir einen großen Gefallen tun, wenn ihr die Phasenverschiebung einfach mal für die obigen Werte ausrechnen würdet, der bloße Wert reicht mir schon. Hier noch mal die Angaben:
- Eigenfrequenz des Schwingkreises: 100 MHz
- Frequenz des Transformators (oder wie Keplerfan gesagt hat direkt angelegt wenn das gleiche rauskommt): 60 MHz
- Die Kapazität und die Induktivität sind nicht gegeben
- Die angelegte Scheitelspannung auch nicht
=> bei den nicht gegebenen einfach was realistisches nehmen, mir reicht sogar die Größenordnung
Danke schon mal an denjenigen, der sich die Mühe macht, er tut mir einen RIESEN gefallen:
Mein Lehrer hat in der Klausur die Angabe falsch gestellt. Ich muss ihm jetzt zeigen, dass der Wert groß genug ist, dass man ihn auf einer bestimmten Größenskala sehen kann, sonst krieg ich null Punkte. Ausrechnen können muss ich das also gar nicht... sry
isi1



Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 2903
Wohnort: München

Beitrag isi1 Verfasst am: 03. Jun 2011 17:44    Titel: Re: Resonanz Antworten mit Zitat

dermeister hat Folgendes geschrieben:
Elektrische Resonanzkopplung (also eine Erregerspule und ein Schwingkreis, der dadurch angetrieben wird); wenn man jetzt die Eigenfrequenz des Schwingkreises hat, wie hängt die Phasenverschiebung der erregenden und der erregten Schwingung von der Erregerfrequenz ab?
Ungedämpft sieht das so aus:
Anregungsfrequenz kleiner Resonanzfrequenz ---> φ=0°
Anregungsfrequenz größerr Resonanzfrequenz ---> φ=180°

http://www.ifm.maschinenbau.uni-kassel.de/~lsch/zuTM1_WS045/Bilder/b45.gif

Ist hingegen der Schwingkreis gedämpft, dann sehen die Winkel so aus:
Dein Trafoanschluss dämpft auf jeden Fall wegen der Eisenverluste,
also hast Du eine Phasenverschiebung von einigen Grad (>0, <90°).

http://www.ifm.maschinenbau.uni-kassel.de/~lsch/zuTM1_WS045/Bilder/b46.gif

Die Berechnung (mechanisches Modell) findest Du hier:

http://www.ifm.maschinenbau.uni-kassel.de/~lsch/zuTM1_WS045/Vorl27.html

_________________
Grüße aus München, isi •≡≈ ¹₁₂½√∠∞±∫αβγδεηκλπρσφω ΔΣΦΩ
dermeister



Anmeldungsdatum: 02.05.2011
Beiträge: 262

Beitrag dermeister Verfasst am: 04. Jun 2011 10:24    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, isi1! der Zweite Link hat's gebracht, die Graphik ist gut!
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