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Atze123 Gast
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Atze123 Verfasst am: 08. Jul 2026 21:56 Titel: Gehen Quantenteilchen wirklich alle möglichen Wege? |
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Meine Frage:
Guten Abend.
Eben habe ich folgendes Video angeschaut:
youtu.be/qJZ1Ez28C-A?si=YFNvOYXv1zl85TNx
Dort wurde dargestellt, dass ein Quantenteilchen, wie zb Licht, unendlich viele Wege nimmt, wenn es von einem Objekt ausgestrahlt wird.
Nun meine Frage: wie kann man das so zweifelsfrei nachweisen? Man kann ja diese Wege nicht sehen.
Meine Ideen:
Zudem: wie muss man sich das im Detail vorstellen? Soll ein Photon irgendwie gleichzeitig parallel alle Wege durch das Universum nehmen? Wie soll dann alles gleichzeitig am Ziel ankommen? Oder habe ich einfach etwas missverstanden?
Und ist das Prinzip der geringsten Wirkung wirklich so elementar? Davon habe ich vorher noch nie etwas gehört. |
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TechnikFan
Anmeldungsdatum: 05.11.2024 Beiträge: 255
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TomS Moderator

Anmeldungsdatum: 20.03.2009 Beiträge: 21469
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TomS Verfasst am: 13. Jul 2026 12:46 Titel: Re: Gehen Quantenteilchen wirklich alle möglichen Wege? |
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| Atze123 hat Folgendes geschrieben: | Dort wurde dargestellt, dass ein Quantenteilchen, wie zb Licht, unendlich viele Wege nimmt, wenn es von einem Objekt ausgestrahlt wird.
Nun meine Frage: wie kann man das so zweifelsfrei nachweisen? Man kann ja diese Wege nicht sehen.
Meine Ideen:
Zudem: wie muss man sich das im Detail vorstellen? Soll ein Photon irgendwie gleichzeitig parallel alle Wege durch das Universum nehmen? Wie soll dann alles gleichzeitig am Ziel ankommen? Oder habe ich einfach etwas missverstanden?
Und ist das Prinzip der geringsten Wirkung wirklich so elementar? Davon habe ich vorher noch nie etwas gehört. |
Jede Erklärung mittels "Teilchen" ist von vornherein zum Scheitern verurteilt; die Vorstellung von klassischen Teilchen ist falsch und kann nicht gerechtfertigt oder gerettet werden. Weder in der Quantenmechanik noch in der Quantenfeldtheorie kommen auf mathematischer Ebene Teilchen vor. Das Pfadintegral in der Quantenmechanik wird manchmal so interpretiert, aber das ist hochgradig irreführend und führt zu falschen Vorstellungen und unsinnigen Erklärungen. In der Quantenfeldtheorie gibt es an keiner Stelle die Möglichkeit, sowas wie Teilchen in die Mathematik hineinzuinterpretieren; die Idee von "Teilchen" aufgrund des Pfadintegrals in der Quantenmechanik ist also eine Sackgasse.
Man geht am besten von einem Feldbegriff aus, in dem Felder bzw. Wellen zu Superpositionen führen; damit ist man nicht weit von der klassischen Feldtheorie entfernt.
Das verbleiben Rätsel, das aber auch durch das Teilchenbild nicht erklärt oder gar gelöst wird, ist, wie ein wellenartig propagierendes Quantenobjekt zu lokalisierten Detektorereignissen führt: ein Photon an einer Stelle auf der Netzhaut, in einem Pixel eines Detektorarrays, hinter dem Doppelspalt einzelne angeregte Atome ... Der Punkt ist, dass einer das Teilchenbild hier nicht hilft, und das es vom wesentlichem ablenkt: es werden nie Teilchen beobachtet oder delektiert!! Was detektiert wird sind lokalisierte Detektorereignisse, bei denen es sich jedoch nicht selbst um Teilchen handelt, sondern um kollektive Phänomene von sehr vielen quantenmechanischen Freiheitsgraden sind: Elektronenfelder in Sehzellen bzw. -nerven, Elektronenfelder in Photomultipliern ...
Führt man das Teilchenbild ein, löst man dieses letzte Probleme nicht, erzeugt jedoch weitere: was passiert mit dem Teilchen vor dem Detektor, unterwegs, entlang welches Weges ...? Verzichtet man auf das Teilchenbild, bleibt das letzte Problem zwar offen, dafür ist die Propagation von Quantenfeldern unproblematisch.
Ich halte es für besser, das verbleibende Problem als solches explizit zu benennen. |
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Jakito
Anmeldungsdatum: 30.05.2024 Beiträge: 170
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Jakito Verfasst am: 13. Jul 2026 14:09 Titel: |
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Bei mir hat der Link funktioniert.
Im Prinzip würde ich versuchen, mir "das im Detail" so ähnlich wie möglich zum Huygenssches Prinzip bei der Wellengleichung vorstellen. Weil das nicht ganz klappt (Feynman-Pfad-Integrale sind mathematisch nicht ganz eindeutig-definiert, im Gegensatz zum Huygensschen Prinzip bei der Wellengleichung), ist es vielleicht eine gute Idee, sich auch ein wenig an der Feynman-Kac-Formel und ihrem Kontext zu orientieren. Wie soll da gehen? Indem t ganz leicht in Richtung "t + delta i" gestört wird, mit delta -> 0.
(Das war eine neue Erkenntnis für mich, nach einer langen Diskussion über komplexe Zahlen: Die etabierte Konvention interpretiert reelle Zahlen implizit als Limit komplexer Zahlen mit positivem Imaginärteil. Aber nachdem ich es nun gelernt habe, bemerkte ich auch in Videos zum Thema, dass dieser Hinweis manchmal gegeben wird. Vermutlich taucht er auch in "normalen" Texten zu Feynman-Pfad-Integralen manchmal auf, aber ich habe in der kurzen Zeit seit meiner Erkenntnis noch keine solchen Texte wieder gelesen.) |
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TechnikFan
Anmeldungsdatum: 05.11.2024 Beiträge: 255
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TechnikFan Verfasst am: 14. Jul 2026 12:34 Titel: |
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| Jakito hat Folgendes geschrieben: | Bei mir hat der Link funktioniert.
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Ich habe auf verschiedene Weisen versucht die Zeichenfolge
youtu.be/qJZ1Ez28C-A?si=YFNvOYXv1zl85TNx
in einen formal gültigen Link umzuwandeln, ohne Erfolg.
Welchen Link hast Du verwendet? |
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Steffen Bühler Moderator
Anmeldungsdatum: 13.01.2012 Beiträge: 7462
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TechnikFan
Anmeldungsdatum: 05.11.2024 Beiträge: 255
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TechnikFan Verfasst am: 14. Jul 2026 12:40 Titel: |
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Danke. |
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AblenkerDetektor Gast
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AblenkerDetektor Verfasst am: 14. Jul 2026 19:09 Titel: |
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| TomS hat Folgendes geschrieben: | Jede Erklärung mittels "Teilchen" ist von vornherein zum Scheitern verurteilt;....
Ich halte es für besser, das verbleibende Problem als solches explizit zu benennen. |
Einfach die intellektuelle Sichtweise schwenken ist natürlich auch eine "Lösung". |
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