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FAQ - Quantenfeldtheorie, Formalismus und Bedeutung
 
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TomS
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Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21593

Beitrag TomS Verfasst am: 30. Aug 2026 08:06    Titel: FAQ - Quantenfeldtheorie, Formalismus und Bedeutung Antworten mit Zitat

Nach den letzten Diskussionen zu QM / QFT und der (anschaulichen) Bedeutung oder Erklärung, hier nun FAQ-Beitrag, um das zusammenzufassen.

1) Ausgehend von klassischen Feldern konstruiere ich mittels kanonischer Quantisierung die entsprechenden Feldoperatoren. Ich stelle einige der Kernelemente des Formalismus dar, insbs. den Energie- bzw. Hamilton-Operator, der zugleich Generator der Zeitentwicklung ist. Ausgehend von 1-"Teilchen"-Fockzuständen konstruiere ich den zu einem Wellenpaket korrespondierenden 1-"Teilchen"-Zustand als Superposition. Zuletzt sage ich noch etwas zu einigen Erwartungswerten für diese Zustände, insbs. zu Energie- und Impulsdichten. Das ganze erfolgt für das reelle Skalarfeld als Spielzeugmodell für Photonen, d.h. ohne Antiteilchen, ohne Polarisation und ohne elektrische Ladung.

2) Bedeutung und Interpretation - in einem Folgebeitrag


A Klassische Feldtheorie

Die Lagrange-Dichte definiert die Dynamik. Daraus folgt der kanonische Impuls und per Legendre-Transformation die Hamilton-Dichte. Die Hamilton-Gleichungen sind äquivalent zu den Euler-Lagrange-Gleichungen, in unserem Fall die Klein-Gordon-Gleichung.

Lagrangedichte



Kanonisch konjugierter Impuls



Hamilton- = Energiedichte

Die Hamilton-Dichte folgt mittels Legendre-Transformation



Hamiltonsche Bewegungsgleichungen





ineinander eingesetzt resultiert die Klein-Gordon-Gleichung




B Quantisierung

Felder werden zu Operatoren mit kanonischen Vertauschungsrelationen. Äquivalent dazu (via Modenentwicklung) erhält man Erzeugungs-/Vernichtungsoperatoren mit ihren eigenen Vertauschungsrelationen. Die Modenfunktionen u_p(x) vermitteln zwischen beiden Bildern – Feldoperatoren als Integral über Moden, Erzeuger/Vernichter als Projektion der Felder auf Moden (analog zur Fourier-Hin und -Rücktransformation). Orthonormalität und Vollständigkeit der Modenfunktionen sind mathematisch hinreichende Bedingungen.

Kanonische Vertauschungsrelationen der Feldoperatoren





Vertauschungsrelationen der Erzeugungs-/Vernichtungsoperatoren





Modenentwicklung der Felder mit Umkehrung

Dies entspricht einer Verallgemeinerung der Fourier-Transformation für beliebige Modenfunktionen mit Orthonormalität und Vollständigkeit .

Modenfunktion

Für konkrete Berechnungen verwende ich ebene Wellen.





Die Normierung erfolgt dergestalt, dass das Integral über den 3-Raum mit dieser Normierung tatsächlich auf ein Skalarfeld führt, d.h. auf ein unter Lorentz-Tranformation invariantes Integral über die 4-dim. Raumzeit *.

Felder

Dargestellt mittels der Erzeuger und Vernichter:





Umkehrung mit Klein-Gordon-Skalarprodukt







Orthonormalität





Vollständigkeit



Beides zusammen entspricht der Tatsache, dass sich jede Funktion des Funktionenraumes eindeutig mittels der gewählten Basisfunktionen darstellen lässt.


C Dynamik

Der Hamilton-Operator (ausgedrückt durch Felder phi und pi oder Erzeugern und Vernichter), generiert über die Heisenberg-Gleichungen eine Zeitentwicklung für Operatoren, die formal identisch zur hamiltonschen Bewegungsgleichungen der klassischen Feldtheorie ist. Energie- und Impulsdichte sind lokale (unintegrierte) Bilinearformen der Felder.

Hamiltonoperator

Im folgenden verzichte auf die Diskussion der Regularisierung bzw. Normalordnung; das unendliche Integral über die Nullpunktsenergien aller Moden wird ignoriert.



Heisenbergsche Bewegungsgleichungen





Für beliebige Operatoren A:



Energiedichte und Impulsdichte










D.a 1-„Teilchen"-Zustände

Im folgenden betrachten wir Zustände, die (rein mathematisch) mittels Erzeugern aus dem Vakuum konstruiert werden, und die man als Ein-"Teilchen"-Zustände bezeichnet.

Fock-Zustände

Die Erzeuger und Vernichter je p wirken wie folgt auf den Vakuumzustand





Die Notation 1_p besagt, dass in diesem Zustand eine Mode zum Impuls p enthalten ist.

Superposition von 1-"Teilchen"-Fockzuständen

Zustände entsprechend Wellenpaketen werden dargestellt mittels allgemeiner, normierter 1-"Teilchen"-Zustände; diese entsprechen Superpositionen einzelner Fock-Zustände.







Mit der Normierung des dp-Integrals entspricht dies einem 1-"Teilchen"-Zustand, d.h. es liegt feste Teilchenzahl vor





Energie (und Impuls) sind nicht scharf sondern entsprechend f(p) auf die Moden verteilt.

Erwartungswerte für Energiedichte und Impulsdichte



psi ist keine Wellenfunktion im Sinne der Quantenmechanik.









speziell für ebene Wellen






D.b Kohärente Zustände

Zustände entsprechend klassischer elektromagnetischer Wellen (wie in einem Laser) werden durch sogenannte kohärente Zustände beschrieben …


Symmetrien

...




* Übergang von d^3p-Integral zu Lorentz-invariantem d^4p-Integral

Einschub einer 4-dim- delta-Funktion, die die Massenschale erzwingt



Zerlegen der Delta-Funktion nach den Nullstellen in p_0 sowie Bedingung, dass p^0 > 0: nur die positive Lösung bleibt



damit

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