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Winkelgeschwindigkeit und Trägheitsmoment
 
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Chemiestudent
Gast





Beitrag Chemiestudent Verfasst am: 02. Feb 2013 13:28    Titel: Winkelgeschwindigkeit und Trägheitsmoment Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Eine Person sitzt auf einem Drehstuhl. Sie hält in den Händen ein Rad, dass sich um eine senkrechte Achse (Symmetrieachse des Rades) dreht. Der Drehstuhl selbst ruht.
Zuerst soll ich das Trägheitsmoment des Rades berechnen. Das habe ich geschafft.
Nun dreht die Person das Gebilde um 180°, so dass sich die Winkelgeschwindigkeit umkehrt. Was passiert mit der Person auf dem Drehstuhl? Ich soll die Winkelgeschwindigkeit des Drehstuhls angeben.

Meine Ideen:
Ich weiß nicht, ob ich mit dem Impulserhaltungssatz arbeiten darf.
Es gilt ja: L = I*w
I ist das Trägheitsmoment von Rad + Drehstuhl.
Wenn jetzt also das Rad umgekehrt ist, ist ja eigentlich w' = -w.
Dann würde gelten: w = -w + w(Drehstuhl) (Addititvität des Drehimpulses), woraus sich ergeben würde, dass w(Drehstuhl) = 2w ist. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass das so stimmt.
Ich bitte euch um Hilfe.
Chemiestudent



Anmeldungsdatum: 02.02.2013
Beiträge: 46

Beitrag Chemiestudent Verfasst am: 02. Feb 2013 13:42    Titel: Re: Winkelgeschwindigkeit und Trägheitsmoment Antworten mit Zitat

Chemiestudent hat Folgendes geschrieben:
Impulserhaltungssatz

Natürlich ist der Drehimpulserhaltungssatz gemeint.
Packo
Gast





Beitrag Packo Verfasst am: 02. Feb 2013 14:04    Titel: Antworten mit Zitat

Du musst das Trägheitsmoment des Rades und das Trägheitsmoment des Drehstuhls kennen.
Chemiestudent



Anmeldungsdatum: 02.02.2013
Beiträge: 46

Beitrag Chemiestudent Verfasst am: 02. Feb 2013 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

Wie berechne ich I des Drehstuhls?
Packo
Gast





Beitrag Packo Verfasst am: 02. Feb 2013 14:37    Titel: Antworten mit Zitat

Das muss gegeben sein oder du rechnest allgemein mit I_D.

Der Anfangsdrehimpuls ist I_Rad*ω_Rad.

Der Enddrehimpuls muss also gleich groß sein.
Chemiestudent



Anmeldungsdatum: 02.02.2013
Beiträge: 46

Beitrag Chemiestudent Verfasst am: 02. Feb 2013 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Also gilt doch Drehimpulserhaltung?
Packo
Gast





Beitrag Packo Verfasst am: 02. Feb 2013 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Natürlich gilt Drehimpulserhaltung wenn keine äußere Kraft einwirkt.
Chemiestudent



Anmeldungsdatum: 02.02.2013
Beiträge: 46

Beitrag Chemiestudent Verfasst am: 02. Feb 2013 15:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ok. Danke.
Habe noch eine allgemeine Frage: Gilt Drehimpulserhaltung wenn zwischen den beiden Zuständen Arbeit geleistet wurde?
Packo
Gast





Beitrag Packo Verfasst am: 02. Feb 2013 15:14    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn diese Arbeit von äußeren Kräften oder Drehmomenten geleistet wurde, dann gilt der Drehimpulserhalt nicht.
Innere Kräfte spielen jedoch keine Rolle.
erkü



Anmeldungsdatum: 23.03.2008
Beiträge: 1414

Beitrag erkü Verfasst am: 02. Feb 2013 15:55    Titel: Re: Winkelgeschwindigkeit und Trägheitsmoment Antworten mit Zitat

Chemiestudent hat Folgendes geschrieben:
Meine Frage:
Eine Person sitzt auf einem Drehstuhl. Sie hält in den Händen ein Rad, dass sich um eine senkrechte Achse (Symmetrieachse des Rades) dreht. Der Drehstuhl selbst ruht.

Der Drehstuhl selbst ruht.

Chemiestudent hat Folgendes geschrieben:
...
Meine Ideen:
Ich weiß nicht, ob ich mit dem Impulserhaltungssatz arbeiten darf.
Es gilt ja: L = I*w
...

Zu ungenau bzw. zu speziell ! Es muss allgemein heißen: , wobei I ein Tensor ist.

Außerdem gilt:

Ansonsten: http://www.youtube.com/watch?v=k1XQBTlsEXU

_________________
Das Drehmoment ist der Moment, wo es zu drehen anfängt. :punk:
Packo
Gast





Beitrag Packo Verfasst am: 02. Feb 2013 16:26    Titel: Antworten mit Zitat

Für das Trägheitsmoment braucht man keinen Tensor zu bemühen. Die Trägheitsmomente sind normale, skalare Größen.

Der Zusammenhang

hat mit diesr Aufgabe nichts zu tun.
erkü



Anmeldungsdatum: 23.03.2008
Beiträge: 1414

Beitrag erkü Verfasst am: 02. Feb 2013 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

Packo hat Folgendes geschrieben:
Für das Trägheitsmoment braucht man keinen Tensor zu bemühen. Die Trägheitsmomente sind normale, skalare Größen.

Der Zusammenhang

hat mit diesr Aufgabe nichts zu tun.

Na ja, ganz wie Du meinst. Big Laugh

Es ist nun mal aber so, dass ein Drehmoment den Drehimpuls ändert und zwar entweder seine Richtung oder seinen Betrag bzw. auch in beiden Größen, je nach Winkel zwischen Drehmoment und Drehimpuls.
Wink

_________________
Das Drehmoment ist der Moment, wo es zu drehen anfängt. :punk:
Packo
Gast





Beitrag Packo Verfasst am: 02. Feb 2013 18:11    Titel: Antworten mit Zitat

Aber in dieser Aufgabe wird der Drehimpuls nicht verändert.
erkü



Anmeldungsdatum: 23.03.2008
Beiträge: 1414

Beitrag erkü Verfasst am: 02. Feb 2013 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

Packo hat Folgendes geschrieben:
Aber in dieser Aufgabe wird der Drehimpuls nicht verändert.

Dazu kann ich mich nur wiederholen !

erkü hat Folgendes geschrieben:

Na ja, ganz wie Du meinst. Big Laugh

Es ist nun mal aber so, dass ein Drehmoment den Drehimpuls ändert und zwar entweder seine Richtung oder seinen Betrag bzw. auch in beiden Größen, je nach Winkel zwischen Drehmoment und Drehimpuls.
Wink

_________________
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Packo
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Beitrag Packo Verfasst am: 03. Feb 2013 09:20    Titel: Antworten mit Zitat

Auch wenn man Unsinn hundertmal wiederholt, bleibt es Unsinn!

Chemiestudent,
hier die Lösung:
Drehimpuls vorher:
Drehimpuls nachher:
Also

Wie du siehst, braucht man keinen Tensor, kein Drehmoment und keine Ableitung von L.
Chemiestudent



Anmeldungsdatum: 02.02.2013
Beiträge: 46

Beitrag Chemiestudent Verfasst am: 03. Feb 2013 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Packo,
danke für deine Antwort, meine Idee ging ja auch ein bisschen in diese Richtung. Danke für die Hilfe!
Wir haben in Physik nie Tensoren eingeführt, daher werden wir diese zur Lösung nicht brauchen.
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