RegistrierenRegistrieren   LoginLogin   FAQFAQ    SuchenSuchen   
Erzwungener gedämpfter harmonischer Oszillator
 
Neue Frage »
Antworten »
    Foren-Übersicht -> Mechanik
Autor Nachricht
Jayk



Anmeldungsdatum: 22.08.2008
Beiträge: 1450

Beitrag Jayk Verfasst am: 25. Nov 2013 20:17    Titel: Erzwungener gedämpfter harmonischer Oszillator Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Es geht um den erzwungenen harmonischen Oszillator, genauer um das Vorzeichen der Amplitude der Lösung x(t) [in der Nähe der Resonanzfrequenz].

Meine Ideen:
Ausgangspunkt ist .

Aufgabe war es (u.a.), eine partikuläre Lösung der inhomogenen DGL zu bestimmen über den Ansatz . Dann folgt

Nun wende ich Additionstheoreme an und dividiere durch den Cosinus von :



Da die linke Seite zeitunabhängig ist, muss die rechte Seite auch zeitunabhängig sein:

.

Nun, da die zeitabhängigen Terme "eliminiert" sind, müssen die zeitunabhängigen übereinstimmen:



Nun teile ich durch den Cosinus von delta:



Als Hinweis wurde noch gegeben:

Damit folgt







Das deckt sich wunderbar mit dem, was zum Beispiel im Landau/Lifschitz dazu steht. Die Punkte gab es dafür natürlich, allerdings mit dem Hinweis, dass der Lösung noch der Faktor fehlt, da die als Hinweis gegebene Identität so eben nicht ganz stimmt (diese war auch als Hinweis gegeben). [EDIT: Ich merke, das ist auch ziemlicher Blödsinn, aber das hat er gesagt...]

Auf der einen Seite klingt das plausibel, denn ich erinnere mich dunkel, dass in der Experimentalphysik darüber gesprochen wurde, dass in der Nähe der Resonanzfrequenz ein Phasensprung auftritt (war jedenfalls mein erster Gedanke). Andererseits habe ich die Identität für den Sinus ja gar nicht verwendet und dem Cosinus dürfte das ja ziemlich wenig machen. Außerdem lässt die Tangensabhängigkeit von delta ja selbst "Spielraum" für Sprünge. Und wenn ich mir das bei Excel mal ansehe, passiert das auch.

Abgesehen davon: Landau fehlerhaft!?^^ (In meiner Ausgabe sind die Seiten 94ff relevant)

Ich bin jetzt schon etwas verwirrt. Wie gesagt, es geht nicht um die Punkte, denn die gab es, aber ich wüsste schon gern, wie es jetzt richtig ist.
erkü



Anmeldungsdatum: 23.03.2008
Beiträge: 1414

Beitrag erkü Verfasst am: 25. Nov 2013 22:54    Titel: Re: Erzwungener gedämpfter harmonischer Oszillator Antworten mit Zitat

Hallo,

ist irrelevant, da im Nenner für die Amplitude das Quadrat des Terms
steht. Und das Quadrat ist bekanntermaßen immer positiv und damit auch die Amplitude.

_________________
Das Drehmoment ist der Moment, wo es zu drehen anfängt. :punk:
Jayk



Anmeldungsdatum: 22.08.2008
Beiträge: 1450

Beitrag Jayk Verfasst am: 25. Nov 2013 23:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo erkü,

die Korrektur sah in etwa so aus:



Das ist irgendwie gerade verwirrend. Vor allem fände ich eine Vorzeichenunterscheidung bei beiden Identitäten weder logisch, noch sind sie bei QtiPlot auf dem Intervall [-100,100] nachweisbar...

Wo genau fehlt denn ein Schritt (ob relevant oder nicht)?
erkü



Anmeldungsdatum: 23.03.2008
Beiträge: 1414

Beitrag erkü Verfasst am: 26. Nov 2013 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Jayk hat Folgendes geschrieben:
Hallo erkü,

die Korrektur sah in etwa so aus:



Aha !
"A" war für mich der Amplitudenbetrag.

Die Formel

beschreibt die Phasendifferenz zwischen Kraft und Elongation. Üblicherweise wird umgekehrt definiert:
Phase zwischen Elongation und Kraft

Deshalb das Produkt mit

_________________
Das Drehmoment ist der Moment, wo es zu drehen anfängt. :punk:
Jayk



Anmeldungsdatum: 22.08.2008
Beiträge: 1450

Beitrag Jayk Verfasst am: 26. Nov 2013 18:00    Titel: Antworten mit Zitat

Und wo genau kommt dieser Faktor jetzt her?

Wie gesagt, die Terme beziehen sich auf die Kraft und die Elongation .
jmd2
Gast





Beitrag jmd2 Verfasst am: 26. Nov 2013 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

Jayk hat Folgendes geschrieben:



Hier kann man erkennen,daß bei
der Ausdruck negativ wird (delta ist dann >0)

Bei deiner weiteren Rechnung wird das Minus dann wegquadriert

Die Funktion müßte aber so aussehen



Jayk



Anmeldungsdatum: 22.08.2008
Beiträge: 1450

Beitrag Jayk Verfasst am: 26. Nov 2013 18:28    Titel: Antworten mit Zitat

jmd2 hat Folgendes geschrieben:
Hier kann man erkennen,daß bei
der Ausdruck negativ wird (delta ist dann >0)


Soweit klar. Thumbs up!

Zitat:

Bei deiner weiteren Rechnung wird das Minus dann wegquadriert


Wie das? Tut mir leid, ich sehe gerade wirklich nicht, welche der Umformungen ein Vorzeichen kaputtmacht.

Zitat:

Die Funktion müßte aber so aussehen





Wie kann das denn sein? Das würde doch heißen, dass der Fehler schon irgendwo davor war, oder? Also ist die Gleichung bereits falsch?
jmd2
Gast





Beitrag jmd2 Verfasst am: 26. Nov 2013 18:45    Titel: Antworten mit Zitat

Jayk hat Folgendes geschrieben:
Also ist die Gleichung bereits falsch?


Die ist nicht falsch weil man noch nichts über f/A weiß
Erst mit der Lösung muß man sich auf die obrige Gleichung besinnen
und überlegen unter welchen Umständen die auch negativ sein kann

Mit diesem Wissen habe ich das hingeschrieben



wo das Minus verschwunden ist kannst du sicher nachrechnen
Es ist halt hier nicht mehr da

Jayk



Anmeldungsdatum: 22.08.2008
Beiträge: 1450

Beitrag Jayk Verfasst am: 26. Nov 2013 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

Okay, ich glaube, ich habe den Fehler gefunden. Alles ist bis zum vorletzten Schritt richtig:



doch das Unter-die-Wurzel-Ziehen ist falsch, weil .

Danke für die Hilfe!
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8762

Beitrag jh8979 Verfasst am: 26. Nov 2013 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

Der Grund, dass man die sign-Funktion in vielen Behandlungen der angeregten Schwingung nicht sieht (wie z.B. im Landau) ist vermutlich schlicht, dass man sie "verstecken" kann, indem man (wegen der Perisodizitaet des Tan) den Winkel delta zwischen 0 und pi wählt, anstatt -pi/2 und pi/2.

Die sign-Funktion ist nämlich äquivalent zu einer Phasenverschiebung um . Wählt man den Arctan so dass er Werte zwischen 0 und pi liefert, ist dies äquivalent.

PS: Der physikalische Grund ist, dass der Winkel delta eine stetige Funktion von omega sein sollte.
Jayk



Anmeldungsdatum: 22.08.2008
Beiträge: 1450

Beitrag Jayk Verfasst am: 26. Nov 2013 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

Also zusammengefasst:


  • : delta(omega) springt und die Signum-Lösung ist die korrekte. Die Identität ist korrekt.
  • : delta(omega) ist stetig und die Lösung enthält kein Signum. Die Identität heißt korrekterweise ,

womit der Hinweis des Tutors genau dann gilt, wenn die Begründung falsch ist. Hammer

Vielen Dank! Thumbs up!
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8762

Beitrag jh8979 Verfasst am: 26. Nov 2013 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

Meistens kommt man halt damit durch, wenn man Studenten auf die schnelle eine Antwort gibt ... manchmal nicht Augenzwinkern
Neue Frage »
Antworten »
    Foren-Übersicht -> Mechanik