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Bremsvorgang:
 
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Stephie



Anmeldungsdatum: 12.07.2011
Beiträge: 3

Beitrag Stephie Verfasst am: 12. Jul 2011 10:30    Titel: Bremsvorgang: Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Hey Leute wir sitzen grad vor ner super schweren Aufgaben und habe im Moment keine Ahnung wie das geht! Könnt ihr uns helfen
Gegebene Werte sind:

-Vo=120km/h auf einem Autobahnstück mit einer konstanten Steigung von 1%
-An der Autobahnausfahrt ist auf Vmax=60km/h begrenzt
-Das Fahrzeug ist Massepunkt mit der Masse mf= 1500kg

Gesucht ist:

-d0 ( wenn man zur Ausfahrt den Fuß vom Gaspedal weg nimmt)
-Vf

Zusätlich ist gegeben:

- Lufwiederstand F_L mit einer Fläche von A_F= 2,5m^2, einem cw- Wert von 0,4 und einer Dichte der Luft von pl= 1.23kg/ m^3
- Rollreibung F_R mit einem Reibungskoeffizienten von cR= 0,01
- Reibung F_A im Antriebsstrang mit d_A= 150 Ns/m


Meine Ideen:
unser erster Schritt war, dass wir alle wirkenden Kräfte zusammen gesetzt haben F_brems(F_H+F_L+F_A+F_R+F_g) und danach den Winkel für die Steigung ausgerechnet haben ( 0,57°)
Packo
Gast





Beitrag Packo Verfasst am: 12. Jul 2011 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

Stephie,
du solltest uns aber schon sagen was Vf und was d0 ist.
magician4



Anmeldungsdatum: 02.06.2010
Beiträge: 914

Beitrag magician4 Verfasst am: 12. Jul 2011 12:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

soweit ich eure aufgabe richtig verstanden hab, wollt ihr doch wissen ab welcher distanz zur ausfahrt ihr den fuss vom gas nehmen muesst, um dort just mit 60 km/h aufzurollen

mithin:

um von 120 km/h auf 60 km/h ruterzukommen, muesst ihr einiges an kinetischer energie loswerden:



diese energie verteilt sich auf die luft-, roll usw. -widerstandsbedingten bremsenergien sowie auf die potentielle energie durch zugewinn an hoehe:



die summe aller bremskraefte hattet ihr ja bereits ermittelt, und koennt diese nunmehr als eine einheitlichen bremskraft auffassen, welche mit einer einheitlichen bremsverzoegerung wirkt:



ferner gilt fuer die erreichte steighoehe h aus trigonometrischen gruenden h = s * sin (alpha) , wobei euch sin (alpha) bereits mit 0.01 vorgegeben ist (denn dies ist genau die definition von "steigung")

somit ergibt sich aus gl (2):



bzw.




... und ich hoff den rest wuppt ihr dann schon allein

gruss

ingo
Stephie



Anmeldungsdatum: 12.07.2011
Beiträge: 3

Beitrag Stephie Verfasst am: 12. Jul 2011 16:18    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Antworten smile

Mal eine Frage, was ist v1 und was ist v2?
V1 = 120km/h V2=60km/h <--- oder?

Wie berechnen wir a_brems und v_f ?

Für vf haben wir vf = v_1 - v_brems
vf soll die Momentangeschwindigkeit sein und v_brems die Geschwindigkeit in
Abhängigkeit vom Weg d0 und und den Bremskräften.

lg Stephie
magician4



Anmeldungsdatum: 02.06.2010
Beiträge: 914

Beitrag magician4 Verfasst am: 12. Jul 2011 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Mal eine Frage, was ist v1 und was ist v2?
V1 = 120km/h V2=60km/h <--- oder?

yep.... wobei sich eine umrechnung der geschwindigkeits-einheit auf m/sec empfiehlt, sonst passt das mittm rest nimmer zusammen

Zitat:
Wie berechnen wir a_brems und v_f ?

a_brems im meiner herleitung entspricht eurer summe ueber die genannten bremskraefte , dividiert durch die masse des fahrzeugs

nun kann man allerdings das anrollen gegen die steigung ebenfalls als abbremsen gegen eine kraft auffassen (--> "hangabtriebskraft"), und diese wiederum mit der summe "eurer" bremskraefte zu einer gesamt-bremskraft zusammenfassen

dieser gesamt-bremskraft kann man dann wieder gem. F = m * a eine gesamt-bremsverzoegerung a_eff. zuordnen, welche just dem klammerausdruck im bruch ganz rechts der letzten zeile meiner herleitung entspricht

a_eff. = a_brems + g*sin(alpha)

mit v_brems (t) = a_eff. * t sowie dem bekannten v_1 laesst sich daraus die momentangeschwindigkeit in den grenzen t=0 und t = t_(60km/h) berechnen, wobei das delta t sich wiederum durch aufloesen von s = 1/2 a_eff. * t² nach der zeit ergibt

da etwas allgemeiner daher aber eben auch immer gilt t(s) = [2 *s / a_eff.}^1/2 koennt ihr das auch in den obigen ausdruck einpflegen und erhaltet:
v_brems (s) = a_eff. * [2 *s / a_eff. }^1/2

gruss

ingo


Zuletzt bearbeitet von magician4 am 12. Jul 2011 19:47, insgesamt 2-mal bearbeitet
Stephie



Anmeldungsdatum: 12.07.2011
Beiträge: 3

Beitrag Stephie Verfasst am: 12. Jul 2011 18:38    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für deine Antwort smile

Wir haben das Problem, dass wenn wir die Bremsenden Kräfte zusammen fassen, und das F gegen m*a_eff tauschen, dass das v_f als Variable stehen bleibt, das ist eig. unser Kernproblem.

Verstanden und nachvollzogen haben wir deinen Ansatz, der ist echt genial.
Beschäftigst Du dich beruflich viel mit Physik?

lg Stephie
magician4



Anmeldungsdatum: 02.06.2010
Beiträge: 914

Beitrag magician4 Verfasst am: 12. Jul 2011 19:05    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wir haben das Problem, dass wenn wir die Bremsenden Kräfte zusammen fassen, und das F gegen m*a_eff tauschen, dass das v_f als Variable stehen bleibt, das ist eig. unser Kernproblem.


das vermag ich nicht so recht nachzuvollziehen...

nach eurer erlaeuterung:

Zitat:
Für vf haben wir vf = v_1 - v_brems


ist vf ja diejenige (momentan-) geschwindigkeit welche verbleibt, sofern ich von der betrachteten ausgangsgeschwindigkeit (120 km/h resp. analog in m/s) eben v_brems abziehe, wobei v_brems dann diejenige geschwindigkeit ist, welche sich aus der wirkung der vereinigten bremskraefte auf euer automobil als "negativ-geschwindigkeit" ergibt

mithin:

vf (t) = 120 km/h - v_brems (t) = 120 km/h - a_eff. * t

oder aber in abhaengigkeit von s:

vf (s) = 120 km/h - a_eff. * [2 * s / a_eff.]^1/2 = 120 km/h - [2 *s * a_eff]^1/2

..wobei ich a_eff zu a_eff. = a_brems + g*sin(alpha) hergeleitet hatte
... und sich a_brems aus eurer summe der bremskraefte, dividiert durch die fahzeugmasse ergab: F_brems / m = a_brems

soweit ich das korrekt sehe, bleiben da keine unbestimmten groessen in der luft haengen, oder uebersehe ich da irgendwas wesentliches?

aber vielleicht ist dieses erewaehnenswert / klaerend: vf (s) hat keinen konkreten einzelwert, denn das ist die momentangeschwindigkeit zu jedem zeitpunkt eures experiments, somit variabel: eine funktion also.
davon koennt ihr nen huebschen graphen zeichnen, und dafuer koennt ihr fuer jeden zurueckgelegtemn weg einen wert berechnen, aber davon gibts eben (beliebig) viele vf , s wertepaare.
insofern ist es ok nicht den wert fuer vf zu haben, aber eine vorschrift nach der sich alle vf zu allen auftretendes s berechnen lassen, und zwar eindeutig.

Zitat:
Verstanden und nachvollzogen haben wir deinen Ansatz, der ist echt genial.
Beschäftigst Du dich beruflich viel mit Physik?

danke, das tut einem gelegentlich hier mal mitwirkenden chemiker, der beruflich wirklich nur am rande mit physik zu tun hat, gut


schoenen abend noch

ingo
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